Nach einer kurzen Überfahrt von Ibiza nach Formentera von ca.2 Stunden liegen wir hier vor Anker und es schaut aus wie in der Karibik.
Noch dazu hat sich der König von Saudi Arabien mit seiner MY Prince Abdulaziz auch in diese große Bucht verlegt!
Morgen geht`s auf Richtung Spanisches Festland, die Winde sind für die nächsten Tage aus Ost angesagt, und so werden wir versuchen so weit als möglich Richtung Gibraltar zu segeln. Das sind für uns ca 350 Sm, und das bedeutet 3 Tag und Nachtfahrten. Also werdet ihr in den nächsten Tagen keien Eintrag im Blog finden. Wünscht uns gute Winde und wenig Welle. Bis bald!
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Donnerstag, 19. September 2013
MY PRINCE ABDULAZIZ
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Standort:
Spanien
IBIZA
Nach einer sehr unruhigen Nacht sind wir gleich in der Früh aufgebrochen. Es waren nur 8 Sm bis Ibiza, und das wieder ein mal ohne Wind. Was soll`s wir wollten uns Ibiza anschauen, und so haben wir in der Hafenmarina angelegt und uns zuerst ausgeschlafen. Das tat gut, und es war Zeit den Magen wieder zu beruhigen.
Dann ging die Sightseeing tour los, hinauf in die Oberstadt - DÀltvila mit ihrer Kathedrale Maria de las Nieves aus dem 14Jhdt
Dann ging die Sightseeing tour los, hinauf in die Oberstadt - DÀltvila mit ihrer Kathedrale Maria de las Nieves aus dem 14Jhdt
Von dort oben hat man auch einen wunderschönen Blick auf die gesamte Stadt und die Marina
Die Unterstadt ist von der Oberstadt durch eine mächtige Burgmauer und mehrere Burgtore umschlossen, alles wunderbar renoviert und sehr sehenswert.
Durch verwinkelte Gassen und unendlich viele Lokale schlendern wir wieder bis zum Hafen, und da war sie, die unglaubliche Motoryacht von König Abdulaziz. Findet ihr auch im Internet, es war die größte private Motoryacht des 20 Jhdt. Ohne Worte!!
Ibiza ist eine Reise wert.
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Standort:
Spanien
Dienstag, 17. September 2013
WILDER RITT
Florian
Unser Dingi war ja bereits bei unserer Abfahrt in schlechtem
Zustand. Sämtliche Klebestellen haben sich aufgelöst. Luft ist ausgegangen.
Zuletzt hatte ich mit drei Dosen Schlauchdichtungsmittel (zum Abdichten von Motorradschläuchen)
samt mehreren Lagen Klebeband die hintere Spitze des rechten Luftkörpers dicht
bekommen. Dazu musste ich das Dingi mit dem Behelfsfall ( ein Seil über eine
Umlenkrolle am Mast, das zum Kranen verwendet werden kann) am Mast senkrecht aufziehen,
das Ventil der rechten Luftkammer abschrauben, die drei Sprühdosen Kleber hineindrücken
und durch entsprechende Verlagerung die Klebemasse ins rechte hintere Eck fließen
lassen. Und – man staune! – es hat funktioniert. Seither mussten wir die Luftpumpe
nicht mehr überlall mit dem Dingi mitnehmen, um nachzupumpen – das Dingi war wieder
einmal dicht. Genauer gesagt Luftdicht; denn die Lenzöffnung war selbstverständlich
ebenfalls undicht – und nicht dicht zu bekommen - , sodass wir immer ein
Schöpfgefäß zu Dingi Ausfahrten mitnehmen mussten, um das eindringende
Meerwasser auszuschöpfen.
Kurz gesagt war das letale Ende unseres alten Dingis nur
mehr eine Frage der Zeit. Daher habe ich auf Mallorca ein neues Dingi gesucht.
Einige Segler rieten mir, bis Gibraltar mit dem Kauf zu warten, da die Dingis
dort (wegen Umsatzsteuerfreiheit) günstiger seien. Als ich mich nach langem
Suchen für ein Zodiac 260 Rib Cadett entschieden hatte, habe ich versucht mit
dem Zodiac-Händler in Gibraltar Kontakt aufzunehmen, doch weder mein e-mail
noch das Telefon wurden beantwortet.
