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Sonntag, 19. Mai 2019

KIATO - ITEA/DELPHI

17./18.05.2019

Florian

Heute gehen wir´s gemütlich an, starten den Tag mit einem kleinen Morgenlauf und legen erst gegen 9 Uhr ab. Es ist zumeist windstill und wir motoren den größten Teil der Strecke bis Itea. Itea liegt in einer großen Bucht an der Nordseite des Golf von Korinth und ist quasi der Hafen für Delphi.


Hafen von Itea

Itea selbst ist unspektakulär, eine Bergbaustadt, aber wir mieten ein Auto und fahren hinauf nach Delphi. Das Panorama ist prächtig und Delphi liegt begnadet schön an schroffen Berghängen über einer Ebene, die die größte Olivenplantage Griechenlands bedeckt.


Mietauto mit Reiseführer Bernd

Ebene von Itea mit riesigen Olivenplantagen

Die moderne Stadt Delphi ist ein Touristenmekka. Jedes zweite Gebäude ist ein Hotel oder ein Restaurant. Hier muss es sich im Sommer unglaublich abspielen.


Das moderne Delphi - Touristenort

Wir besuchen das Heiligtum der Athina Pronaia, bevor wir ein hevorragendes Abendessen mit prachtvoller Aussicht genießen.


Delphi - traumhafte Lage am Berghang

Das Heiligtum der Athina Pronaia


Am Samstag gehts gleich wieder hinauf, den Rest des antiken Delphi besichtigen. Heute ist Weltmuseumstag - alle Museen und historischen Stätten Griechenlands sind bei freiem Eintritt zu besichtigen - sehr nett. Wir spazieren vorbei am Nabel der Welt und dem Apollontempel, der das Orakel von Delphi beherbergt hat.


Der Nabel der Welt - hier war einmal das Zentrum der Welt

Apollontempel mit dem Orakel

Apollontempel

Darüber am Hang liegt das Amphietheater und darüber das Stadion, in dem die pythischen Spiele abgehalten wurden. Diese waren nach den olympischen Spielen die wichtigste Sportveranstaltung im antiken Griechenland. Körper und Geist wurden im antiken Griechenland offensichtlich sehr gefördert.



Das Amphietheater

Das Stadion - da juckts mich gleich in den Beinen


Schließlich besuchen wir natürlich auch noch das Museum von Delphi mit seinen prächtigen Statuen.





Der Wagenlenker


Anschließend erkunden wir noch die Bergwelt um Delphi und "stolpern" über das Schigebiet Parnass, das von einer etwa 1000 m hohen Hochebene hinauf auf etwa 2500 m führt. Die Schisaison hier dauert drei Monate von Dezember bis Februar und angeblich gibt´s immer genug Schnee. Schifahren in Griechenland - witzig!


Hinauf, hinauf!!

Hochebene, dahinter der Parnass mit Schigebiet

Schilifte - Made in Austria

Samstag, 24. Januar 2015

SAVOIR VIVRE

Florian

In der Früh bin ich gleich um Stangenbrot (Bernhard Bartholmes nennt es doch tatsächlich so in seinem Karibikführer) gelaufen; damit waren die morgendlichen 5 km absolviert. Danach 10 Minuten Schwimmen, um mein Kreuz freundschaftlich zu stimmen. Anschließend gutes Frühstück (Banane und Schinken/Käse-Baguette mit weichem Ei).

Danach kurz - zu Verdauungszwecken - Internetzen und schließlich mit Fahrrad und Laufschuh zum höchsten Punkt der Insel (Le Chameau, 309m) - fantastischer Ausblick über Les Saintes.





Und schließlich zum Abkühlen weiteres Rumpfabschrubben.



Danach klingt der Tag mit intellektuellem Essen aus. Thema unseres heutigen Abendessens: "Gummiadler"
Das Hendl, das wir in Guadeloupe gekauft haben war bester Hartgummi. So etwas habe ich noch nie gegessen. Ich war der Meinung, dass ein Hendl niemals zäh sein kann - massiv gefehlt und wieder dazugelernt. Die Erörterung des Problems hinterlässt bei mir folgenden Lernerfolg: österreichische Hendln sind Hühner und Hähne gleichermaßen. Ein Suppenhendl - so etwas haben wir offensichtlich gekauft - ist ein weibliches - daher eierlegendes - Huhn. Sobald dieses keine Eier mehr legt, wird es zum Suppenhuhn (und nur dazu sollte es verwendet werden, denn essen kann man diesen Gummiadler nicht). Unsere Grillhendln wiederum sind tatsächlich Hähne (unsere deutschen Nachbarn nennen sie auch korrekt Grillhähnchen). Irgendwo müssen ja die 49% männliche Hendlbevölkerung enden.. Also zum Verzehr sind nur (männliche) Hähne geeignet, die sind vom Eierlegen noch nicht so ausgezehrt und haben daher ein zartes Fleisch.

