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Sonntag, 23. Oktober 2016

MONT ROTUI

21.10.2016

Florian

Mont Rotui ist der heilige Berg von Moorea - also muss ich da natürlich rauf. Um 10:00 Uhr verabschiede ich mich mit dem Dingi und motore auf die andere Seite der Bucht. Nach einigem Durchfragen finde ich den Pfad. Er geht steil bergauf, über Felsen, rutschiges da bröseliges Erdreich und durch Gestrüpp. Es ist mühsam, aber ich kämpfe mich nach oben.

Auf diesem Grad führt der Pfad
Der Blick ist gewaltig.


Unser Ankerplatz.


Nach 1:13 Stunde stehe ich dann endlich am Gipfel und bin ziemlich fertig; Höhe 873 m.  Dafür werde ich mit einem fantastischen Ausblick entschädigt. Drum geht man ja auf einen Berg - um hinterschauen zu können.

Von links Opunohu Bay nach rechts Cooks Bay
Nach 10 Minuten Pause, 2/3 Wasserflasche und einem Müsliriegel (der im Mund irgendwie immer mehr wird und ich fast nicht schlucken kann - wer produziert so was??) steige ich wieder ab; Martina hat für 14 Uhr das Mittagessen angesetzt.

Beim Abstieg rutsche ich mehrfach auf dem Erdreich aus - ich bin in kürzester Zeit von Schweiß und Erde paniert. Bei einer kriminellen Passage verliere ich den Pfad und finde mich im Unterholz bzw. Gestrüpp wieder. Ich versuche mich durchzuschlagen, aber es ist sehr kräfteraubend und das Unterholz und so manche Dornen zerkratzen mir die Beine und Arme.

Da muss ich durch
Ich bin schon ein wenig verzweifelt und schicke ein Stoßgebet nach Oben. Als ich über einen großen Felsen klettere, finde ich dahinter - JUHUU - den Weg. So komme ich doch wieder gut nach unten. Mit halbstündiger Verspätung bin ich zurück bei der ESPERANZA. Hunger habe ich jetzt keinen - ich lege mich 1/2 Stunde hin, denn um 16:00 Uhr legen wir nach Huahine ab.

TÜRENPROBLEM: Andreas ich wechsle die Türe - und zwar immer (sonst funktioniert der Beweis ja nicht); (der Showmaster öffnet eine Türe - sie ist leer; soll man nun wechseln oder nicht- das ist die Problemstellung?). Daher: ich habe Türe 1 gewählt; du hast Türe 2 geöffnet - diese muss leer sein; und ich wechsle nun zu Türe 3 und behaupte dadurch eine 66 % Chance auf das Auto zu haben. Ergebnis? Und auf zur nächsten Runde!

Samstag, 22. Oktober 2016

AUF NACH HUAHINE

Martina

Mit einem Tag Verspätung hat der Wind heute Nacht mit gemütlichen 10 Knoten zu blasen begonnen. Somit steht einer Weiterfahrt heute Abend nichts weiter im Wege. Vor uns liegen ca.80 Seemeilen bis Huahine und die sind am besten mit einer Nachtfahrt zu bewältigen. Wir werden also zwischen 16 und 17 h Anker auf gehen und dann sollten wir gemütlich morgen Vormittag ankommen.

Somit bleibt am Vormittag noch genug Zeit, um Muscheln und Schnecken suchen zu gehen. Gemeinsam mit Dagmar von der SY Cinderella schnorcheln wir zum Außenriff. Ich finde doch tatsächlich einige nette Exemplare die noch gesäubert werden müssen, und dann werde ich sie euch zeigen.





 Ach ja, seit Tahiti haben wir ein Haustier, eine nette kleine Krabbe am Ruder. Bin schon gespannt ob sie mit uns nach Huahine will.


Florian musste am Vormittag noch unbedingt auf den 899 m hohen heiligen Berg Mooreas Mont Rotui. Er kam mit zerkratzten Beinen und völlig fertig um 14:30 Uhr am Schiff an. Jetzt schläft er und dann gehts auch schon los.

p.s.: Kommentar lesen!  Los gehts mit den Türen. Ich wähle Tür 1.