Auf Mallorca ist die Versorgung mit Marinezubehör jedoch
perfekt. Ich habe bei zwei Händlern Preisanbote eingeholt und schließlich in
Santa Ponca auf Mallorca zugeschlagen. Um EUR 1.840,00 kaufte ich ihm das
Objekt der Begierde ab. Besser ein wenig mehr bezahlen, als bei dem
bevorstehenden Exitus des alten Dingis irgendwo zu stehen, wo es keine Dingis
gibt.
Und am 16.09. war es dann soweit. Wir hatten uns von Port
Andratx in die nahe Bucht von Peguera verlegt, um den letzten Abend mit unserem
lieben Freund Hans zu verbringen, den wir hier besucht hatten. Das neue Dingi
wurde also ausprobiert und -
WELTKLASSE!! Mit seinem harten GFK-Boden kommt es sehr rasch ins Gleiten, die
Füße stehen nicht im einsickernden Wasser, Luftpumpe und Schöpfgefäß können wir
am Schiff lassen – es ist ein Vergnügen.
Nach einem netten Abschlussabend in Peguera samt Besuch im
Lokal der steirischen Wirtin Hermine wachen wir bei Sonnenaufgang auf Grund des
starken Schwells auf. Also Dingi an Bord, Anker auf und ab Richtung Ibiza. Der
Wind war von der richtigen Richtung, zunächst mit 20 Knoten, dann abnehmend
angesagt. Als wir aus der Bucht von Peguara hinausmotorten dachte ich, dass die
Windvorhersage wieder einmal falsch war – kein Wind.
Als wir dann aber das offene Meer erreichten, änderte sich
das ganz rasch. Mit Großsegel im ersten Reff und Fock statt Genua flog unsere
ESPERANZA mit 6 – 7 Knoten nur so dahin. Leider kam die 2 – 3 Meter hohe Welle
wie der Wind ebenfalls aus 100° Steuerbord, und so wurde es ein heftiger Ritt.
Wellenberge hinauf und hinunter. Mehrfach spülte eine Welle übers Deck. Martina
– nach 6 Tagen an Land wieder „wellenentwöhnt“ – fütterte die Fische und auch
mir wurde ganz flau im Magen.
Nach 8 Stunden hatten wir 48 Seemeilen zurückgelegt und
erreichten Ibiza, wo wir uns in eine der ersten Calas ( Bucht) an der Südseite
vor Anker legten und einmal einige Stunden schliefen, bevor Martina uns ein
wunderbares Abendessen zauberte. Die Lebensgeister waren zurückgekehrt.
Montag, 16. September 2013
PALMA
Ein Pflichttermin ist natürlich Palma de Mallorca, auf mich wirkte es wie "klein Barcelona". Sehr gepflegt, herrliche Grünanlagen, nette Cafes, köstliche Tapas Bars und sehr gepflegte teure Geschäfte.
Wir bummelten über den Born und
den Placa Major, für mich ein Vergnügen. Ich habe zwei Stunden lange jedes Schuhgeschäft in Palma besucht, armer Florian !!
Die Kathedrale von Mallorca aus dem Jahr 1306-1601 besuchten wir natürlich auch. Das besondere ist, dass Gaudi mit der Umgestaltung der drei Apsiden beauftragt wurde, und er diese in einer höchst eigenartiger Weise umgestaltet hat. Über Geschmack lässt sich ja angeblich streiten.
| rechte Absis |
| Hauptapsis |
Am Abend besuchten wir eine sehr nette Tapas Bar, da konnte man sich selbst ca 30 verschiedene Weine in 3 verschiedenen Mengen einschenken. Zum Kosten, zum Genießen oder zum viel Trinken, alles wird direkt auf eine Codekarte gespeichert und am Schluss bezahlt man. Sehr originell und köstlich.
