Dienstag, 9. September 2014

UND WIEDER MONTAG

Florian

Kaum zu glauben, aber am Montag stand um 8:00 Uhr der Maler bei uns und begann das Unterwasserschiff abzuschleifen und schließlich zu grundieren. Sieht ja gleich besser aus.




Ich arbeite am Bugspriet weiter; Löcher und Spalten auskitten, abschleifen und die Übergänge mit M3 5200 (das ist weiß und zäher als Sikaflex) versiegeln. Es geht was weiter.




Montag, 8. September 2014

SCHÖNER SONNTAG

Martina

Am Vormittag hat Florian noch schnell einen Anstrich am Ruder und am Bugspriet gemacht, damit sich die Trockenzeit bis am Abend gut ausgeht. Denn eigentlich, ob ihr es glaubt oder nicht, haben wir eine Zusage für das Antifouling für Montag bekommen. Das machen die hier in der Marina sehr ordentlich und zu einem relativ günstigen Preis, und so schön ist diese Arbeit nicht, dass man sie nicht gerne fremd vergibt. Aber man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben.
Zu Mittag haben wir uns dann aufgemacht, und sind in die südlich der Marina gelegene Badebucht spaziert. Das war dann eher abenteuerlich, denn es war Flut und einige der Buschwege waren überflutet. Ich war mit meinen neuen Laufschuhen unterwegs und wollte keinesfalls ein Salzwasserfußbad, also musste ich teilweise Umwege durch das Mangrovendickicht in Kauf nehmen.


Leider keine Weintrauben
Es hat sich aber ausgezahlt, wir waren alleine am Strand, und die Sandflöhe haben uns diesmal auch verschont.


Sonntag, 7. September 2014

NACHTRÄGE

Florian:

Fast hätten wir´s vergessen!

1. Nachtrag: Auf der Norwegian Getaway gab´s an einem Abend so eine Art "Dancing with the Stars". 4 Damen und 4 Herren tanzten mit Crewmitgliedern in mehreren Eliminationsrunden um den Sieg. Also etwas für Martina. Sie meldete sich gleich an, und hoffte als Teilnehmerin ausgelost zu werden. Ich kam 2 Minuten vor Beginn und als ich hörte, dass noch Herren gesucht würden, warf ich meinen Namen ebenfalls in den Topf, aus dem die männlichen Teilnehmer gezogen werden. Wir hatten das Glück und wurden beide gezogen.
Das Ergebnis war unerwartet. Martina flog in der ersten Runde raus und ich bestand alle 6 Eliminationsrunden und gewann den Wettbewerb - ja, ja erstens kommt es anders, und zweitens...

2. Nachtrag: Als wir letzten Sonntag in die La Sagesse Bucht baden gingen legten wir uns in den Schatten zweier Palmen. Martina stand auf, um ins Wasser zu gehen, als - PENG - einen halben Meter vor ihr eine Kokosnuss von der Palme auf den Sand krachte. Der Schreck fuhr uns beiden durch die Knochen - gewaltiges Glück gehabt!


Und gestern war dann also wieder ein Hash angesagt - diesmal in Balthasar - ziemlich abgeschieden. Martina verdingte sich gleich als Servierkraft und half das Oil Down und die Lambi-Suppe in die kleinen Styroporbehälter  aufzuteilen und zu verkaufen. So schnell waren die noch nie fertig, und ein Einheimischer sagte zu Martina: It seems you are a hard worker!!




Unsere erste Nacht auf der neuen Matratzenauflage war wie auf Wolke 7

Samstag, 6. September 2014

MATRATZENUNGETÜM

Martina

Diese Arbeit habe ich gehörig unterschätzt. Wie schon erwähnt, haben wir ja eine Matratzenauflage in den USA gekauft. Das Maß war 193cm x 187cm, ja und jetzt ist meine Aufgabe das Ding zurecht zu schneiden, aber das größere Übel ist den Bezug der Auflage ebenfalls auf das Maß 60cm x 220cm umzunähen.
Wir durften in einer Mittagspause in die heiligen Hallen der Segelmacher da wir die Matratze ausbreiten und auf unser Maß zuschneiden müssen. Das geht auf unserem Schiff aus Platzgründen überhaupt nicht


Nachdem unser Bett eine maximale Breite von 230cm hat, musste ich ein Dreieck das ich oben abgeschnitten habe unten mit der Hand wieder dran nähen. Dann habe ich die Schräge unserer Bordwand falsch oder eigentlich zu gering bemessen, und so war sie dann über die gesamte Seitenlänge zu klein. Deshalb musste ich dann auch dort noch einen Schaumstoffstreifen dazu nähen.






Nach 5 Nähtagen habe ich es heute geschafft, alles passt und ist fertig. Ein Schneider würde mich auslachen, aber für mich war es eine echte Herausforderung. Wir werden herrlich schlafen!!!

Freitag, 5. September 2014

FAST VERGIFTET

Florian

Ich werke an meinen Projekten.
Projekt Ruder: alles zerlegt, um sowohl die Pinne als auch das Ruderblatt neu zu streichen. Unser Ruderblatt ist ja gewaltig und das ist einiges an Arbeit.



