Martina
Eigentlich wollten wir morgen nach Nuku Hiva segeln und uns in aller Ruhe die letzte Insel der Marquesas anschauen. Wir hätten eine Woche dafür geplant, um dann Richtung Tuamotos/Raroia zu segeln. Doch eine letzte Wetterkontrolle verändert all unsere Pläne.
Der Wind wäre zwar für die Fahrt nach Nuku Hiva perfekt, aber danach schauts traurig aus. Der Wind wird Mitte der Woche immer schwächer und dann dreht er sogar auf SSO.
Wir rechnen für die 425 Seemeilen mit guten 3 Tagen, also müssten wir am Samstag von Nuku Hiva wieder aufbrechen, um noch mit dem letzten Windhauch nach Raroia zu kommen. Das macht wirklich keinen Sinn.
So werden wir also gleich von hier aufbrechen. Mit dem großen Nachteil, dass es keine Möglichkeit gibt Gemüse einzukaufen. Jetzt gehen wir noch rasch Milch, Brot und Leckerlies einkaufen, Wasser bunkern und Esperanza segelfertig machen.
Die nächsten Tage gibt es nur Textnachrichten von uns, wie es dann auf den Tuamotos mit Internet ausschaut wissen wir nicht. Also bitte nicht nervös werden, wenn wir uns nach Ankunft nicht täglich melden, denn dann sind wir nur im Internet-freien Paradies.
Posts mit dem Label Marquesas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Marquesas werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 17. Juni 2016
SCHNELLER FISCH
Schneller Fisch
·
Fischfilets in kleinere Würfel schneiden (ich hatte Wahoo)
·
1 große Zwiebel in kleinere Würfel schneiden
·
2-3 Knoblauchzehen klein hacken
·
Fisolen waschen und putzen und in ca. 3 cm große
Stücke schneiden (wenn aus der Dose, dann erst ganz am Schluss nach den Tomaten
dazu geben)
·
2 Tomaten ganz klein würfeln oder Tomatenstücke
aus der Dose
·
Chilli je nach Wunsch
Zwiebel in Olivenöl glasig rösten, Fisolen dazu und durchrösten.
Alles in der Pfanne an den Rand schieben und den Fisch in der Mitte rösten.
Knoblauch, Salz, Pfeffer, etwas Paprikapulver, Cumin und einen halben
Suppenwürfel beigeben. Mit etwas Wasser aufgießen, Tomatenstücke dazu geben und
kurz köcheln lassen. In 10 Minuten fertig!!
Vorher den Reis kochen und dann den Fisch! Siehe „Mein
Reisgeheimnis“
Donnerstag, 16. Juni 2016
TOURISTENAUFLAUF
Florian
Gestern habe ich mich wieder einmal in den Motorraum gezwängt und Motorölwechsel durchgeführt - alle 150 - 200 Motorstunden mache ich das, damit unser Motor zufrieden bleibt.
Heute in der Früh wurden wir von lautem Läuten geweckt - die Aranui 5 läuft ein; das Versorgungs-/Kreuzfahrtschiff, das von Tahiti aus die Marquesas versorgt. Sie gehört einer chinesischen Gesellschaft.
230 Touristen marschieren kurze Zeit später durch Hakahau, das sich für den Besuch herausgeputzt hat. Überall wird Kunsthandwerk angeboten und der Höhepunkt ist eine traditionelle Tanzvorführung. Leider haben viele der hiesigen Tänzerinnen Ihr Diätprogramm vernachlässigt, und so sehen manche Damen furchteinflössender aus als die tanzenden Krieger. Auch Manfred ist hier und verkauft - sehr erfolgreich - seine Schokolade.
Die Aranui 5 ist wohl der wichtigste Wirtschaftsfaktor für den Ort; und sie kommt alle 14 Tage vorbei. Das Publikum an Bord besteht fast ausschließlich aus älteren Herrschaften, die langsam durch die wenigen Straßen flanieren. Eine einfache Balkonkabine kostet für die 14-tägige Kreuzfahrt ca. EUR 6.000,00 pro Person - also eine luxuriöse Angelegenheit. Und wir hängen uns in den Touristenstrom und dürfen auch von den angebotenen Früchten kosten und uns die Tänze anschauen. Haben wir ein Glück...
Gestern habe ich mich wieder einmal in den Motorraum gezwängt und Motorölwechsel durchgeführt - alle 150 - 200 Motorstunden mache ich das, damit unser Motor zufrieden bleibt.