Samstag, 14. September 2013
SERRA DE TRAMUNTANA
UNESCO WELTNATURERBE 2011
Wir wollten den imposanten Nordwestteiles von Mallorca, den wir ja schon von der Meerseite bestaunt hatten nun auch von Land aus erkunden. Mit dem Auto ging es die traumhafte Küstenstrasse von Port Andratx Richtung Norden. Die deutlich sichtbaren Spuren eines schrecklichen Waldbrandes vom Juni 2013 waren bedrückend. Kilometerlang fährt man durch verkohlte Waldgebiete, und nur ganz zart beginnen Gräser und Palmen wieder auszutreiben. Hunderte Waldarbeiter sind tagtäglich damit beschäftigt den Wald wieder von verkohlten, kaputten Bäumen zu befreien.
Mit unglaublichem Aufwand gelang es der Feuerwehr mit Hilfe von Wasser -und Hubschrauber Löschflugzeugen die unzähligen traumhaften Finkas in diesem Gebiet vor dem Feuer zu schützen. Immer wieder sieht man in total abgebrannten Waldteilen Finkas in "Grünoasen" stehen.
Herrliche Aussichtspunkte und glasklares Wasser begeistern uns. Mallorca ist sicher nicht nur "Ballermann"

Wir wollten den imposanten Nordwestteiles von Mallorca, den wir ja schon von der Meerseite bestaunt hatten nun auch von Land aus erkunden. Mit dem Auto ging es die traumhafte Küstenstrasse von Port Andratx Richtung Norden. Die deutlich sichtbaren Spuren eines schrecklichen Waldbrandes vom Juni 2013 waren bedrückend. Kilometerlang fährt man durch verkohlte Waldgebiete, und nur ganz zart beginnen Gräser und Palmen wieder auszutreiben. Hunderte Waldarbeiter sind tagtäglich damit beschäftigt den Wald wieder von verkohlten, kaputten Bäumen zu befreien.
Mit unglaublichem Aufwand gelang es der Feuerwehr mit Hilfe von Wasser -und Hubschrauber Löschflugzeugen die unzähligen traumhaften Finkas in diesem Gebiet vor dem Feuer zu schützen. Immer wieder sieht man in total abgebrannten Waldteilen Finkas in "Grünoasen" stehen.
Herrliche Aussichtspunkte und glasklares Wasser begeistern uns. Mallorca ist sicher nicht nur "Ballermann"
Wir besuchen den malerischen Ort Valdemossa mit seiner Kartause aus dem Jahr 1399, die Vertreibung der Mönche erfolgte aufgrund des unter Mendiazabal verabschiedeten Säkularisierungsgesetzes aus dem Jahre 1835. Mit Ausnahme der Kirche wurde das gesamte Kloster privatisiert. Die Zellen der Mönche und die sonstigen Nebengebäude wurden unter neuen Privateigentümern aufgeteilt. So kam es auch das im Winter 1838/39 die Kartause den Komponisten Frederic Chopin und die französische Schriftstellerin George Sand beherbergte. Hier entstand auch das Buch "Ein Winter auf Mallorca".
| Kirche der Cartoixa 1399 |
| Frederic Chopin und George Sand |
| Bibliothek |
Danach geht`s weiter Richtung Westen nach Soller. Ein lieblicher, sehr gepflegter Ort der durch eine alte Strassenbahn, ca.15 min Fahrt, mit dem Port de Soller, in dem wir ja schon vor einigen Tagen geankert haben, verbunden ist.
| Banc de Soller mit doppeltem Erker aus 1911 |
| Pfarrkirche Sant Bartomeu 1688-1811 |
Montag, 9. September 2013
FLUCHT
Um 7h weckt mich das schreckliche Gewackel in der Bucht von der Cala de Caldera auf. Der Wind hat gedreht und jetzt steht der Schwell mit 1 m direkt in unsere kleine Ankerbucht. Flucht, und das schnell, das Dingi noch rasch an Bord, das Geschirr hab ich Gott sei Dank noch gestern in der Nacht abgewaschen, alles schnell verstauen und ablegen. Langsam kämpft sich unser Motor gegen Wind und Welle aus der Bucht, ja und draußen empfängt uns die Realität. 2-3m hohe Welle zuerst volle Breitseite, dass einmal so richtig im Schiff abgeräumt wurde was doch nicht so gut verstaut war. Es war als würde man im Zorn den Schreibtisch oder den Kasteninhalt seiner Kinder mit einer großen Handbewegung räumen. Dann von hinten ( das ist ja gut) aber leider viel zu wenig Wind, wir beschließen in den nur 6 Sm westlich liegenden sicheren Naturhafen Puerto Soller zu fahren, dort etwas ab zu warten bis Wind aufkommt, und dann erst weiter zu segeln.