Freitag, 21. Oktober 2016

WIEDERHOLUNGSTÄTER

Martina

Wir haben uns noch gestern am Nachmittag an die Nordseite von Moorea verlegt, da wir von hier einen besseren Start nach Huahine haben. Ja, unser Plan auf die Australs zu segeln geht wegen der momentanen Windverhältnisse nicht. Und wir wollen auch nicht ewig herumwarten, sondern neues entdecken.
Unser Ankerplatz bei den versenkten Tikis bringt uns gerade einmal 1 m Wassertiefe unter dem Kiel. Macht mich etwas unruhig, aber die erste Nacht war gut.


Nachdem wir nun unweit des uns schon bekannten Rochen- und Haitauchplatzes sind, statten wir den "Fischerln" wieder einen Besuch ab.


Wir erfreuen uns an dem Unterwasserleben und entdecken leider auch einige Haie mit Verletzungen. Einer mit einem Köder-, der andere mit einem Angelhaken und 3 Meter Angelschnur im Maul, und ein weiterer mit einer 10 cm langen Schnittwunde am Kopf.






Mittwoch, 19. Oktober 2016

ALLES BIO

11.10.2016

Florian

Wir sind heute auf die andere Seite der Lagune getuckert. Tahiti bildet den Hintergrund.



Es sind zwar nur 2 Seemeilen doch nun liegen wir vor dem Sofitel Resort - die haben sich auch keinen ganz schlechten Platz ausgesucht, um ihre Gäste zu verwöhnen. Nur die Inselstraße gleich hinter der Anlage ist störend. Beim Laufen bin ich durch den Hintereingang und durch die Anlage gelaufen - scheint nicht viel los zu sein und die goldenen Zeiten hat das Resort wohl auch bereits hinter sich. Aber womöglich bin ich ja bereits zu sehr verwöhnt von schönen Landschaften.


Im Wasser schwimmen täglich Pflanzen, die vom Riff abgerissen werden. Sie sehen aus wie Bockerl und sind auch so groß und eignen sich wunderbar zum Unterwasserschiff putzen, das sie eine harte Oberfläche haben - also eine BIO Reinigung für unser Unterwasserschiff.


Ich habe natürlich ganz vergessen meine  neue Ukulele vorzustellen. Meine alte habe ich beim Heimaturlaub an meinen Bruder abgetreten. Die neue habe ich nun schon ein wenig versierter gesucht und schließlich bei einem fast blinden Straßenhändler gefunden. Sie ist eine beidhändige Ukulele - jedenfalls konnte der Straßenhändler - ein begnadeter Ukulelist - sie sowohl rechts als auch links spielen. Sie klingt hervorragend war aber auch doppelt so teuer wie die alte.


p.s.: gerade habe ich Nachricht von unserem Freund Dieter Burkhalter aus Grenada erhalten. Sabrina Francis ist mit ihrer Band (unter der Leitung von Dieter - dem Miteigentümer der Le Phare Bleu Marina und Resorts http://www.lepharebleu.com/de/) auf Tournee in der Schweiz - wer Gelegenheit hat unbedingt ansehen!!!

Hier die Tourdaten: www.sabrinafrancis.com

Dienstag, 18. Oktober 2016

MOPEDAUSFLUG

Martina

Der Wind ist im Moment komplett eingeschlafen. Es gibt auch die nächsten Tage kein Weiterkommen unter Segel. Eine gute Möglichkeit Moorea zu erkunden, denn im Juli haben wir mit Nancy nur einen sehr kleinen Teil der Insel kennen gelernt.
Wir fahren mit unserem Dingi in die kleine Marina Vaiare und spazieren zum Anleger von “Point Airau“. Das ist der große Fähranleger für die stark frequentierte Strecke zwischen Papeete und Moorea.
Gemeinsam mit der Mannschaft von der SY Cinderella mieten wir drei Mopeds und starten unsere Rundfahrt im Uhrzeigersinn.



Zuerst fahren wir zu dem kleinen Ort Afareaitu, von dem man dann in 30 Minuten zu einem Wasserfall spaziert. Auch dieses Mal erfreuen wir uns an dem kühlen Süßwasser und ich wasche mir unter fließendem Wasser meine Haare.