Heute in der Früh wurden wir von lautem Läuten geweckt - die Aranui 5 läuft ein; das Versorgungs-/Kreuzfahrtschiff, das von Tahiti aus die Marquesas versorgt. Sie gehört einer chinesischen Gesellschaft.
230 Touristen marschieren kurze Zeit später durch Hakahau, das sich für den Besuch herausgeputzt hat. Überall wird Kunsthandwerk angeboten und der Höhepunkt ist eine traditionelle Tanzvorführung. Leider haben viele der hiesigen Tänzerinnen Ihr Diätprogramm vernachlässigt, und so sehen manche Damen furchteinflössender aus als die tanzenden Krieger. Auch Manfred ist hier und verkauft - sehr erfolgreich - seine Schokolade.
Die Aranui 5 ist wohl der wichtigste Wirtschaftsfaktor für den Ort; und sie kommt alle 14 Tage vorbei. Das Publikum an Bord besteht fast ausschließlich aus älteren Herrschaften, die langsam durch die wenigen Straßen flanieren. Eine einfache Balkonkabine kostet für die 14-tägige Kreuzfahrt ca. EUR 6.000,00 pro Person - also eine luxuriöse Angelegenheit. Und wir hängen uns in den Touristenstrom und dürfen auch von den angebotenen Früchten kosten und uns die Tänze anschauen. Haben wir ein Glück...
Mittwoch, 15. Juni 2016
SCHARFE SACHE
Martina
Das muss ich jetzt gleich klar stellen. Ich habe gestern trotz Erschöpfung das Geschirr abgewaschen, nur war Florian schon so kaputt, dass er das gar nicht registriert hat.
Bei der Wanderung habe ich extrem scharfe Chillischoten entlang unseres Weges gepflückt. Heute habe ich mir ein Chilliöl angesetzt. Ich nehme an, dass ich dieses dann noch stark verdünnen muss, denn sonst verätzen wir uns noch die Speiseröhre.
Wir haben in Erfahrung gebracht, dass bei der Bibliothek eine gute und gratis Internetverbindung gibt. Deshalb sind wir wieder mit unseren beiden Laptops im wasserdichten Rucksack ausgerückt und erledigen unsere Internetarbeiten. Nicht so gemütlich und auch der Ausblick ist mit Atuona nicht zu vergleichen, aber wir sind ja schon froh, wenn es funktioniert.
Das muss ich jetzt gleich klar stellen. Ich habe gestern trotz Erschöpfung das Geschirr abgewaschen, nur war Florian schon so kaputt, dass er das gar nicht registriert hat.
Bei der Wanderung habe ich extrem scharfe Chillischoten entlang unseres Weges gepflückt. Heute habe ich mir ein Chilliöl angesetzt. Ich nehme an, dass ich dieses dann noch stark verdünnen muss, denn sonst verätzen wir uns noch die Speiseröhre.
Wir haben in Erfahrung gebracht, dass bei der Bibliothek eine gute und gratis Internetverbindung gibt. Deshalb sind wir wieder mit unseren beiden Laptops im wasserdichten Rucksack ausgerückt und erledigen unsere Internetarbeiten. Nicht so gemütlich und auch der Ausblick ist mit Atuona nicht zu vergleichen, aber wir sind ja schon froh, wenn es funktioniert.
Dienstag, 14. Juni 2016
WANDERUNG HAKAHETAU NACH HAKAHAU
Florian
Um 06:00 Uhr läutet der Wecker, denn heute wird gewandert. Frühstück gibts im kleinen Geschäft und dann gehts per Autostop vorbei am abenteuerlichen Flughafen (einer der gefährlichsten der Welt; kurze Landebahn und man landet bergauf gegen die Bergwand) vorbei nach Hakahetau.
Wir marschieren durch den Dschungel zum Wasserfall Vaiea und genießen ein kurzes, kühles Bad.
Danach wandern wir weiter zu Manfred, ein Deutscher, der seit 20 Jahren hier lebt und in Handarbeit 100 % Schokolade und sogar Pralinen herstellt - teuer (EUR 8,00 für eine 60 Gramm Tafel Schokolade und 2 Pralinen) aber sehr gut und wenn man sich die Arbeit ansieht auch absolut angemessen vom Preis.