Um 9h liegen wir sicher im Hafenbecken und jetzt gibt`s endlich Frühstück, ja und wer mich kennt, kann sich ja gar nicht vorstellen, dass ich ohne Kaffee lebensfähig bin, wie sich die Zeiten ändern ;-))
Gegen 14h nach Internet und Einkauf geht`s weiter, mit herrlichem, wenn auch am Schluss zu leichtem Segelwind fliegen wir zuerst unter Passatbesegelung der Insel Dragonera entgegen. Dort wollten wir eigentlich in einer Bucht ankern, aber der Wind hat dann noch gedreht, Regenwolken kamen auf, und so sind wir lieber gleich weiter in das Bojenfeld von Port D`Andratx gefahren. Hier treffen wir Freunde und bleiben einige Tage.
Um 9h liegen wir sicher im Hafenbecken und jetzt gibt`s endlich Frühstück, ja und wer mich kennt, kann sich ja gar nicht vorstellen, dass ich ohne Kaffee lebensfähig bin, wie sich die Zeiten ändern ;-))
Gegen 14h nach Internet und Einkauf geht`s weiter, mit herrlichem, wenn auch am Schluss zu leichtem Segelwind fliegen wir zuerst unter Passatbesegelung der Insel Dragonera entgegen. Dort wollten wir eigentlich in einer Bucht ankern, aber der Wind hat dann noch gedreht, Regenwolken kamen auf, und so sind wir lieber gleich weiter in das Bojenfeld von Port D`Andratx gefahren. Hier treffen wir Freunde und bleiben einige Tage.
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Tyrrhenisches Meer
Standort:
Andratx, Balearen, Spanien
Sonntag, 8. September 2013
MANCHMAL GEHT NICHTS WEITER
Florian
Obwohl die Nacht nicht angenehm war, fühlte ich mich am
Morgen halbwegs ausgeschlafen – als wir aufwachten war es allerdings bereits
9:30 Uhr. Ein ordentliches Frühstück mit Ham and Eggs brachte uns wieder auf Touren. Voll motiviert gingen wir um 10:30 Uhr Anker auf und motorten aus
unserer Bucht. Draußen – windstill. Nach einer Stunde gegen das vom Gewitter
unangenehm aufgewühlte Meer entschieden wir uns für einen Badestopp.
Um 16:00 Uhr ging´s weiter – wieder windstill, wieder gegen
die Welle – Hochschaubahn; Martinas Gesicht war konzentriert auf den Horizont
gerichtet und wechselte in Richtung gelb-grün. Ich fungierte als ihr „Hörbuch“
und las ihr aus einem alten Profil vor wie Europa 2050 aussehen könnte – na ich bin gespannt. Wegen der mühsamen Fahrt reduzierten wir unsere Tagesstrecke auf
insgesamt 23 Sm und legten uns in die Cala de Sa Calobra – auch bekannt als
„Felsenpforte“; sehr beeindruckend!! Tolle Felsformationen um eine Flussmündung
getrennt vom Meer durch eine 50 Meter breite Öffnung in den über 100 Meter
hohen Felswänden links und rechts.
Wirklich sehenswert! Das wissen aber auch
die fünf Wirte dort; Bier EUR 5,00; Stück Kuchen EUR 5,50 – was soll´s, der
Platz war wunderbar und geschmeckt hat es uns trotzdem, und für die Norweger am
Nachbartisch war das Bier sicher auch noch billig – man lernt zu relativieren….
