Florian
Meine Martina ist ja wirklich die beste Bordfrau von allen. Nicht nur, dass sie eine Künstlerin in kulinarischer Hinsicht ist, perfekte Hilfsdienste leistet, wenn ich wieder einmal als Mechaniker im Einsatz bin, als erster Ankeroffizier unsere ESPERANZA bislang immer gut verankert hat, ist sie auch eine ganz hervorragende Schneiderin und Designerin. Sie näht Segel und meine zerrissenen Hosen - und jetzt hat sie sich ein extravagantes Strickkleid angefertigt. Der Kapitän ist hocherfreut und stolz auf seine hübsche Bordfrau.
Und meinem Bruder Martin wünsche ich heute am 30.März alles Gute zu seinem 49. Geburtstag. Genieße dein letztes Jahr der ersten Hälfte deines ersten Jahrhunderts!
Samstag, 29. März 2014
Freitag, 28. März 2014
DIE VERUNSICHERTEN
Martina
Wir liegen nach wie vor in der Tyrrel Bay auf Carriacou und entspannen, recherchieren und beratschlagen was mit unserm Motor geschehen soll.
Es ist ja wirklich nicht leicht wenn man kein Fachmann ist. Volvo Penta meinte, da muss ein neuer Motor rein, den greifen wir nicht mehr an. Mein Papa sagt, da müssen nur die Zylinderkopfdichtungen getauscht und der Motor von möglichen Verkalkungen befreit werden und fertig. Martin von der SY Alien meint, da gehört dann auch gleich ein ordentliches Kopfservice gemacht. So, und dann hat Florian und ich natürlich auch noch jeder eine Meinung dazu, und fertig ist das Chaos.
Nach ein zwei Bieren in der "off the hook bar" mit Martin und Conny war der Schlachtplan fertig.
Wir werden in die Grenada Marine zu einem anderen Volvo Penta Mechaniker segeln, dort die Zylinderköpfe abnehmen lassen, und unter der fachmännischen Beobachtung von Martin ein Kopfservice mit allem was dazu gehört machen lassen. Martin wird dem Mechaniker die ganze Zeit auf die Finger schauen, und dafür sorgen, dass alles Notwendige gemacht wird. Dabei werden wir auch die Kühlkanäle der Zylinderköpfe von sämtlichem Kalk befreien, dann sollte alles wieder perfekt sein.
Seit drei Tagen liegt auch noch ein österreichischer Kat in der Bucht. Ulli, Heinz und Sohn Florian mit ihrer "SY VIVEKA".
Sie sind auf dem Weg nach Haiti, Kuba und dann Richtung Panama und Südsee. Sie sind schon länger unterwegs, und so habe ich mir von Ulli einige hilfreiche Tipps bezüglich, Joghurt, Sprossen und Brot backen geholt. Ihr Schiff ist im Verhältnis zu unserem ein Luxusliner, großes Bad mit moderner Dusche, elektrische Vacuumtoiletten, Wassermacher, Waschmaschine etc...., ja davon kann ich nur träumen!!
Wir liegen nach wie vor in der Tyrrel Bay auf Carriacou und entspannen, recherchieren und beratschlagen was mit unserm Motor geschehen soll.
Es ist ja wirklich nicht leicht wenn man kein Fachmann ist. Volvo Penta meinte, da muss ein neuer Motor rein, den greifen wir nicht mehr an. Mein Papa sagt, da müssen nur die Zylinderkopfdichtungen getauscht und der Motor von möglichen Verkalkungen befreit werden und fertig. Martin von der SY Alien meint, da gehört dann auch gleich ein ordentliches Kopfservice gemacht. So, und dann hat Florian und ich natürlich auch noch jeder eine Meinung dazu, und fertig ist das Chaos.
Nach ein zwei Bieren in der "off the hook bar" mit Martin und Conny war der Schlachtplan fertig.
Wir werden in die Grenada Marine zu einem anderen Volvo Penta Mechaniker segeln, dort die Zylinderköpfe abnehmen lassen, und unter der fachmännischen Beobachtung von Martin ein Kopfservice mit allem was dazu gehört machen lassen. Martin wird dem Mechaniker die ganze Zeit auf die Finger schauen, und dafür sorgen, dass alles Notwendige gemacht wird. Dabei werden wir auch die Kühlkanäle der Zylinderköpfe von sämtlichem Kalk befreien, dann sollte alles wieder perfekt sein.