Schließlich müssen wir uns von Manfred verabschieden und steigen eine steilen Dschungelpfad hinauf auf den Bergrücken. Dort verlaufen wir uns zunächst ganz hervorragend, aber schließlich finden wir doch wieder einen Weg und hoffen, dass es auch der richtige ist (wir wollen ungern im Dschungel übernachten).
Der Weg ist abenteuerlich und eine Herausforderung - selbst für mich; und Martina hält sich ganz hervorragend. Die Vegetation und die Ausblicke sind einzigartig. Endlich erreichen wir einen guten Aussichtspunkt und sehen nach Hakahau - wir sind also richtig und auch sehr erleichtert, denn nach 5 Stunden Wanderung ist es bereits spät.
Vorsichtig, um Martinas Beine so weit als möglich zu schonen, steigen wir ab und gelangen wieder nach Hakahau. Im chinesischen Minimarkt löschen wir den ersten Durst, danach mühen wir uns die letzten Meter zum Strand, wo wir eine ausgiebige Dusche genießen.
Zurück auf unserer ESPERANZA füllen wir die leeren Kohlenhydratspeicher mit Spaghetti auf und um 19:30 Uhr liegt Martina tot im Bett (nur ich muss noch diesen Blog schreiben und Geschirr abwaschen).
Um 06:00 Uhr läutet der Wecker, denn heute wird gewandert. Frühstück gibts im kleinen Geschäft und dann gehts per Autostop vorbei am abenteuerlichen Flughafen (einer der gefährlichsten der Welt; kurze Landebahn und man landet bergauf gegen die Bergwand) vorbei nach Hakahetau.
Danach wandern wir weiter zu Manfred, ein Deutscher, der seit 20 Jahren hier lebt und in Handarbeit 100 % Schokolade und sogar Pralinen herstellt - teuer (EUR 8,00 für eine 60 Gramm Tafel Schokolade und 2 Pralinen) aber sehr gut und wenn man sich die Arbeit ansieht auch absolut angemessen vom Preis.
Vorsichtig, um Martinas Beine so weit als möglich zu schonen, steigen wir ab und gelangen wieder nach Hakahau. Im chinesischen Minimarkt löschen wir den ersten Durst, danach mühen wir uns die letzten Meter zum Strand, wo wir eine ausgiebige Dusche genießen.
Zurück auf unserer ESPERANZA füllen wir die leeren Kohlenhydratspeicher mit Spaghetti auf und um 19:30 Uhr liegt Martina tot im Bett (nur ich muss noch diesen Blog schreiben und Geschirr abwaschen).
Montag, 13. Juni 2016
HAKAHAU
Martina
Auch dieser kleine Ort besticht durch seine Sauberkeit und die Liebe, mit der die kleinen Gärten bestellt sind. Die Menschen sind auch hier sehr freundlich, und wir begrüßen sie mit einem herzlichen "Kao ha"!
Hakahau liegt im Nordosten und ist der größte Ort der Insel Ua Pou. Die beiden Fähren die in 2 wöchigem Rhythmus hier anlegen bekommen einen neuen Anleger, der alte ist auch wirklich schon etwas wackelig.
Ob Kinder oder Erwachsene, die Sportart Nummer 1 ist auch hier das Rudern mit den Auslegerbooten. Das große Bootshaus direkt am Strand zeugt vom Stellenwert dieses Sports.
Wir schlendern durch den Ort und besuchen natürlich auch wieder die sehr musikalische Sonntagsmesse.
Das besondere dieser Steinkirche sind die von einheimischen Künstlern gestalteten Holzarbeiten. Ganz besonders fällt der wunderschöne Ambo auf. Er wurde aus dem Stamm- und Wurzelstock des Baumes geschnitzt, der vor Errichtung der Kirche an dieser Stelle gewachsen ist. Auch das Tabernakel mit dem Sockelrelief des letzten Abendmahles ist absolut sehenswert.
Im Reiseführer lese ich von einem Künstler, der aus Knochen schöne Kunsthandwerke schnitzt. Dort muss ich natürlich hin, und selbstverständlich habe ich auch einige kleine Andenken erstanden.
Ich genieße auch den Luxus in ein Lebensmittelgeschäft gehen zu können, etwas aus der Tiefkühltruhe zu nehmen und dann am Schiff gleich zu verkochen. Ich mache uns beiden eine Freude, es gibt ungesunde Cheesburger, mit Ketchup, Mayo, Tomate und Gurke, das musste heute sein!!
