Montag, 23. April 2018

NACHTSCHICHT

22./23.04.2018

Florian

Schleifen, Glasmatten Epoxieren, Schleifen, 4 x mit Epoxy versiegeln, 2 x Grundieren, Antifouling - so sieht mein Tag aus.


Das Blöde sind lediglich die Trocknungszeiten, sonst wäre ich schon längst fertig. In 15 Minuten bin ich mit einem Anstrich durch und dann muss ich 4 Stunden warten, bis ich die nächste Schicht verarbeiten kann. Natürlich arbeite ich mit allen Tricks und wärme das Epoxy mit dem Fön an, damit es schneller trocknet. Dennoch durfte ich letzte Nacht um Mitternacht aufstehen, um das Antifouling aufzutragen.


Heute Morgen ist der größte Teil fertig. Die ESPERANZA wird angehoben und die Lagerblöcke verschoben damit ich auch diese Bereiche reparieren kann. So gibt es heute Nacht also wieder eine Nachtschicht.


Ich nütze die Zeit in den Trocknungspausen allerdings und baue uns einen größeren Anschlagschutz aus Nirosta für den neuen Anker. Da dieser ein wenig kürzer ist, als der alte, hat er sich bislang in die Bordwand gebohrt. Damit ist jetzt Schluss.


Die Werft und die Marina sind bezahlt; der ganz Spaß hat umgerechnet etwa EUR 500,00 gekostet. Ein Blechschaden beim Auto ist da teurer - Glück gehabt! Wenn alles klappt, sollten wir morgen wieder schwimmen. Na hoffentlich....

Samstag, 21. April 2018

WILLKOMMEN IM CLUB

21.04.2017

Florian

Läuft man aufs Riff ist immer der Skipper schuld. Und ich habe mich natürlich vielfach gefragt wie das passieren konnte und was ich in Zukunft besser mache?
Meine Skipper-Schlüsse aus dem Malheur: Wir sind bislang nie in derart seichten Gewässern unterwegs gewesen (naja, vielleicht in den San Blas Inseln in Panama, aber das ist bekannter Maßen gefährliches Segelgebiet und jeder passt auf, wie ein Haftelmacher). Jedenfalls sind wir gewohnt zumindest 10 Meter Wasser unter dem Kiel zu haben. Steht eine Tiefenangabe wie etwa 3 Meter auf der Seekarte, ist das eine seichte Stelle, die wir meiden und dazwischen in den tieferen Bereichen fahren. Hier sind Tiefenangaben von 3 Metern oftmals die tiefen Stellen, also werde ich in Zukunft zu diesen Stellen hinfahren, denn dazwischen ist es seichter.

Meine australischen Segelfreunde meinen allerdings, ich befinde mich in guter Gesellschaft und nunmehr im exklusiven Club der "Riff-Küsser"; James Cook ist auch aufgelaufen. Ich kann in Zukunft allerdings gerne darauf verzichten.

Die Arbeiten gehen voran. Das "Verarzten" der beschädigten Stellen ist bis auf den Bereich, auf dem der Kiel steht, abgeschlossen und geschliffen.




Morgen wird mit 5 Epoxyanstrichen wasserdicht versiegelt, dann grundiert und Antifouling aufgetragen. Montag sollten die Lagerblöcke verstellt werden, dann kann ich diese Stellen machen und am Dienstag hoffe ich, dass wir zurück ins Wasser kommen - soweit der Plan; jetzt schauen wir, ob er hält. Und ich freue mich, bald aus meinem schönen Fukoshima-Anzug heraus zu kommen.


MACKAY MARINA

19.4./20.4.2018

Martina

Der Wind war gut, wenn auch wieder sehr achterlich, aber wir sind gut in der Marina Mackay angekommen. Noch bevor das Marinabüro in der Früh besetzt ist laufen wir um 7:30 Uhr ein und suchen uns einen Liegeplatz aus.


Leider teilen sie uns mit, dass heute keine Möglichkeit zum Kranen ist, aber gleich am nächsten Tag in der Früh kommen wir als erstes Schiff dran. Bei der Frage, wieviel Wasser wir in der Stunde ins Schiff bekommen, wird mir kurz übel - die sind hier scheinbar Ärgeres gewohnt. Unsere Esperanza hat einen so starken Kiel, dass wir von Wasser im Schiff weit entfernt sind, aber genau wissen wir es erst, wenn wir den Schaden morgen sehen.