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Standort:
Spanien
Samstag, 7. September 2013
PLANÄNDERUNG
Florian
Nach einer geruhsamen
Nacht in Port Fornells/Menorca und dem vergeblichen Versuch am Morgen noch im
Supermarkt einzukaufen (beide Supermärkte im Ort sperren erst um 10:30 Uhr auf)
legen wir ab. Ziel ist Ciutadella an der Westküste von Menorca.
Der Wind kommt von
achtern und so gibt es Genusssegelen vor dem Wind entlang der Nordküste von
Menorca; wir passieren Cap Cavallieria. Plötzlich „spinnt“ der Wind und kommt
fünf Minuten später aus 30 Grad von Backbord vorne – also hart am Wind weiter.
Nun war klar, dass wir nach Ciutadella kreuzen mussten. Der Wind legte zu und
wir tauschten die Genua gegen die kleinere Fock. Als es Zeit gewesen wäre zu
wenden beschlossen wir gleich nach Mallorca zu segeln; 25 sm offenes Meer; es
würde knapp werden vor Einbruch der Dunkelheit drüben anzukommen, aber gegen
den Wind ach Ciutadella aufzukreuzen war und zu blöd.
Der Wind war perfekt
– zwischen 15 und 19 Knoten aus 90 Grad Backbord; die ESPERANZA galoppierte wie
ein junges Fohlen mit 6,5 bis 7 Knoten über die Wellen (obwohl… bei 6,9 Knoten
war Schluss; die 7 Knoten Schallmauer haben wir nicht wirklich durchbrochen).
So ging es die nächsten Stunden- unglaublich; so kommt man weiter. Martina
hatte „Glück“ - eine große Welle stieg völlig unvorhergesehen ein und Martina
war waschlnass – es blieb die einzige Welle auf der Überfahrt, die den Weg aufs
Deck gefunden hat; irgendwie hatte Neptun mit Martina noch eine Rechnung offen;
wahrscheinlich hat ihm ihre Kritik über die letzte Nacht vor Menorca nicht
gefallen.
4 sm vor Cap de
Formentor, dem nordöstlichen Kap von Mallorca zog dann irgendwer den Stecker
raus und der Wind war vorbei. Also Motor angestartet und die letzte Stunden gemotort.
Um 19:30 fiel der Anker in der Cala Figuera. Es schaute aus wie in einem
norwegischen Fjord. Steile Küste, Felsen, grüne Vegetation.
Leider passten auch
die dunklen Wolken zum norwegischen Ambiente. Nach einem Hervorragenden
Abendessen aus Martinas Trickkiste legten wir uns zufrieden in unsere Kojen. Da
pfiff auch schon die erste Fallböe mit 20 Knoten übers Deck. Der Ankeralarm war
zwar gestellt, aber bei solchen Windstößen schläft man nicht wirklich gut. Und
dann wurden wir von Blitz und Donner und Regen geweckt – um 3:30 Uhr – na
super. Also alles dicht gemacht und gehofft dass das Gewitter nicht in unsere
Richtung zieht. Glücklicherweise hat es das auch nicht gemacht, und so konnten
wir zumindest ein paar Stunden Schlaf finden (obwohl Martina meinte ich hätte gleich
wieder geschnarcht – aber alles glaub ich ihr dann auch wieder nicht).
Freitag, 6. September 2013
ÜBERFAHRT NACH MENORCA
Martina
Nachdem wir einen herrlichen Tag in Bonifacio verbrachten, haben wir gleich am nächsten Morgen Richtung Menorca abgelegt. Ca 250 Sm liegen vor uns, das heißt, wenn der Wind wie vorhergesagt mit 10 Kn aus Ost bläst, sollten wir in 48 Std. auf Menorca sein. Voller Euphorie fahren wir unter voller Besegelung, Groß, Genua und Fock mit bis zu 6 Kn unserem Ziel entgegen. Der Wind kommt zwar aus N, und deshalb ist es etwas kühl,
doch wir können auch unter diesen Bedingungen wunderbar nach Menorca segeln. Wir sind im Glücksrausch, alles passt perfekt, Wind, Zeitplan und Menueplan. In der Haubenkombüse wurde Tomaten mit Mozzarella und Bärlauchpesto und danach Schweinslungenbraten mit Lauchreis und grünem Salat vorbereitet. Wir schmatzten um die Wette, das Glück war uns meilenweit anzusehen. Leider hat der Wind in der Nacht dann doch wieder stark nachgelassen und gedreht, die Segel haben zu schlagen begonnen, und so waren wir gezwungen das Großsegel zu bergen und durch die ausgebäumte Genua und Fock zu ersetzten. Am nächsten Morgen noch immer nicht viel Wind, ich vermeide so gut es geht ins Schiff zu gehen und beobachte den Horizont, und gut war`s. Plötzlich sehe ich auf der Stb Seite ca. 200m entfernt einen Wal 2m hoch blasen, leider ist er nicht in unsere Richtung geschwommen, das wäre die perfekte Sensation gewesen. Doch zu meiner großen Freude haben uns dann wieder einige Delphine besucht!