Auch dieser kleine Ort besticht durch seine Sauberkeit und die Liebe, mit der die kleinen Gärten bestellt sind. Die Menschen sind auch hier sehr freundlich, und wir begrüßen sie mit einem herzlichen "Kao ha"!
Ob Kinder oder Erwachsene, die Sportart Nummer 1 ist auch hier das Rudern mit den Auslegerbooten. Das große Bootshaus direkt am Strand zeugt vom Stellenwert dieses Sports.
Wir schlendern durch den Ort und besuchen natürlich auch wieder die sehr musikalische Sonntagsmesse.
Das besondere dieser Steinkirche sind die von einheimischen Künstlern gestalteten Holzarbeiten. Ganz besonders fällt der wunderschöne Ambo auf. Er wurde aus dem Stamm- und Wurzelstock des Baumes geschnitzt, der vor Errichtung der Kirche an dieser Stelle gewachsen ist. Auch das Tabernakel mit dem Sockelrelief des letzten Abendmahles ist absolut sehenswert.
Beim Verabschieden gibt er uns noch eine große Bananenstaude, 5 Pomellos und etliche Zitronen mit. Jetzt freut sich auch mein Florian über unsere Schätze.
Kleinere Reparaturarbeiten wie eine festgefressene Salzwasserpumpe, Näharbeiten am Sonnenschutz erledigen wir am Sonntag Nachmittag.Ich genieße auch den Luxus in ein Lebensmittelgeschäft gehen zu können, etwas aus der Tiefkühltruhe zu nehmen und dann am Schiff gleich zu verkochen. Ich mache uns beiden eine Freude, es gibt ungesunde Cheesburger, mit Ketchup, Mayo, Tomate und Gurke, das musste heute sein!!
Sonntag, 12. Juni 2016
ÜBERFAHRT UA POU
Florian
Jetzt ist es also so weit. Freitag 10. Juni 2016, um 16:45 Uhr heißt es "Anker auf" und wir tuckern mit unserer ESPERANZA aus dem Hafen. 16 Knoten Wind aus Südost sind angesagt, die sich angeblich weiter auf Ost drehen. Zunächst sieht es so aus. als ob die Wettervorhersage wieder einmal völlig falsch ist. Bei 7 Knoten Wind schlagen die Segel gleich heftig. Dann geht es aber durch den Kanal zwischen Hiva Oa und Tahuata und in dieser Düse bläst der Wind natürlich ordentlich - und es schaukelt auch genauso ordentlich; Martina hat eine Tablette gegen ihre Seekrankheit eingeworfen und legt sich ins Bett.
Wir kreuzen vor dem Wind ab und ich schaue, dass ich nicht ins Lee der beiden Inseln gerate. Knapp 15 Seemeilen westlich gehe ich dann auf NW-Kurs und den halten wir die ganze restliche Nacht. Der Wind bläst mit 15-20 Knoten und wir fliegen mit Genua und Groß im 3. Reff mit 6 Knoten durch die Nacht. Martina übernimmt eine Wache von Mitternacht bis 2:30 Uhr, sonst bin ich wach. Bei Sonnenaufgang halsen wir wieder und nun legen wir bereits Kurs Einfahrt in die Bucht von Hakahau an.
Ordentlich durchgeschüttelt erreichen wir um 08:00 Uhr unser Ziel - gerade rechtzeitig, um mit Blick auf die prächtigen Basaltfelsen ein ordentliches Frühstück nach durchwachter Nacht zu genießen. Da wir vor dem Wind abgekreuzt sind, legen wir statt 65sm tatsächlich 90 sm zurück - aber sonst wären wir eh bei Dunkelheit angekommen, und bequemer war´s so angeblich auch.
... und dann geht´s ins Bett - Ausschlafen!
Jetzt ist es also so weit. Freitag 10. Juni 2016, um 16:45 Uhr heißt es "Anker auf" und wir tuckern mit unserer ESPERANZA aus dem Hafen. 16 Knoten Wind aus Südost sind angesagt, die sich angeblich weiter auf Ost drehen. Zunächst sieht es so aus. als ob die Wettervorhersage wieder einmal völlig falsch ist. Bei 7 Knoten Wind schlagen die Segel gleich heftig. Dann geht es aber durch den Kanal zwischen Hiva Oa und Tahuata und in dieser Düse bläst der Wind natürlich ordentlich - und es schaukelt auch genauso ordentlich; Martina hat eine Tablette gegen ihre Seekrankheit eingeworfen und legt sich ins Bett.