Projekt Bugspriet: der erste Auflageblock für das Gräting zur Spitze des Bugspriets ist gebrochen. Ich nehme an durch den Anker. Wenn man den zu früh in seine Lagerposition kippt, dann drückt er von unten auf das Gräting und hat so womöglich diesen ersten Block in der Mitte quer durchgebrochen. Also alles zerlegen; das war nicht so einfach. Die beiden Vorstage von Fock und Genua abschrauben (hoffentlich bleibt der Mast stehen) und die Rollen für die Ankerketten samt sämtlicher Halterungen zerlegen. Das sind schon wuchtige Teile und sie müssen ja einiges aushalten - großer Respekt. Ich hoffe ich kann alles wieder zusammenbauen.



Martina wärmt am Abend den Karibischen Eintopf auf, den sie zwei Tage zuvor gekocht hat. Mit Heißhunger machen wir uns über unser Abendessen. Nach dem halben Teller fängt mein Hals an zu stechen, so als hätte ich einen Kaktus verschluckt. Martina geht es ebenso. Wir lassen das Essen stehen und gehen der Sache auf den Grund. In dem Eintopf ist Dasheen (volgo Taro) und Callaloo (wie wir herausfinden sind das die Blätter der Taropflanze. Beide sind - wenn roh genossen - giftig. Das liegt an den in der Pflanze enthaltenen Calziumoxalat-Kristallen und Salzen der Oxalsäure (Oxalsäure verwenden wir zum Säubern unserer Niro-Teile). Man muss die Wurzel als auch die Blätter zwei Mal kochen und das Wasser wegschütten, damit diese Gifte ausgewaschen werden. Martina hat beim Aufwärmen frische Callaloo-Blätter hinzugemischt und viel zu kurz mitgekocht.


Ich meine ein klassischer Versuch den Kapitän zu vergiften. Martinas Plan war nur insofern nicht ganz ausgereift, als sie selbst ebenfalls von dem Gift-Eintopf gegessen hat. Das Kratzen war wirklich unangenehm; aber nach einigen Stunden war das Ärgste überstanden und wir sind doch nicht gestorben.

Mittwoch, 3. September 2014

NETTES TREFFEN

Martina

Am Samstag  vorige Woche haben wir Martina und Dietmar von der SY Mauna Loa beim Hash getroffen. Wir kannten die Beiden schon, denn sie kamen so wie wir am 23.12.2013 von der Antlantiküberquerung auf Barbados an. Wir lagen in der selben Bucht vor Anker und tauschten unsere Erlebnisse bei Speckbrot und Bier aus.
Die Wiedersehensfreude war groß, und wir beschlossen ein deutschsprachiges Treffen zu organisieren. Gestern war es dann so weit. Zuerst gab es herrliche selbst gebackene Bananenschnitten an Bord der Mauna Loa und dann ging´s zur Happy Hour in die Prickley Bay Marina.


Da waren wir dann eine sehr nette Runde mit vielen neuen Segelfreunden aus Deutschland und vielen bekannten Freunden aus der Schweiz und Österreich.


Wir Bordfrauen hatten mit dem Thema "Kapitäne" einen Riesenspass. Es ist doch einfach schön zu hören, dass wir alle das gleiche "Schicksal" haben.


Dienstag, 2. September 2014

DASHEEN EINTOPF

Martina

1/2 kg Dasheen (Wurzel)
die geschälte und in Stücke geschnittene Wurzel in Salzwasser ca. 40 Minuten kochen. Danach das Kochwasser unbedingt wegschütten, denn es enthält nun die giftigen Calciumoxalat-Kristalle der Wurzel. Noch sicherer ist es, wenn man das Kochwasser in der Halbzeit 1x wechselt.

2 Kochbananen
1/2 Kilo Callaloo ( muss man auch mind. 30min kochen lassen)oder Mangold oder Blattspinat
3 Paar Frankfurter (aus dem Glas)
1 gr. Zwiebel
4 Knoblauchzehen


Den Zwiebel grob schneiden und in etwas Olivenöl kurz anrösten. Knoblauch schneiden und auch dazu geben. Die unter Wasser geschälten Kochbananen halbieren und auch in den Topf geben. Das ganze mit Wasser gut bedeckt aufgießen und ca 20 Minuten kochen lassen, danach die extra gekochten Dasheenstücke  und das geschnittenen Callaloo dazu geben und weitere 30 Minuten kochen lassen. Gewürzt habe ich mit einem Suppenwürfel, Kurkuma (Grenadischem Safran), etwas Curry und Chilli.
Dann die groß geschnittenen Frankfurter dazu geben. Noch ca 10 Minuten leicht köcheln lassen - fertig
Dasheen schmeckt herrlich, so ähnlich wie ein Kartoffel aber feiner und etwas "cremiger", und dieses Wurzel zerkocht sich auch nicht, selbst wenn man sie 1Std. lang kocht bleibt sie noch immer stichfest!!!