Am Abend hole ich die Angel ein, und siehe da, ein Fisch zappelt an unserem Tintenfischköder, jetzt schnell, Florian holt seine Handschuhe und ein Messer, wir sind bereit für ein Captain`s Dinner. Zu spät, genau in dem Moment als Florian nach dem Fisch greifen wollte, schafft dieser den Weg in die Freiheit, aus der Traum von der Goldmakrele mit Knoblauch und Rosmarinkartoffeln.
Die zweite Nacht verläuft windtechnisch gesehen ebenso dürftig wie die Erste. Aber Michelangelo hätte seine Freude!
Um 9:30 legen wir todmüde an, 247 Sm in 72 Stunden, damit kommen wir sicher nicht in Guinessbuch der Rekorde. Heute Abend lassen wir uns in der Calla Fornells mit einem spanischen Essen verwöhnen, es ist eine sehr nette Hafenpromenade hier, mit vielen Restaurants und kleinen Fetzengeschäften, wir haben uns aber trotzdem lieber ein großes Angelnetz gekauft!
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Standort:
Balearische Inseln, Spanien
Montag, 2. September 2013
BONIFACIO
Bilder sagen mehr als tausend Worte.
Bonfacio ist definitiv einen Besuch wert. Nochmals unsere Wohlfühlbatterien auftanken.
Morgen brechen wir Richtung Balearen/Menorca auf. 250 Sm nonstop, geplante Ankunft auf Menorca ist Donnerstag 5.9.2013, wir hoffen auf den angesagten Wind!
Bonfacio ist definitiv einen Besuch wert. Nochmals unsere Wohlfühlbatterien auftanken.
Morgen brechen wir Richtung Balearen/Menorca auf. 250 Sm nonstop, geplante Ankunft auf Menorca ist Donnerstag 5.9.2013, wir hoffen auf den angesagten Wind!
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Standort:
Bonifacio, Frankreich
Sonntag, 1. September 2013
ENDLICH
Martina
Genau so, dachten wir, muss segeln doch auch sein können!!!
Um 7h leutet unser Wecker, wir liegen bei der Tankstelle und müssen bis 8h weg sein, kein Problem, denn wir haben guten Wind angesagt, ich hoffe der Wind weis das auch.
Raus aus der Marina und Richtung Strasse von Bonifacio. Ein Segelrevier das unter schlechten Wetterbedingungen auf Grund von Riffen, jede Menge Untiefen, und Düseneffekt zwischen Korsika und Sardinien nicht unterschätzt werden soll. Die Fahrt um das südöstliche Kap " Punta de Sperono" wird in den Küstenhandbüchern nur bei gutem Wetter und nur unter Tags bei guter Sicht empfohlen.
Deshalb wollten wir schon rechtzeitig aufbrechen um diese möglichen Gefahren auszuschließen. Ja, und der Wind hat gehalten was er versprochen hat. Mit gemütlichen bis zu 10Kn Wind konnten wir bei raumem Wind bis zu 6 Kn Fahrt machen. Es war herrlich, Segel rauf und 6 Std. später wieder Segel runter. Als wir Porto Vecchio passierten, hörten wir einen Funkspruch zwischen Port und einer Luxusmegayacht:
Auf die Frage wie viele Personen an Bord sind, kam die Antwort:" 13 people crew and 2 passengers", das machen wir dann nach unserer Weltumsegelung auch. Bei der Einfahrt in das mit Untiefen verseuchte Gebiet haben wir die Maschine gestartet, Plotter gezoomt und ich war am Ausguck am Bugsprit. Problemlos durch den Felsenjungel haben wir um 15h den Anker auf 10m Wassertiefe fallen gelassen und liegen jetzt in einer Südbucht auf der Privatinsel Ile de Cavallo (leider nicht unsere) und widmen uns jetzt dem Faulenzen.