Wir kreuzen vor dem Wind ab und ich schaue, dass ich nicht ins Lee der beiden Inseln gerate. Knapp 15 Seemeilen westlich gehe ich dann auf NW-Kurs und den halten wir die ganze restliche Nacht. Der Wind bläst mit 15-20 Knoten und wir fliegen mit Genua und Groß im 3. Reff mit 6 Knoten durch die Nacht. Martina übernimmt eine Wache von Mitternacht bis 2:30 Uhr, sonst bin ich wach. Bei Sonnenaufgang halsen wir wieder und nun legen wir bereits Kurs Einfahrt in die Bucht von Hakahau an.
Ordentlich durchgeschüttelt erreichen wir um 08:00 Uhr unser Ziel - gerade rechtzeitig, um mit Blick auf die prächtigen Basaltfelsen ein ordentliches Frühstück nach durchwachter Nacht zu genießen. Da wir vor dem Wind abgekreuzt sind, legen wir statt 65sm tatsächlich 90 sm zurück - aber sonst wären wir eh bei Dunkelheit angekommen, und bequemer war´s so angeblich auch.
... und dann geht´s ins Bett - Ausschlafen!
Samstag, 11. Juni 2016
REGENZEIT
Martina
Auch hier in Französisch Polynesien gibt es eine Regenzeit. Der Höhepunkt ist angeblich im Juli zu erwarten, aber wir bekommen die Veränderung schon deutlich zu spüren.
Heftige Regengüsse bis hin zu 24 Stunden Regen häufen sich. Unsere an den Relingstützen aufgehängte Wäsche wird unermüdlich geschwemmt. Die Trockenphasen sind zu kurz, um die Wäsche wieder in den Kasten zu geben. Teilweise wird es unerträglich schwül im Schiff und wir ,müssen jede Möglichkeit nützen, um die Esperanza wieder zu lüften. Die von mir sogenannten "Fensterspiele" sind wieder eröffnet. Florian hat gelernt den Regen einzuschalten. Sobald er die Luken öffnet, fängt es zu regnen an; schließt er sie, hört es wieder auf (wir sollten seine Fähigkeiten in der Wüste zu Geld machen).
Heute hat es in der Früh so geschüttet, dass braune Bäche in das Hafenbecken strömen und die Bucht in braunes Wasser taucht. Selbst auf unserem Internetplatz am Hügel über der Hafeneinfahrt von Atuona sieht man deutliche Spuren des Starkregens.
Von der Fussball-Europameisterschaft bekommen wir nicht viel mit, außer wir haben gerade einmal Internet, sonst ist es hier kein großes Thema!
Heute machen wir unsere Esperanza wieder segelfertig, weil wir über Nacht nach UA POU segeln. Der Plan ist um 17 h Ortszeit Anker auf, und dann ca. 65 Seemeilen Richtung NW. Da sollten wir dann gemütlichst morgen in der Früh ankommen.
Auch hier in Französisch Polynesien gibt es eine Regenzeit. Der Höhepunkt ist angeblich im Juli zu erwarten, aber wir bekommen die Veränderung schon deutlich zu spüren.
Heftige Regengüsse bis hin zu 24 Stunden Regen häufen sich. Unsere an den Relingstützen aufgehängte Wäsche wird unermüdlich geschwemmt. Die Trockenphasen sind zu kurz, um die Wäsche wieder in den Kasten zu geben. Teilweise wird es unerträglich schwül im Schiff und wir ,müssen jede Möglichkeit nützen, um die Esperanza wieder zu lüften. Die von mir sogenannten "Fensterspiele" sind wieder eröffnet. Florian hat gelernt den Regen einzuschalten. Sobald er die Luken öffnet, fängt es zu regnen an; schließt er sie, hört es wieder auf (wir sollten seine Fähigkeiten in der Wüste zu Geld machen).
Heute hat es in der Früh so geschüttet, dass braune Bäche in das Hafenbecken strömen und die Bucht in braunes Wasser taucht. Selbst auf unserem Internetplatz am Hügel über der Hafeneinfahrt von Atuona sieht man deutliche Spuren des Starkregens.
Von der Fussball-Europameisterschaft bekommen wir nicht viel mit, außer wir haben gerade einmal Internet, sonst ist es hier kein großes Thema!