Erfrischt und sauber schlendern wir den netten Weg durch den tropischen Wald zurück, und kommen an einem lieblichen und gepflegtem Garten vorbei.
Eine Frau sitzt an ihrem Freiluftofen und beginnt gerade ein Feuer zu entfachen und der Herr des Hauses fragt uns, ob wir uns seinen Garten anschauen wollen.



Stolz zeigt er uns viele seiner Obst- und Gemüsepflanzen und wir entdecken viel Neues. Sie haben auch einen Versuch mit hängenden Tomaten in einem Bambusrohr gestartet.


Das klingt jedenfalls sehr interessant und ich werde das im Hinterkopf behalten und den Versuch dann auch in Österreich starten.
Sie erklären uns Kräuter, die sie bei Verletzungen, ganz klein geschnitten, als Verband auf die verletzte Stelle legen und der Schmerz am nächsten Tag angeblich weg ist. Im Wald hinter seinem Haus wachsen die Vanilleschoten auf den Bäumen. Wenn er eine Blüte entdeckt, geht er mit dem Pinsel und bestäubt sie.


Zum Abschluss schenken sie uns noch einen riesigen Kürbis und etliche Bananen. Wir durften echte, französisch- polynesische Freundlichkeit erleben, vielen Dank!
Moorea hat eine Küstenstraße von ca. 65 Kilometern. Die Gärten, Häuser und Straßen verleihen einen wunderbar gepflegten Eindruck. Eine Insel, auf der wir uns sofort wohl fühlen. Der Abschluss unserer Tagestour führt uns wieder aufs “Belvedere“ mit seinem umwerfenden Überblick auf die Opunohu- und die Cooks Bay.



Der letzte Stopp ist beim Denkmal von James Cook, eine Weltkugel mit den eingravierten Strecken von 3 Weltumsegelungen, aber noch ohne Panamakanal, also 3 x Kap Horn! Beachtlich!!!


p.s.: Da noch immer viele unserer fleißigen Leser das Ergebnis unseres Türenproblems nicht glauben können, hat unser lieber Blogbegleiter Andreas aus Deutschland eine Testreihe vorgeschlagen, um den Beweis zu erbringen, dass das Wechseln der Türe zu 66 % Erfolg führt. Die nächsten Monate wird uns diese Testserie begleiten - Kommentar zum Blog lesen! Es wird spannend!!

PIZZASERVICE

Florian

Übrigens war meine Zeit 4:54 min über 1500 m; nicht berauschend, aber für einen Segler o.k.; und zu den weiteren Meetings bin ich auch gleich eingeladen worden.

Von Samstag auf Sonntag war ein riesiger (fast) Vollmond. Wir sehen ja nun wunderschön von Moorea hinüber auf das nächtliche Tahiti, neben dem der Mond aufgeht.


Es sind intensive Diskussionen darüber entstanden, ob der Mond nun als leere Schale beginnt und sich bis zum Vollmond auffüllt und anschließend wieder nach unten "ausrinnt", sodass er vor Neumond ein rundes Dach bildet. Wir werden das beobachten und berichten. Jedenfalls "liegt" unser Mond; es sei denn es ist Vollmond wie gestern.


Heute Sonntag gehen Martina und ich schnorcheln. Martina beginnt ihre Karriere als berühmte Schnecken- und Muschelforscherin - und wir finden auch einige schöne Exemplare, obwohl die Unterwasserwelt hier nicht sehr berauschend ist.




Am Abend betätigt sich Martina als Pizzabäckerin und es gibt ein Pizzalieferservice auf die CINDERELLA, wo wir den Abend mit einer Partie "Dixit" (wer´s nicht kennt, googeln und probieren - sehr lustig) ausklingen lassen. Ein gemütlicher Sonntag


Sonntag, 16. Oktober 2016

NACHTFAHRT

Florian

Um 5:30 Uhr ist Tagwache, da ich noch Baguettes kaufe und vor allem mein Wellenreitbrett von Poline hole, doch dann ist Klar Schiff" und es geht Anker auf. Zunächst wollen wir mit der CINDERELLA in einer Nebenbucht Wale schauen, doch außer eine große Schule Delphine lässt sich nichts blicken. Mangels Wind motoren wir also Richtung Ostküste Moorea. Auf einmal sichte ich vor uns die Fontäne eines Wals und dann auch noch eine mächtige Schwanzflosse. Martina zischt mit der Kamera aufs Vordeck und wir nähern uns vorsichtig.