Samstag, 31. August 2013
GROSSER ABSCHIED
30./31.08.2013: Florian
Unsere ganze Familie hatte auf Korsika den gemeinsamen Sommerurlaub verbracht. 28 Personen – sogar Martinas Mama war da. Wir hatten Korsika als Destination für den diesjährigen Familienurlaub im Hinblick auf unsere Weltumsegelung ausgewählt, damit wir hier nochmals mit unseren Liebe zusammentreffend und auch am Familienurlaub teilnehmen können.
Es war eine wunderschöne Woche. Wenn man so ein Abenteuer unternimmt, dann spürt man eine Art Heimweh nach den lieben Personen, die man zurück lässt. Letztlich sind es wohl die Personen, die einem vertraut sind – Familie und Freunde - , die das zu Hause zum zu Hause machen. Wir durften also noch eine Woche „zu Hause“ erleben und wussten natürlich, dass der Abschied schwer fallen würde. Und so war es dann auch. Diesmal war es ein Abschied wohl auf ein Jahr – wann wir 2014 wieder in Österreich sein werden, das wissen wir noch nicht. Voraussichtlich im Juli zum 80. Geburtstag meiner und 75.Geburtstag von Martinas Mama.
Nach einem herrlichen Abendessen in großer Runde wurden wir mit unseren Habseligkeiten in der Nacht in die Marina gebracht. Nochmals Abschiedsworte und Umarmungen, dann zogen wir im Scheinwerferlicht des Autos meines Vaters mit unseren Rucksäcken wieder unseres Weges. Die Tränen standen uns Beiden in den Augen.
Am Morgen wachten wir beide mit Heimwehgefühlen auf; so ein Tag an dem man am liebsten im Bett bleiben würde – aber wenn wir Eines bereits gelernt haben auf unserer Reise, dann dass eine solche Reise es ein permanentes und oftmaliges Abschied nehmen bedeutet.
Also den Knoten im Hals hinuntergeschluckt, das Schiff klariert und wieder hinaus aufs Meer – neuen Abenteuern entgegen.
Und der Segeltag begann höchst versöhnlich. Mit reparierter Genua und neuen Batterien richteten wir den Bug nach Süden. Wind mit 7-10 Knoten von Nordost und mit 5 Knoten Fahrt ging es angenehm die korsische Küste entlang. Am Nachmittag schlief der Wind ein und wir wollten zunächst vor einem offenen Strand ankern. Als ich die Grib-files (Windvorhersage) kontrollierte und feststellte, dass für die Nacht Windstärken von 10-15 Knoten vorhergesagt waren, entschieden wir den Schutz der Marina Solenzara aufzusuchen. Wir nützen die Tankstelle bei der Einfahrt und füllten unseren Dieseltank und beendeten den Tag mit einem hervorragenden Festmahl, das Martina gezaubert hatte. Ein versöhnlicher Segeltag, der die Schmerzen in unser beider Herzen linderte.
Unsere ganze Familie hatte auf Korsika den gemeinsamen Sommerurlaub verbracht. 28 Personen – sogar Martinas Mama war da. Wir hatten Korsika als Destination für den diesjährigen Familienurlaub im Hinblick auf unsere Weltumsegelung ausgewählt, damit wir hier nochmals mit unseren Liebe zusammentreffend und auch am Familienurlaub teilnehmen können.