Es ist schwierig sich zu entspannen, aber wir bemühen uns und gehen in der Marina essen und trinken ein, zwei Biere. Die Nacht ist gut und wir fahren mit unserer Esperanza um 7:30 Uhr in die Box für den Travelerlift.


Noch ist der Kran von einem großen Problemschiff besetzt.....


.... und wir müssen bis 11:00 Uhr warten, bis wir endlich in den Schlaufen hängen und unseren Unterwasserschaden begutachten können. Naja, gut schaut anders aus. Das Korallenriff hat tiefe Furchen und Löcher über die gesamte Länge unseres Kieles hinterlassen.




Wir stehen mit den Gerätschaften in Startposition und warten ungeduldig, bis die Esperanza sicher abgestellt und abgestützt ist. Noch schnell eine Leiter montieren und eine Werkbank aus einem der Müllkontainer fischen.

Ich spritze den Rumpf und das Ruder mit Süßwasser ab und sobald alles abgetrocknet ist, beginnt Florian zu schleifen. Im Ganzkörperanzug und mit Mundschutz schleift Florian sicher 3 Stunden bis sämtliche aufgerissenen Stellen im Laminat glattgeschliffen sind.




Die Flex glüht und schon am Nachmittag schauen der Kiel und das Ruder nicht mehr ganz so wild aus.


Jetzt kommen viele kleine und mittlere Flecken Glasfasermatten mit Epoxy auf die abgeschliffenen Stellen, um das fehlende Material wieder aufzubauen und eine gerade Oberfläche zu bekommen. Wir kommen bis zum Sonnenuntergang so weit, dass Florian gleich in der Früh wieder mit Schleifen beginnen kann.

Für etwaige Besorgungen haben wir uns ein Mietauto gebucht und so fahren wir in das 8 Kilometer entfernte Städtchen Mackay. Besorgungen für die Esperanza und Lebensmittel einkaufen haben Vorrang und um 20:30 Uhr gehen wir endlich Essen.



Donnerstag, 19. April 2018

RIFF

17./18.04.2018

Florian

Zeitig in der Früh gehen wir vor North Keppel Island Anker auf. Unser heutiges Ziel ist Pearl Bay zwischen Port Clinton und Island Head Creek, laut der "Seglerbibel" für die Region von Alan Lucas einer der schönsten Ankerplätze an der australischen Ostküste.

Wir hören allerdings am Funk von irgendwelchen Koordinaten und Militärschiessübungen - klingt gefährlich. Die Küstenwache informiert mich, dass in zwei Bereichen der Halbinsel, die wir ansteuern, Schießübungen des Militärs durchgeführt werden (die ganze Halbinsel ist Militärgebiet). Da wollen wir nicht in die Quere kommen. Zum Glück liegt unser Ankerplatz genau zwischen den beiden relevanten Gebieten und so segeln wir gemütlich nach Norden. Als der Wind aufhört, starte ich den Motor ...



... und wir erreichen kurz vor Sonnenuntergang unseren Ankerplatz zwischen Hügeln und Riffen, wie auf einem See und wirklich nett.



Die Nacht ist ruhig und als ich am Morgen bei Sonnenaufgang aufwache ist Wind! Wir starten und steuern nach Norden. Das Wasser ist trüb, es herrscht Niedrigwasser und der Tiefenmesser zeigt 2,8 m, also ca. 1 Meter Wasser unter dem Kiel. Wir sind den Seekarten ausgeliefert. Ich halte mich von einem nahen Riff fern und wir tuckern aus dem Ankerplatz. Da plötzlich macht es RUMMMS!!! und die ESPERANZA liegt ganz schief - AUFGELAUFEN!! SCHEISSE!!! Riff nicht in der Seekarten verzeichnet bzw. zu nah am verzeichneten Riff vorbeigesteuert!

Beim Kreuzerl sind wir auf das Riff aufgelaufen

Motor in Retourgang und Vollgas - nichts. Martina und ich beide auf den Bugspriet und Vollgas retour - nichts, außer das Knirschen des Kiels der ESPERANZA am Riff. Es ist Niedrigwasser aber Flut, also ist das Wasser im Steigen. Hier hat es ca. 5 Meter Tide. Die ESPERANZA schlägt immer wieder gegen das Riff und liegt ziemlich schräg. Das Knirschen unter dem Kiel ist schlimmer als beim Zahnarzt! Nach ca. 20 Minuten heben die ersten Wellenberge die Esperanza kurz hoch, um sie dann wieder unsanft im Wellental auf das Riff  fallen zu lassen. Diese Schläge lassen die Esperanza erzittern und uns geht jeder dumpfe Aufprall durch Mark und Bein. Nach 30 Minuten ist das Wasser hoch genug, dass wir endlich im Retourgang vom Riff herunter kommen.