So viel intellektuelle Fortbildung macht natürlich müde und daher geht´s - mit der Tante Jolesch - früh ins Bett.

Freitag, 23. Januar 2015

ES WACKELT

Martina

Die alte Geschichte, mir ist schon wieder schlecht. Schuld daran ist, dass wir an einer Boje gleich neben der Wasserstrasse für alle Fähren hängen.


Schon beim ersten Augenaufschlag fühle ich ein verstärktes Unbehagen in der Magengegend. Möglicherweise ist auch das eine oder andere Bier auf der Voodoochile schuld. Egal, wie auch immer, ich möchte hier weg, auf einen ruhigeren Ankerplatz. Wieder einmal stellen wir fest, dass wir nicht gerne an einer Boje hängen, denn irgendwann in der Nacht kommt immer der Moment wo die Boje gegen den Rupf schlägt, und dann ist es vorbei mit Schlafen.

Wir fahren eine Bucht weiter in die Anse á Cointe, hier gibt es keine Bojenpflicht. Schon bei der Zufahrt zur Ankerbucht sind wir von der Schönheit fasziniert, schöner kann man es nicht haben.


Jetzt lasse ich die Photos von meiner neuen Kamera sprechen, denn ich könnte diese Kulisse nicht in Worte fassen, die dieser Schönheit genüge tun!








Zum Tagesabschluss gibts dann noch ein herrliches Steak in unserem Cobb Bordgriller, Herz was willst du mehr!




Donnerstag, 22. Januar 2015

ALTE BEKANNTE

Florian

Am letzten Morgen in Pointe a Pitre war ich noch Stangenbrot kaufen (ja so wird Baguette doch tatsächlich in unserem Reiseführer bezeichnet) und unser neues Bimini samt Sprayhood bezahlen. EUR 580,00 waren ein guter Preis und es passt jetzt auch alles.
Für die 42 Tage in der Marina haben wir EUR 470,00 bezahlt; auch das war für die Hochsaison tadellos. Ich habe die Schraube unserer ESPERANZA im Schmutzwasser der Marina noch notdürftig gereinigt; sie war auf Grund des nahrhaften Ambientes hier (vom Geruch des Wassers haben wir ja bereits berichtet) vollkommen zugewachsen.


Um 10:00 Uhr hieß es endlich "Leinen los" (die waren natürlich ebenso veralgt wie unser Rumpf) und hinaus.


10-15 Knoten erwarteten uns draußen am Meer. Unter voller Besegelung rauschten wir Kurs 187° Richtung Iles des Saintes.


Durch den starken Bewuchs wurden wir ordentlich gebremst, aber um 15:30 Uhr öffnete sich vor uns die Einfahrt in die Bucht von Bourg des Saintes. Viele Segler, zwei kleine Kreuzfahrtschiffe und permanenter Fährverkehr erwartete uns. Die Iles des Saintes (Inseln der Heiligen) werden von vielen als die schönste Inselgruppe in der Karibik bezeichnet - das hat sich offenbar herumgesprochen.


Bei der Annäherung an das Bojenfeld sticht mir eine dunkelrote Stahlketsch unter österreichischer Flagge ins Auge - die VOODOOCHILE von Peer und Uli!! Wir haben sie zuletzt auf den Kap Verden gesehen und am ersten Tag unserer Atlantiküberquerung wurden wir von Peer mit: "Wie geht´s euch Kinder" angefunkt. Also hin mit uns und schon begrüßt er uns mit einem freudigen: "Grüß euch Kinder" (es ist doch schön, wenn man altersmäßig wieder einmal einige Jahrzehnte zurückbefördert wird).


Wir machen an einer der vielen Bojen (EUR 9,00 pro Nacht) fest; zum Ankern ist hier kein Platz. Nachdem wir die ESPERANZA klariert haben, gehen wir an Land und genießen den netten Ort Bourg des Saintes (bretonische Nachfahren), der allerdings touristisch ordentlich aufgemascherlt ist. Die Bordküche bleibt heute kalt; nach einer guten Pizza an Land geht´s zur Voodoochile, um das letzte Jahr erzähltechnisch aufzuarbeiten. Es wird ein besonders netter Abend - es geht uns gut!!