Zwei Buckelwale spielen im Wasser und klatschen immer wieder mit der Schwanzflosse aufs Wasser. Einer springt sogar als ganzes aus dem Wasser und klatscht mächtig wieder hinein. Ich glaube sie versuchen dadurch Parasiten an ihrer Haut loszuwerden. Jedenfalls bietet sich uns ein tolles Schauspiel.


Dann sind sie wieder weg und wir motoren weiter in die Baie d´Aferiaitu. Wir wollen bis Nachmittag warten und dann über Nacht 90 sm nach Huahine segeln. Wenn der Wind uns nicht auf die Australs lässt, dann schauen wir uns eben die Gesellschaftsinseln weiter an.


Leider finden wir keinen Ankerplatz in dieser Bucht und so motoren wir noch eine Bucht weiter in die Baie de Vaiere. Diese ist durch ein breites Außenriff geschützt hinter dem wir vor Anker gehen.


Nach einem ausgiebigen Mittagsschläfchen konsultieren wir das Wetter. Leider gibt es keinen Wind und so werden wir noch einige Tage hier auf Moorea verbringen.

Mittwoch, 20. Juli 2016

SHRIMPS;SHARKS AND STINGRAYS

Nancy

We awake to a gentle breeze on a calm  morning  in Opunohu Bay that raises the hopes for a new mooring near the lagoon with the stingrays and sharks.   After another gourmet breakfast on board, Florian and I go off in search of fresh shrimp at the farm we passed on our hike yesterday.   We arrive just as they are harvesting shrimp from the pond with 6 month old shrimp. 


The 7-inch shrimp seem to know what is ahead for them and they jump more than a foot above the surface of the water to escape the nets.  The shrimp are transferred to two large basket that are carried  in a wheelbarrow to roadside market. We are allowed to make our purchase from catch for the week – 350 kilos. The price was $2600 PF ($26 USD) per kilo. 


One kilo is enough for the three of us and off we go, back to the boat with our treasure.
We start up the engines and motor out of the protection of the bay and explore the possible moorings on the north shores of Moorea. 


As we near the little town of Papetoai, the wind picks up and we find a nice anchor just off the pier, with a nice view of the church of the London Missionary Society ( LMS) – advertised as the oldest European building in French Polynesia.  Next to the church is a welcome sight  - internet and cell phone towers.   Two signs of civilization standing next to each other – the old and the new.  Into the dinghy we go again, in search of the internet, bread, and fresh fruit to go with our shrimp. 



We arrive at the post office, from where the internet is controlled, just before they close for lunch at noon, and enjoy some time catching up on emails and posting pictures.  It is good to be connected again for a moment to family and friends.   By the time we finish, there is only one store left open for provisions, and there is no bread left.  No matter – we meet a young woman who takes us to her home to see her family pearls and to find fresh fruit.   Her pearls are nice, but we are confused by her pricing.   The pearls are a big business in Tahiti but a price of $3000 USD for a 16-18 inch necklace seems much too high! 



We will do some more research before we consider to buy.
So we take off for the next adventure of the day – to swim with the sharks, stingrays, and see the underwater tikis, thrown into the sea by the LMS missionaries.  I never thought I could be so relaxed swimming with these animals, but they are so graceful as they float by, completely unperturbed by our presence, that I have no fear.  The time goes by too quickly, and I am still chasing after the stingrays when Florian motions to me that it is time to move on.   We board the dinghy again and fight the wind and waves back towards the tikis, where we marvel at the well preserved stones – each piece larger than a man even the size of Florian.  Martina even sees an eagle ray!




As we climb back into the dinghy, the sun is getting lower on the horizon.  On board the Esperanza, I have to develop a fast technique to clean all the shrimp before the sun sets, and we enjoy our shrimp feast and toast another day in Paradise.  


Sharing the many great pictures and movies of our underwater adventures, we agree, the Go-Pro takes the best movies, but Martina has the best picture of all with her eagle ray.  We are all very happy and tired as we retire to sleep to the sound of the surf on the reef and gentle rocking of the boat under a clear sky and full moon.