Sonntag, 19. November 2017

MATAMATA

18.11.2017

Martina

Vielen Empfehlungen diversester Segler und Neuseelandreisender sind wir gefolgt und so begeben wir uns nach Matamata. Dieses Nest kennen nur eingefleischte Hobbits- und Herr der Ringe Fans. Nachdem wir das nicht sind, kannten wir diesen Ort natürlich auch nicht. Auf Anraten des Reiseführers buchen wir eine Movie Set Tour übers Internet, damit wir uns einen Besichtigungsplatz sichern.

Unsere Segelfreunde Rob und Caroline stellen uns ihr Auto zu Verfügung, und so erreichen wir Matamata nach einer einstündigen Fahrt durch verspieltes, saftiges und sanft hügeliges Grasland.

Schon bei der Anfahrt zum Parkplatz ist die gigantische Besucherzahl dieses Hobbit Drehplatzes zu erahnen. Ein Besucherzentrum und unzählige grüne Autobusse stehen für die 2 stündige Tour durch Hobbiton zu Verfügung. Im 5 Minutentakt steigen 40 Menschen in den Bus und kommen 2 Stunden später strahlend wieder zurück.
Wir steigen um 1:10 Uhr in den Bus und sind 10 Minuten später am Drehort der 1. Szene des ersten Teiles und der letzten Szene des 3.Teiles der Hobbit Trilogie.
Florian stand diesem Ausflug vor Beginn etwas misstrauisch gegenüber, aber schon beim ersten Anblick dieses Drehortes ist auch er begeistert.


Selbst wenn man keinen dieser Filme gesehen hat, ist man sofort verzaubert. Das Zwergenland mit seinen kleinen bunten, mit Gras bedeckten Dächern zieht alle in seinen Bann. Niemand kann sich an dieser Märchenwelt satt sehen. Die Photoapparate laufen heiß und unsere Ohren lauschen aufmerksam den Geschichten manch einer Drehszene.

Zum Beispiel gibt es einen künstlichen Baum, der mit tausenden in Taiwan hergestellten Blättern bestückt wurde. Als alles fertig war, kam der Regisseur Sir Peter Jackson an den Drehort, betrachtete den Baum und meinte: "All good, but the color of the leavs are not good enough!" Alle Blätter wurden wieder abgebaut, die Farbe verbessert und dann wieder auf den Ästen angebracht.

künstlicher Baum
Dies alles für eine Szene die gerade einmal 30 Sekunden zu sehen ist. Weiters gab es einen Schwenk über das Hobbitgelände in dem Wäsche auf Wäscheleinen zu sehen sind. Nachdem die Hobbits angeblich sehr oft Wäsche waschen, mussten Pfade zu den Wäscheleinen entstehen. Dies musste natürlich aussehen, und so wurden Studenten engagiert die Tagelang einen vorgegebene Pfad spazierten, bis Sir Peter Jacksen mit dem Anblick zufrieden war.



Auf dem 505 Hektar großen Gelände der Alexander Farm, wurde im März 1999 mit den gewaltigen Umbauarbeiten für Herr der Ringe begonnen. 1,5 km Strassen wurden vom Neuseeländischen Militär errichtet. Die Dreharbeiten begannen 8 Monate später und wurden in nur 3 Monaten abgeschlossen. Die Kulissen wurden laut Vertrag anschließen wieder abgebaut.

Martin Freeman alias "Bilbo Beutlin"



Das Bilbo Beutlin Hauss

2009 wurde die Kulisse für die 3 teilige Hobbitverfilmung wieder aufgebaut. Diesmal aber in massiver Bauweise die 2 Jahre andauerten, um die Filmkulisse anschließend als Touristenattraktion nützen zu können. Auch dieses Mal war Sir Peter Jackson sehr penibel, denn nachdem Hobbits eigentlich 60 Jahre vor Herr der Ringe spielt, mussten die Bäume kleiner sein. Die Bäume wurden zurecht geschnitten und mit künstlichen kleineren Blättern und Äpfeln versehen.




Es waren bis zu 400 Menschen am Drehort beschäftigt und die gesamte Region profitiert heute von dieser Einrichtung.
Egal ob Hobbitfan oder nicht, es ist ein wunderschönes Plätzchen auf der Erde!!!


Am Rückweg zu unseren Freunden in Tauranga bleiben wir noch bei den Mc Laren Falls stehen. Ein weiterer Wasserfall, aber auch dieser hat seine Reize.