Montag, 19. Februar 2018

EDEN

19.2.2018

Martina

Wir erreichen Eden am frühen Nachmittag. Die Norwegien Juwel ankert in der Mitte der großen offenen Bucht von Eden und wir werden mittels Tenderbooten an Land gebracht.


Im Ankerfeld vor dem Fischerort Eden liegt die SY Time Bandit mit Anne und Steward an Bord, Segelfreunde, die wir zuletzt in Neu Kaledonien gesehen haben. Sie liegen bereits zwei Wochen vor Anker hier und warten auf ein passendes Wetterfenster, um nach Tasmanien zu segeln.


Gemeinsam spazieren wir durch den Ort und besuchen eine kleine katholische Kirche. 1867 gründete Mary McKillop einen Orden, der sich um die Schulbildung der armen Kinder kümmerte.
Am 17.Oktober 2010 wurde sie von Papst Benedikt XVI. Heilig gesprochen.



Das Killerwalmuseum lassen wir aus und begeben uns mit Stewart und Anne auf ihr Segelschiff. Mit dem Dingi geht´s zur Time Bandit und wir tauschen die Erfahrungen der letzten Monate aus. Der angesagte Regen legt sich über die gesamte Ankerbucht und so kommen wir patschnass zu unserem Tenderboot zurück.


Heute genießen wir noch den letzten Tag unserer Kreuzfahrt. Morgen gehts weiter mit einem Camper.

Sonntag, 18. Februar 2018

TASSIE

16./17.02.2018

Florian

Tassie ist nicht das Seeungeheuer in Schottland, sonder der liebevolle australische Spitzname für Tasmanien, den 5. Bundesstaat Australiens - und wir sind auf dem Weg dorthin.

Martinas Seekrankheit hat sich danke Scopoderm verflüchtigt und das Meer ist auch ruhiger geworden. Wir lernen den österreichischen  Hoteldirektor der NORWEGIAN JEWEL, Claus Pascher, bei einer Fragestunde mit den leitenden Offizieren kennen. Dabei erfahren wir faszinierende Details über das Schiff: knapp 100.000 PS werden aus 5 MAN Generatoren erzeugt, die unter anderem beide Antriebselektromotoren mit in Summe 53.000 PS antreiben. Das Schiff hat kein Ruder, denn die beiden Antriebseinheiten mit den Elektromotoren (Azipoden) sind 360° schwenkbar und steuern dadurch das Schiff (neben 3 Bugstrahlrudern mit je. ca. 3260 PS). Das ganze verbraucht ca. 90 Liter Diesel - in der Minute(!). Den Tank der ESPERANZA könnten wir damit in 3 Sekunden volltanken. Die NORWEGIAN JEWEL verbraucht pro Tag ca. 260.000 Liter Diesel und kommt damit ca. 500 Seemeilen weit; die ESPERANZA könnte damit ca. 6000 Tage unter Motor fahren und käme damit etwa 30.000 Seemeilen weit - also leicht einmal um die Erde.


Wir kommen gut in der Hauptstadt von Tassie, in Hobart an. Damit haben wir alle 5 Bundesstaaten (Queensland, Western Australia, South Australia, New South Wales, Tasmanien) und 2 Territorien (Northern Territory, Canberra) von Australien betreten. Tasmanien ist ca. 68.000 km² groß und hat etwa eine halbe Million Einwohner, davon rund 200.000 in Hobart. Man steigt sich hier nicht auf die Zehen.

Hobart


Im Museum finden wir einen der letzten Tasmanischen Wölfe (Beutelwolf); ausgestopft - denn sie sind mittlerweile ausgerottet worden.

Tasmanian Wolf
Auch einen Tasmanian Devil (Beutelteufel) gibts - natürlich ebenfalls ausgestopft, aber die existieren auch noch, sind aber auch stark vom Aussterben bedroht.

Tasmanien Devil
Spannend ist auch die Antarktisausstellung - man merkt (nicht nur durch die kühlen Temperaturen), das sie nicht mehr weit ist.

Die Antarktis - natürlich aus Eis
Hobart selbst ist eine gepflegte Hafenstadt mit skandinavischem Flair; irgendwie heimelig.



Parlamet von Tasmanien

Wir treffen auch nochmals kurz unsere österreichischen Freunde Kathi und Wolfi von der PLASTIK PLANKTON. Das nächste Mal sollten wir einander 2019 in der Adria sehen, dann haben wir Afrika durch das Rote Meer und sie über das Kap der Guten Hoffnung umrundet. Der Abschied ist kurz und herzlich - wir wissen, dass wir beide noch viel vor uns haben.

Donnerstag, 15. Februar 2018

NORWEGIAN JUWEL

13.2./15.2.2018

Martina

Wir sind sooooooooooo faul und genießen, dass wir die ersten beiden Städte unserer Kreuzfahrt schon kennen. In Melbourne und Adelade gehen wir nicht von Bord sondern erkunden das Schiff.

Melbourne
Adelade
Nachdem die meisten Passagiere das Schiff für einen Stadtbesuch verlassen, erfreuen wir uns an einem leeren Schiff.




Es stehen uns unzählige Sonnenliegen zur Verfügung und auch die einzelnen Bars und Restaurants können wir wann immer wir wollen besuchen und erhalten einen Fensterplatz.



Bei der Überfahrt von Melbourne nach Adelade hatten wir einen sehr unangenehmen Schwell und mir war natürlich gleich wieder schlecht. Hab dann sofort ein Seekrankheits-Pflaster (Scopoderm) hinters Ohr geklebt, und so konnte ich den zweiten Teil des Tages dann doch wieder genießen.

Am Valentinstag wurde die Norwegian Juwel mit roten Herzen dekoriert, und Florian hat mich mit einer roten Rose überrascht.