Es war eine wunderschöne Woche. Wenn man so ein Abenteuer unternimmt, dann spürt man eine Art Heimweh nach den lieben Personen, die man zurück lässt. Letztlich sind es wohl die Personen, die einem vertraut sind – Familie und Freunde - , die das zu Hause zum zu Hause machen. Wir durften also noch eine Woche „zu Hause“ erleben und wussten natürlich, dass der Abschied schwer fallen würde. Und so war es dann auch. Diesmal war es ein Abschied wohl auf ein Jahr – wann wir 2014 wieder in Österreich sein werden, das wissen wir noch nicht. Voraussichtlich im Juli zum 80. Geburtstag meiner und 75.Geburtstag von Martinas Mama.
Nach einem herrlichen Abendessen in großer Runde wurden wir mit unseren Habseligkeiten in der Nacht in die Marina gebracht. Nochmals Abschiedsworte und Umarmungen, dann zogen wir im Scheinwerferlicht des Autos meines Vaters mit unseren Rucksäcken wieder unseres Weges. Die Tränen standen uns Beiden in den Augen.
Am Morgen wachten wir beide mit Heimwehgefühlen auf; so ein Tag an dem man am liebsten im Bett bleiben würde – aber wenn wir Eines bereits gelernt haben auf unserer Reise, dann dass eine solche Reise es ein permanentes und oftmaliges Abschied nehmen bedeutet.
Also den Knoten im Hals hinuntergeschluckt, das Schiff klariert und wieder hinaus aufs Meer – neuen Abenteuern entgegen.
Und der Segeltag begann höchst versöhnlich. Mit reparierter Genua und neuen Batterien richteten wir den Bug nach Süden. Wind mit 7-10 Knoten von Nordost und mit 5 Knoten Fahrt ging es angenehm die korsische Küste entlang. Am Nachmittag schlief der Wind ein und wir wollten zunächst vor einem offenen Strand ankern. Als ich die Grib-files (Windvorhersage) kontrollierte und feststellte, dass für die Nacht Windstärken von 10-15 Knoten vorhergesagt waren, entschieden wir den Schutz der Marina Solenzara aufzusuchen. Wir nützen die Tankstelle bei der Einfahrt und füllten unseren Dieseltank und beendeten den Tag mit einem hervorragenden Festmahl, das Martina gezaubert hatte. Ein versöhnlicher Segeltag, der die Schmerzen in unser beider Herzen linderte.
Donnerstag, 29. August 2013
WIE DIE ZEIT VERGEHT
Ja, jetzt sind wir schon fast eine Woche auf Korsika, unser Schiff liegt in der Marina Taverna, und wir genießen die Großfamilie. Die Begrüßung nach über einem Monat war natürlich ein großes Hallo.
und danach fuhren wir ins 29km lange Asco Tal das am Fuße des 2.706m Hohen Monte Cinto liegt. Herrliche Felsformationen und romantische kleine Flüsse haben uns den ganzen Tag begleitet.
Herrlich für uns war auch, dass wir jetzt viele Ausflüge auf Korsika machen konnten, denn die Familie war ja mit 4 Autos hier. Der erste Erkundungsfahrt ging ins Landesinnere in den Ort Corte
| Zitadelle von Corte - militärische Festung |
| Genuesa Brücke über den kleinen Fluß Pinar |
Ein weiterer Ausflug führte uns ins Bergdorf Carcheto Brustico, vorbei an tausenden Maronibäumen spazierten wir zu einem Felsenbrunnen "Di I`Onda" und weiter zu dem 15m hohen Wasserfall "La Struccia"
Ja und jetzt sind wir wieder mit notwendigen Aufgaben für`s Schiff beschäftigt. Unsere Genua leidet eindeutig an Altersschwäche, das Segeltuch ist neben dem blauen Sonnenschutzstreifen auf ca 7m Länge brüchig geworden, die gesamte Naht des Achterliekstreckers löst sich auf , und so haben wir auf Korsika einen sehr netten Segelmacher gefunden der diese Arbeiten zu unserer vollsten Zufriedenheit in 2 Tagen erledigt hat. Wer immer einen Segelmacher auf Korsika braucht:
Wir sind mit Näharbeiten am Lazy bag, besorgen von 4 neuen Bordbatterien und einbauen, waschen und Lebensmittel bunkern beschäftigt, ja, denn am Freitag Abend heißt es wieder Abschied nehmen, mir graut schon jetzt vor diesem Moment.
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