Heute machen wir unsere Esperanza wieder segelfertig, weil wir über Nacht nach UA POU segeln. Der Plan ist um 17 h Ortszeit Anker auf, und dann ca. 65 Seemeilen Richtung NW. Da sollten wir dann gemütlichst morgen in der Früh ankommen.
EINGELEGTER FISCH
Eingelegter Fisch
1-2 Zwiebeln in gröbere Streifen schneiden und in etwas
Olivenöl kurz glasig rösten, 5 in Scheiben geschnittene Knoblauchzehen kurz
mitrösten. Mit einem Teil Essig, (zB.Apfelessig, Weißweinessig, Reisessig) und
maximal genauso viel Wasser aufgießen. Mit Salz, Pfefferkörnern, Paprikapulver,
Chilli und Suppenwürfel würzen. Alles einige Minuten kochen lassen. Gewürze wie
Estragon, Senfkörner etc. sind sicher auch sehr gut, hatte ich aber leider
keine an Bord.
In der Zwischenzeit schöne feste Fischfilets ohne würzen in
Olivenöl rundherum anbraten.
In gut gewaschene und mit hochprozentikem Alkohol
ausgeschwemmte Gläser werden die Filets schön eingeschlichtet. Mit der heißen
Marinade bis ca. 1 cm unter den Glasrand füllen und gleich verschließen. Fisch
sollte bedeckt sein!
Verschlossene Gläser im Wasserbad im Kochtopf (fast ganz mit Wasser bedeckt), 10 Minuten
kochen lassen. Herausnehmen und verkehrt abkühlen lassen. Wenn sich der Deckel
gut nach innen gewölbt hat, bleibt das Glas sicher über Monate ohne Kühlschrank
haltbar.
Keinesfalls mehr essen, wenn sich der Deckel nach außen
gewölbt hat und kein Vakuum mehr besteht. Unbedingt entsorgen, nicht einmal
kosten!
Freitag, 10. Juni 2016
OBSTLAUF
Florian
Bei uns gehen unsere Obstvorräte zu Ende und im Supermarkt gibt es unter EUR 2,50 überhaupt kein Kilo Obst. Also bin ich in den Dschungel gelaufen, um Obst zu suchen. Der Weg war schlammig und in kürzester Zeit habe ich ausgesehen wie bei einem dieser Schlamm-Hindernis-Läufe (Tough Mudder). Die Sternfruchtbäume kannte ich noch von unserer Expedition zu den Felsenzeichnungen. Und es waren auch noch welche am Baum - wenn auch hoch oben. Aber kraxelnd habe ich dann doch ca. 10 Kilo von diesem köstlichen Obst pflücken können. Eine Papaya und eine Frucht, die wie ein Mischung aus Apfel/Birne/Kohlrabi schmeckt habe ich auch noch gefunden.
Am Heimweg habe ich dann neben dem Weg mehrere dieser apfelartigen Früchte gefunden und bin der Fruchtspur gefolgt, bis ich inmitten matschiger Äpfel stand, umschwirrt von 2-Billionen kleiner Mücken. Doch hinter der Mückenwolke leuchteten mir Pomellos entgegen. Wieder hoch oben und inmitten schulterhohem Gras standen die Bäume. Also habe ich mir einen langen Ast mit Astgabel gesucht und habe die Pomellos Stück für Stück abgepflückt.
Vollbepackt mit ca. 20 Kg Obst bin ich schließlich zurück zum Boot und Martina war begeistert. Der Obstvorrat für die nächste Woche ist gesichert!
Bei uns gehen unsere Obstvorräte zu Ende und im Supermarkt gibt es unter EUR 2,50 überhaupt kein Kilo Obst. Also bin ich in den Dschungel gelaufen, um Obst zu suchen. Der Weg war schlammig und in kürzester Zeit habe ich ausgesehen wie bei einem dieser Schlamm-Hindernis-Läufe (Tough Mudder). Die Sternfruchtbäume kannte ich noch von unserer Expedition zu den Felsenzeichnungen. Und es waren auch noch welche am Baum - wenn auch hoch oben. Aber kraxelnd habe ich dann doch ca. 10 Kilo von diesem köstlichen Obst pflücken können. Eine Papaya und eine Frucht, die wie ein Mischung aus Apfel/Birne/Kohlrabi schmeckt habe ich auch noch gefunden.