Heute sind wir in der Früh auf Kangaroo Island angekommen, es ist die drittgrößte Insel von Australien. Der Kreuzfahrer liegt weiter draußen vor Anker und wir werden mit den Tenderbooten an Land gebracht.



Wir werden in dem kleinen Örtchen Penneshaw ausgespuckt und die Einheimischen haben hier einen kleinen Jahrmarkt aufgebaut.




Sonst gibt es in Gehdistanz nichts zu sehen. Ausflug haben wir keinen gebucht und Mietautos sind leider alle vergeben.

Somit machen wir nur einen kleinen Spaziergang und kehren wieder an Bord zurück.

Kormorane



Heute am Abend fahren wir weiter nach Tasmanien, dort kommen wir dann übermorgen an, also ein weiterer Tag auf See für uns.

Montag, 12. Februar 2018

TRAININGSLAGER

10./11.02.2018

Florian

In etwa fünf Wochen werden wir unsere ESPERANZA wieder zurück ins Wasser kranen und unsere Reise fortsetzen. Wir nehmen uns daher Zeit für ein Trainingslager, um uns auf unsere weiteres Abenteuer auf dem Meer vorzubereiten.

Auf der MS NORWEGIAN JEWEL finden wir perfekte Voraussetzungen, um uns wieder in "Schiffsmodus" zu bringen. 10 Tage werden wir das südliche Australien abfahren und auch in Tasmanien anlegen, dann hätten wir alle Bundesstaaten Australiens besucht.

unser "Trainingsgelände"
Ich setze Martina am Kreuzfahrtanleger unmittelbar neben der Sydney Harbour Bridge und gegenüber der Oper ab und bringe unser Maui Motorhome zurück. Es hat uns gute Dienste erwiesen; 3.190 km haben wir damit zurückgelegt.

Zurück am Kreuzfahrer lasse ich mir die Gelegenheit nicht nehmen und gehe am Ufer des Sydney Harbours laufen. Zwar ist es nicht ganz einfach nach dem einchecken gleich wieder das Schiff zu verlassen und man meint, es gäbe eh ein Laufband an Bord, aber das ist dann doch nicht dasselbe. Es ist schon beeindruckend die Hafenpromende abzulaufen. Wir treffen auch noch kurz Kathi und Wolfi von der PLASTIK PLANKTON, die auch gerade in Sydney sind - ein sehr nettes Wiedersehen.


Dann aber gehts los und die NORWEGIAN JEWEL bahnt sich ihren Weg aus dem Hafen von Sydney aufs offene Meer.


Ich nehme das Trainingslager natürlich besonders ernst ernst und gehe mit Sorgfalt an die Arbeit, zunächst sämtliche Restaurants an Bord durchzuprobieren.

Wieder an das offene Meer gewöhnen
Erster Stop: Melbourne.


Das kennen wir schon und bleiben daher an Bord, schauen lieber Olympische Winterspiele und genießen unser luxuriöses Trainingslager.

Samstag, 10. Februar 2018

SYDNEY OPERA

9.2.2018

Martina

Wir machen uns auf den Weg nach Sydney. Unser Campingplatz liegt etwas außerhalb der Stadt, Verkehr und Parkplätze in Down Town sind angeblich ein Graus, also fahren wir öffentlich.
In einem Seven Eleven Shop kaufen wir uns eine aufladbare Karte, die für sämtliche öffentliche Verkehrsmittel in Sydney gültig ist. 15 Minuten zu Fuß zur Bahnstation, und dann mit dem Zug in 20 Minuten direkt ins Zentrum.



Zuerst schauen wir uns den Botanischen Garten an. Hier stehen über 100 Jahre alte Gummibäume mit dicken Stämmen und Baumkronen, die nicht in unseren großen Garten in Österreich passen würden.



Der Spaziergang führt uns direkt zur Uferpromenade von Sydney Harbour mit der Oper und der Sydney Harbour Bridge.





Im Reiseführer lesen wir, dass man mit einer Führung das Government Building besichtigen kann. Wir melden uns für eine 45 minütige Tour an und bestaunen das gerade einmal 173 Jahre alte Gebäude von innen. Der Guide meint, dass wir in Österreich natürlich viel ältere Gebäude haben, aber für Australische Verhältnisse ist dieses auch schon alt.


Am Abend ziehen dicke schwarze Regenwolken über den Himmel und wir schaffen es gerade noch rechtzeitig zu unserem Camper. Jetzt heißt es zusammenpacken, denn morgen beginnt unsere zehntägige Geburtstagskreuzfahrt auf der Norwegian Jewel.

Donnerstag, 8. Februar 2018

AUF NACH SYDNEY

08.02.2018

Florian

Der Strand vor unserem Campingplatz ist gesperrt. Überall sind Portugiesische Galeeren angespült. Da sind  Quallen, die nesseln und angeblich sehr starke Schmerzen verursachen. Zum Glück hat mich gestern nach dem Laufen beim Baden keine erwischt.



Heute Morgen kreischen uns die Kakadus aus dem Schlaf und vollführen Kunstflugakrobatik vor unserem Wohnmobil.



Wir fahren von Coledale die Küste entlang


durch den Royal National Park


als vor uns ein eigenartiges Tier die Straße überquert - so eine Mischung Eidechse/Schlange - haben wir noch nie gesehen.



Dann macht sich die Nähe zu Sydney bemerkbar und wir stecken bald hervorragend im Stau. Vorbei gehts am Flughafen (bzw. eher unten durch).


Im Sheralee Tourist Caravan Park finden wir einen guten Platz (vorreservieren mussten wir, sonst hätten wir nichts bekommen).


Von hier aus können wir morgen mit öffentlichen Verkehrsmitteln Sydney erkunden.