Wir tuckern in großem Bogen um das Riff in tieferes Wasser und ich gehe Tauchen und schaue mir den Schaden mit der Taucherbrille an. Am Ruderblatt ist ein Pecker, und am Kiel fehlt alles Antifouling und an manchen Stellen ist die Glasfaser ein wenig aufgerissen.

Der Schock steckt uns in den Knochen - was nun???

Zum Glück ist der Kiel der ESPERANZA ca. 30 cm hoch und massiv; also nach erster Besichtigung kein massiver Schade. Nach einigem Überlegen kontaktiere ich unsere Segelfreunde in Bundaberg, die mir die Telefonnummmer der Marina in Mackay herausfinden. Satellitentelefon sei Dank haben wir ja Verbindung zur Außenwelt. In Mackay wir am Samstag nicht gearbeitet, aber sie hätten Platz für uns und einen Travellift, der uns herausheben kann.

Die Entscheidung ist klar - ab nach Mackay, ESPERANZA herausheben und Schaden reparieren. Mit einer Nachtfahrt sollten wir morgen in der Früh dort sein....

Montag, 16. April 2018

NORTH KEPPEL

15.4./16.4.2018

Martina

Weit und breit kein Wind, also ist Sonntagsfaulenzen angesagt. Der Tag beginnt mit einem ausgedehnten Frühstück, danach surfen wir im Internet und buchen uns für den Zwischenstopp im Juni nach Österreich ein Hotel für zwei Nächte in Hong Kong.

Gegen 14 Uhr kommt dann doch eine leichte Brise aus Osten auf, und wir nützen diese um zu der 8 Seemeilen entfernten Insel North Keppel zu segeln. Eine kurze, aber durch unzählige Riffe knifflige Fahrt.



Bei einer Tide von über 4 Metern gilt der Wassertiefe unter dem Kiel natürlich ein besonderes Augenmerk. Unsere Ankerbucht ist sehr seicht, und so liegen wir weit vom Ufer entfernt. Derzeit ist Hochwasser und wir haben eine Wassertiefe von 8 Metern.


Am nächsten Morgen geht es mit dem Dingi ans Ufer. Seit Florian Brunnenschaum in unseren doppelten Dingiboden gespritzt hat, kommen wir auch wieder ins Gleiten, denn wir haben kein Wasser mehr im Dingizwischenboden.
Herrlich weißer und feiner Sand laden uns zum Strandspaziergang ein, und natürlich suche und finde ich ein paar nette Muscheln und Schnecken.


Nachdem die Insel ein Nationalpark ist, darf man nur 5 Muscheln der gleichen Sorte pro Person sammeln. Fällt mir sehr schwer, aber der Herr Rechtsanwalt bekommt die Krise, wenn ich mehr als erlaubt mit auf die Esperanza nehme. Dafür darf ich auch seine Muscheln haben.


Ich sammel auch viele von diesen uns unbekannten Ringerln in verschiedenen Größen und Farben, wer weis was das ist?


Florian macht ein Inselläufchen und entdeckt im Bereich des Zeltplatzes eine Toilette und eine herrliche Süßwasserdusche. Trifft sich sehr gut, denn ich wollte heute sowieso Duschen und Kopfwaschen. Fließendes Süsswasser hat für uns wieder einen hohen Wert.




Mühsam sind die Sandflies, die mich vom Muschelsuchen abhalten wollten. Ich habe zwar nicht aufgegeben, aber die Biester haben ordentlich bei mir genascht.

Samstag, 14. April 2018

GREAT KEPPEL ISLAND

14.04.2018

Florian


Vorweg darf ich mich bei unserem deutschen Leser und Freund Andreas bedanken, der die Google Earth Grafiken zu unseren Texten beisteuert, wenn wir kein Internet haben, sowie unserem Sohn Roman, der unsere per Iridium/Winlink versendeten Texte auf unseren Blog stellt - Herzliches Dankeschön!!