Am Heimweg habe ich dann neben dem Weg mehrere dieser apfelartigen Früchte gefunden und bin der Fruchtspur gefolgt, bis ich inmitten matschiger Äpfel stand, umschwirrt von 2-Billionen kleiner Mücken. Doch hinter der Mückenwolke leuchteten mir Pomellos entgegen. Wieder hoch oben und inmitten schulterhohem Gras standen die Bäume. Also habe ich mir einen langen Ast mit Astgabel gesucht und habe die Pomellos Stück für Stück abgepflückt.
SERVICEARBEITEN
Florian
Hier in Atuona haben wir endlich Zeit und liegen wir sicher genug, um die notwendigen Servicearbeiten zu erledigen.
Ich zwänge mich in den Motorraum, baue den Wärmetauscher aus und reinige ihn mit Salzsäure, damit der Motor nicht überhitzt.
Martina beginnt eine neue Segelabdeckung zu nähen, die sich beim Mast durch die Sonneneinstrahlung schön langsam aufgelöst hat. Sie hatte damals keinen UV Beständigen Stoff zu Verfügung. Unglaublich wie die UV Strahlen den verschiedenen Materialen zusetzten.
Dann werde ich noch die Wasser- und Biervorräte aus Panama aus den Tiefen des Bauchs der ESPERANZA heben und den Heckanker wieder an seinem Platz anbringen; hier braucht man ihn doch manchmal, wenn die Ankerplätze zu eng sind. Dann noch Diesel und Wasser auffüllen und bei guten Wind geht´s weiter nach Ua Pou und danach nach Nuku Hiva - womöglich bereits Morgen Freitag über Nacht auf Samstag. Wir sind ja eh bereits die letzten von unserer Pazifiktruppe, die noch hier sind.
Hier in Atuona haben wir endlich Zeit und liegen wir sicher genug, um die notwendigen Servicearbeiten zu erledigen.
Ich zwänge mich in den Motorraum, baue den Wärmetauscher aus und reinige ihn mit Salzsäure, damit der Motor nicht überhitzt.
Martina beginnt eine neue Segelabdeckung zu nähen, die sich beim Mast durch die Sonneneinstrahlung schön langsam aufgelöst hat. Sie hatte damals keinen UV Beständigen Stoff zu Verfügung. Unglaublich wie die UV Strahlen den verschiedenen Materialen zusetzten.
Dann werde ich noch die Wasser- und Biervorräte aus Panama aus den Tiefen des Bauchs der ESPERANZA heben und den Heckanker wieder an seinem Platz anbringen; hier braucht man ihn doch manchmal, wenn die Ankerplätze zu eng sind. Dann noch Diesel und Wasser auffüllen und bei guten Wind geht´s weiter nach Ua Pou und danach nach Nuku Hiva - womöglich bereits Morgen Freitag über Nacht auf Samstag. Wir sind ja eh bereits die letzten von unserer Pazifiktruppe, die noch hier sind.
Dienstag, 7. Juni 2016
SPORTLICHE ESPERANZA
Martina
Nach 24 Stunden Dauerschütten und gewittriger Wettervorhersage für die nächsten Tage, haben wir uns entschlossen schon einen Tag früher nach Atuona zurück zu fahren. Auf direktem Wege wären es zwar nur 11 Seemeilen, aber der Wind wird uns zwischen den Inseln Hiva Oa und Tahuata ganz gut auf die Nase blasen, also werden wir wohl länger brauchen.
Nachdem ich noch ca. eine Stunde in 31° warmen Wasser unseren Wasserpass und die letzten Spuren des bereits abgestorbenen Bewuchses an der Bordwand von der Pazifiküberquerung abgeschrubbt habe, legen wir um 12 h ab.
Wir werden noch mit einem kurzen aber heftigem Regenschauer aus der Bucht von Tahuata verabschiedet, dann setzten wir gleich unsere Segel und ab diesem Moment muss unsere Esperanza arbeiten.
Hart am Wind, wir wollen ja auch noch heute ankommen, beeindruckt sie in beachtlicher Schräglage. Sie zieht im Einklang mit Wind und Welle ihre Spuren dem Ziel entgegen. Nur gegen die Strömung, die leider immer wieder gegen uns ist, hat sie auch kein Rezept. Demütig beugt sie sich und wartet nur auf den Funken einer Strömungsschwäche, kaum spürt sie eine Chance mehr Höhe laufen zu können, stellt sie sich ihrer Aufgabe und kämpft weiter.
