Sonntag, 30. April 2017

DER KLEINSTE INSELSTAAT

27.4.2017

Martina

Wir machen unsere Esperanza um 9:00 Uhr an der Boje vor Alofi auf NIUE fest und fallen uns glücklich in die Arme. Ein großer Teil unserer diesjährigen Segelstrecke ist geschafft. Niue der kleinste Inselstaat der Welt liegt mit seiner schroffen Felsenwand vor uns und ist bereit erkundet zu werden.


Die Einreisebehörden sind verständigt und man erwartet uns um 11:15 Uhr  mit allen Papieren am Anleger. Wir putzen uns so gut als möglich heraus und fahren mit dem Dingi an Land.
Hier gilt es gleich die erste Hürde zu schaffen. Niue liegt auf dem höchsten Korallenriff der Welt, und die Küste ist sehr steil abfallend. Dies ist auch der Grund weshalb man hier nicht Ankern kann, alles zu tief und überall Korallen. Der einzig verfügbare Anleger ist völlig ungeschützt und extrem schwellig. Ein trockener Ausstieg aus dem Dingi ist eine Herausforderung, noch dazu wenn man von der Überfahrt entkräftet und übermüdet ist.
Florian steuert zu den Stufen am Anleger. Es wabbelt wie im Wellenbad eines Hallenbades, ich muss da jetzt irgendwie raus.


Elegant wird das sicher nicht, aber Hauptsache trocken und unverletzt. Im Vierfüsslerstand erreiche ich trocken festen Boden unter mir. Im gleichen Moment hängt Florian unser Dingi an den bereits von Einheimischen zu Wasser gelassenen Kranhaken. Sportlich und viel eleganter als ich schwingt sich Florian mit Hilfe eines Seiles wie Tarzan an Land. Sekunden später schwebt unser Dingi auch schon 3 Meter über den wilden Wassermassen.


Es darf und kann kein Boot hier am Anleger im Wasser bleiben, ein Totalverlust wäre nicht auszuschließen.


Keith, der Präsident des Niue Yachtclubs, begrüßt uns am Anleger besonders herzlich, wir sind die erste Yacht dieser Saison. Die Einreisebehörden kommen mit einem Minibus, begrüßen uns ebenfalls sehr freundlich und wir erledigen den Papierkram am Rücksitz ihres Autos. Anschließend gilt es noch einige Formulare der Sanitätsbehörden auszufüllen, wir bekommen einen Niue Stempel in unseren Pass und alles ist erledigt. Zu bezahlen ist erst bei der Ausreise.


Keith nimmt sich unser an und führt uns in dem überschaubaren Örtchen Alofi (die „Hauptstadt“ von Niue) herum, zeigt uns die wichtigsten Geschäfte und nette Restaurants, bevor wir zum Yachtclub fahren. Der Yachtclub überlässt uns auch einen Schlüssel für die am Hafen gelegene Dusche und Toilette. Diesen Luxus nehmen wir sehr gerne in Anspruch und erfrischen uns mit einer langen und nach einem Monat sicher notwendigen Dusche.


Anschließend fahren wir zum Yachtclub und tragen uns tatsächlich als erste Yacht von 2017 ins dicke Clubbuch ein und bekommen aus diesem Grund ein Niue Yachtclub Kapperl geschenkt.


Niue ist ein selbständiger Staat wird aber von Neuseeland großzügig unterstützt. Deshalb bezahlt man hier auch mit Neuseelanddollar. Es gibt auf der ganzen Insel keinen Bankomaten, mit Kreditkarte bezahlen ist nur selten möglich, also müssen wir mit Kreditkarte bei der Bank Neuseelanddollar beheben. Die Spesen sind hoch, aber anders geht es nicht. Für alle die Planen Niue zu besuchen ist empfehlenswert schon Neuseelanddollar mitzunehmen.

Unser erster Eindruck von Niue ist sehr positiv, wir stoßen mit Keith und seiner Frau mit dem einen oder anderem Bier auf unsere Ankunft an, und fallen am Abend glücklich in unsere Kojen!



PS.: Habe viele Fotos auf unsere Blogeinträge ab Maupihaa gestellt!