Ein kleines Dankeschön auch an die Australische Post - die beiden Kontrollboxen unserer beiden Autohelme (also die Gehirne unserer beider Autopiloten) sind gut in Wien zur Reparatur angekommen. Hoffentlich kannst der Schwiegerpapa reparieren!

Die größte der Keppel Inseln ist Great Keppel Island, und wir liegen im Norden davon in einer Bucht vor Anker. Great Keppel ist etwa 5 km lang und halb so breit.


Heute gehen wir die Insel erkunden. Ein Investor hat versucht auf der Insel ein Luxusresort zu errichten, ist aber an den Protesten der Einwohner gescheitert. So ist der Großteil der Insel ursprünglich geblieben. Die Insel ist trocken und mit lichtem Wald bewachsen.


An manchen Stellen sieht man noch manche Reste der ehemals großen Pläne.



Lediglich an der Westküste befindet sich eine Ferienanlage, die aber auch einfach gehalten ist. Hauptsache es gibt Bier und Barbecue - der Rest ist nebensächlich.


Interessant ist allerdings die Strandabsicherung. Offensichtlich schwemmt das Meer den Strand davon, und so werden riesige Sandsäcke zur Absicherung des Strandes bzw. der Gebäude dahinter aufgestapelt - witzig!



Am Rückweg verlaufen wir uns zunächst, da ich nicht denselben Weg zweimal gehen möchte, dafür kennen wir Great Keppel jetzt wirklich gut. Und bei Sonnenuntergang erreichen wir wieder unser Dingi - wir haben den Tag ordentlich ausgenützt.

Freitag, 13. April 2018

WUNSCHWIND

12.4.2018

Martina

Nach einem ausgedehnten Frühstück laden wir uns wie immer über das Iridiumtelefon das aktuelle Wetter herunter. Die Windvorhersage hat sich wieder einmal geändert, und so müssen auch wir unsere Pläne verwerfen.

Aktuell haben wir noch 20 Knoten Wind aus Ost, aber im Laufe der kommenden Nacht soll er nach Nordosten drehen und dann ab Freitag Nachmittag kommt eine Flaute. Wir beratschlagen und kommen zu dem Entschluss noch heute gegen 14 Uhr Lady Musgrave zu verlassen und Kurs auf Great Keppel Island zu nehmen.

Florian führt mich noch schnell zum Pass, denn ich möchte einen Driftschnorchelgang machen.
Es herrscht auslaufende Strömung und ich bin in 3 Minuten durch die Passausfahrt aus dem Atoll gespült.


Wir fahren noch einmal mit dem Dingi ins Atoll hinein und es geht im gleichen Tempo wie davor wieder hinaus. Die Korallenbleiche ist hier nicht zu verleugnen, doch es gibt trotzdem viele große Fische und ich sehe einen Hai und eine große Schildkröte.




Zurück an Bord koche ich noch schnell ein Erdäpfelgulasch, fixiere es auf unserem kardanisch aufgehängten Herd für später, und dann gehen wir auch schon Anker auf.

90 Seemeilen liegen vor uns, mit gereffter Genua gleiten wir gemütlich unserem Ziel entgegen. Angenehme Welle, 15-20 Knoten Wind aus 120°- 140°, Herz was willst du mehr. Ja wir wollen mehr von diesem Wunschwind, aber dieser Wunsch wird uns nicht erfüllt. Der Wind dreht leider nicht auf Nordosten und unsere Kurstaktik geht nicht auf. Wir wollten uns eigentlich mit dem Winddreher mitdrehen, um so immer einen gemütlichen Kurs zu haben. Der Wind wird um 21 Uhr auch noch schwächer und wir müssen einen nördlicheren Kurs segeln, denn sonst haben wir schlagende Segel.

Kurzfristig will Florian sogar unser Ziel aufgeben und weiter nach Norden segeln. Von dem Plan bin ich aber gar nicht begeistert, und noch dazu wäre die Strecke länger. Die Gefahr, dass der Wind völlig einschläft, ist laut Vorhersage auch groß. Also gehen wir auf Vorwindkurs, Florian baumt die Genau aus, und wir lassen uns die restlichen 8 Stunden wieder durchschütteln.