Unsere Wenden haben wir auch ohne merklichem Höhenverlust geschafft. Der letzte Schlag, um in die Bucht von Atuona zu kommen, ging sich haarscharf aus. Wir waren jederzeit bereit eine weitere Wende zu fahren, aber kurz bevor wir dachten, dass es sich nicht ausgehen wird, hat die Strömung deutlich nachgelassen. Knapp aber nicht zu knapp passieren wir die letzte senkrechte Felswand vor der Bucht von Atuona.
Das Anglerglück hat uns wieder einen kleinen 2 Personen Thunfisch eingebracht, und so sind wir zufrieden und gut angekommen. Wir haben einen sehr gut geschützten Ankerplatz gefunden und freuen uns auf unsere letzten Tage auf Hiva Oa.
Nach 24 Stunden Dauerschütten und gewittriger Wettervorhersage für die nächsten Tage, haben wir uns entschlossen schon einen Tag früher nach Atuona zurück zu fahren. Auf direktem Wege wären es zwar nur 11 Seemeilen, aber der Wind wird uns zwischen den Inseln Hiva Oa und Tahuata ganz gut auf die Nase blasen, also werden wir wohl länger brauchen.
Nachdem ich noch ca. eine Stunde in 31° warmen Wasser unseren Wasserpass und die letzten Spuren des bereits abgestorbenen Bewuchses an der Bordwand von der Pazifiküberquerung abgeschrubbt habe, legen wir um 12 h ab.
Wir werden noch mit einem kurzen aber heftigem Regenschauer aus der Bucht von Tahuata verabschiedet, dann setzten wir gleich unsere Segel und ab diesem Moment muss unsere Esperanza arbeiten.
Hart am Wind, wir wollen ja auch noch heute ankommen, beeindruckt sie in beachtlicher Schräglage. Sie zieht im Einklang mit Wind und Welle ihre Spuren dem Ziel entgegen. Nur gegen die Strömung, die leider immer wieder gegen uns ist, hat sie auch kein Rezept. Demütig beugt sie sich und wartet nur auf den Funken einer Strömungsschwäche, kaum spürt sie eine Chance mehr Höhe laufen zu können, stellt sie sich ihrer Aufgabe und kämpft weiter.
Unsere Wenden haben wir auch ohne merklichem Höhenverlust geschafft. Der letzte Schlag, um in die Bucht von Atuona zu kommen, ging sich haarscharf aus. Wir waren jederzeit bereit eine weitere Wende zu fahren, aber kurz bevor wir dachten, dass es sich nicht ausgehen wird, hat die Strömung deutlich nachgelassen. Knapp aber nicht zu knapp passieren wir die letzte senkrechte Felswand vor der Bucht von Atuona.
Das Anglerglück hat uns wieder einen kleinen 2 Personen Thunfisch eingebracht, und so sind wir zufrieden und gut angekommen. Wir haben einen sehr gut geschützten Ankerplatz gefunden und freuen uns auf unsere letzten Tage auf Hiva Oa.
Sonntag, 5. Juni 2016
HAPATONI
Florian
Nach einem
ausgedehnten Sonntagsfrühstück sind wir an Land in die Sonntagsmesse. Es war
diesmal eine Freiluftmesse, da die Bewohner aller vier Ortschaften auf Tahuata
anwesend waren – und es war sogar (und das zum ersten Mal seit wir hier sind)
ein Priester anwesend. Dieser Kirtag ist offensichtlich ein wichtiger Festtag
für Hapatoni.
Es war eine
prächtige Messe. Die Menschen festlich gekleidet inmitten der üppig grünen
Landschaft; verziert durch tausende Blumen.
Auch hier tragen einige Mädchen und Frauen wunderschöne Blütenkränze. Es ist eine von zartem Duft umschmiegte Augenweide.
Im Anschluss an die
Messe gab´s ein Lunch-Paket, für das wir bereits gestern einen Gutschein
gekauft hatten. Es ist eine interessante Sitte hier, dass man nach der Messe
nicht gemeinsam isst, sondern ein verpacktes Essen mit auf den Heimweg bekommt.
Also haben auch wir
den Heimweg angetreten und uns von Hapatoni verabschiedet, um wieder hinüber
nach Vaitahu zu tuckern, da dort der Ankerplatz besser ist und wir am Montag
auf Internet hoffen.
Abonnieren
Posts (Atom)