Um 9:30 Uhr fällt der Anker in der Nordbucht von Great Keppel Island auf 5 Meter. Wir müssen die Wassertiefe besonders beachten, denn die Tide erreicht hier 3,5 m, und wir werden noch 2,5 Meter sinken, aber weiter draußen im tieferen Wasser ist die Welle einfach zu groß.
Jetzt gibts ein Frühstück und dann gehen wir schlafen. Ist doch auch eine ganz nette Reihenfolge, oder? Hab ich ja schon nach einigen Wiener Ballbesuchen ausprobiert und es funktioniert!



Donnerstag, 12. April 2018

MUTTER AN DECK UND P.S.

11.04.2018

Florian

Die ESPERANZA bockt am Anker vor sich hin und wir hoffen, dass der Anker hält.


25 Knoten und mehr lassen die Welle - insbesondere bei Hochwasser - übers Riff gehen und in der Lagune haben wir ca. einen dreiviertel Meter Welle mit Whitecaps.


An Deck habe ich nach dem starken Wind der letzten Nacht eine Mutter gefunden - Größe 17. Hmm! Genau - wo gehört die hin? Es soll Skipper geben, die meinen:"Die wird schon nicht so wichtig sein". Das ärgerliche bei dieser Lösung ist allerdings das Kratzen der Ungewissheit im Hinterkopf, dass sie ja womöglich doch irgendwo dringend gebraucht wird. Bei dieser Größe nicht ganz unbegründet, und irgendwo habe ich diese Mutter ja auch schon gesehen. Ich zermartere mir also den Kopf, wo sie hingehört - bei geschätzten 2000 Muttern an Bord nicht ganz einfach.


Ich begebe mich also auf die Suche, doch im näheren Umfeld der Mutter fehlt sie nicht. Also muss ich in den Mast - bei der vorherrschenden Schaukelei ein "echter Spaß". Zum Glück habe ich eine fundierte Ausbildung in Baumkraxeln genossen - man lernt nichts umsonst im Leben!
Auf Höhe der Saling (also bei etwa einem guten Drittel der Masthöhe) suche ich alles ab, doch alle Wanten sind mit Bolzen und Sicherungssplinten gesichert. Und da - PENG! - leuchtet mir eine ungesicherte Schraube entgegen - die obere Halterung vom Spinnakerbaum. Dort fehlt die Gegenmutter!
Nun ist die Sache rasch behoben und die innere Unruhe legt sich wieder. Es ist schon ein angenehmes Gefühl für einen Skipper zu wissen, dass jede Schraube und Mutter an ihrem Platz ist!

Einige P.S. noch zu den vergangenen Wochen:

Die Marina Bundaberg kann ich uneingeschränkt empfehlen. Die Mitarbeiter sind freundlich, denken mit und die geleistete Arbeit (Aufsprayen des Antifouling und Propspeed) wurde ordentlich gemacht. Ich würde wieder hierher kommen.

Sail Loft: Die Segelmacherei auf der anderen Straßenseite kann ich ebenfalls empfehlen. Obwohl sie von der Down Under Rally ncht erwähnt wird - dies deshalb, da sich Martin (der Eigentümer der Segelmacherei) weigert irgendwetwas für die Erwähnung an John von der Rally zu bezahlen. Unsere Genua, Fock und mein Surfsegel wurden ordentlich gemacht und das zu einem angemessenem Preis (AUD 770,00 für alles zusammen).

Ihr könnt euch sicher noch an die IRIDIUM Probleme von letzten Jahr erinnern. Ich habe vor zwei Wochen eine e-mail von SIRM (die Iridium Vertreter in England und mein Vertragspartner) erhalten, dass die Preise für die 500 min Verlängerung ab 1. April angehoben werden. Also habe ich noch davor die Verlängerung fürs nächste Jahr (ab 15..Juni) gekauft - um US$ 730,00!! Vor einem Jahr habe ich für dieselbe Leistung US$ 1.064,00 bezahlt. Ich konnte es ja zunächst nicht glauben, aber als alles abgewickelt war und ich die Rechnung erhalten habe, habe ich bei SIRM unter Beilage meiner letztjährigen Rechnung angefragt, ob da womöglich ein Fehler unterlaufen sei. Nach Urgenz teilte man mir mit, dass die Beträge "evaluiert" worden wären und nach nochmaligem Nachfragen bestätigte man mir, dass die Preise von US$ 1.064,00 auf US$ 730,00 gesenkt worden wären.
Eine solche Verbilligung habe ich noch nie erlebt. Soll ich das glauben?