Seit drei Tagen liegt auch noch ein österreichischer Kat in der Bucht. Ulli, Heinz und Sohn Florian mit ihrer "SY VIVEKA".
Sie sind auf dem Weg nach Haiti, Kuba und dann Richtung Panama und Südsee. Sie sind schon länger unterwegs, und so habe ich mir von Ulli einige hilfreiche Tipps bezüglich, Joghurt, Sprossen und Brot backen geholt. Ihr Schiff ist im Verhältnis zu unserem ein Luxusliner, großes Bad mit moderner Dusche, elektrische Vacuumtoiletten, Wassermacher, Waschmaschine etc...., ja davon kann ich nur träumen!!
Donnerstag, 27. März 2014
ABWECHSLUNG
Ich habe in einem Geschäft zufällig erfahren, dass die regionalen Schul-Leichtathletikmeisterschaften hier
auf Carriacou abgehalten werden. Zwei Schulen aus Hillsborough und eine von der Nachbarinsel Union Island traten gegeneinander an; nachdem Union Island zum Nachbarstaat St.Vincent & the Grenadines gehört waren es quasi sogar internationale Schulmeisterschaften. Nur die Oberstufen traten jahrgangsweise gegeneinander an. Gestern waren die technischen Bewerbe - heute die Laufbewerbe. Da musste ich natürlich hin und Martina war so nett mich zu begleiten - als Abwechslung.
Gelaufen wurde übrigens auf dem Rasen des örtlichen Cricketstadions, auf den eine Sechserbahn gezeichnet wurde. Die meisten Schüler liefen barfuß oder in Socken. Und zur Halbzeit gab es einen Wettkampf im Formationsmarsch durch die Athleten.
Gewonnen hat die Leichtathletikmeisterschaften mit großem Vorsprung die Hillsborough Secondary School.
Und eine Leistung war wirklich außergewöhnlich. Bei den Juniors (also 7.Klasse Gymnasium) lief der noch 16-jähriger Mickel Joseph neuen Meisterschaftsrekord über 100m - 10,6 Sekunden - am Rasen. Ich habe natürlich sofort mit ihm Kontakt aufnehmen müssen. Vielleicht werde ich doch wieder Athletenmanager.
Mittwoch, 26. März 2014
CARENAGE TYRELL BAY
Wir genießen es das zweite Mal an einem Ort zu sein. Die Wahl wo man ganz gut essen gehen kann, wo es gutes Internet gibt, wann der Fischer und der Obsthändler mit einem lauten "hallo oh, so lange ruft bis man endlich aus der Kajüte schaut, ist einfach. Heute haben wir Fisch gekauft, es ist ein "Red Snapper" geworden.
Dieses mal haben wir hier in der Tyrellbay völlig unproblematisch einklariert. Danach ging`s auf eine herrliche Pizza mit Blick über die ganze Bucht, wo wir amerikanische Segelfreunde von der "Plan to Sea" getroffen haben. Die Beiden sind auch auf dem Weg nach Grenada, wo es sicher ein weiteres Wiedersehen geben wird.
Heute sind wir mit dem Dingi in die Carenage gefahren, laut nautischem Revierführer ein Hurrican hole. Es ist nur bei angekündigten Hurricans erlaubt mit dem Schiff hinein zu fahren. Einige Schiffe haben es trotzdem nicht unbeschadet überstanden.
Es wird auch seit Jahren an einer Marina gebaut, aber mit nur 2 Arbeitern auf der großen Baustelle ist der Fortschritt dem entsprechend langsam.
Montag, 24. März 2014
ENTDECKUNG
Florian
Bei all den Recherchen rund um unseren Motor haben wir endlich die Wurzeln unseres Schiffes gefunden. Die ESPERANZA basiert auf einem Entwurf von William Garden (1918-2011), einem in Kanada geborenen durchaus prominenten Schiffskonstrukteur in den USA. Sie ist eine SEAL 37, die 1977 von der GLOBE-Yacht Company in Taiwan gebaut wurde.
http://sailboatdata.com/view_designer.asp?designer_id=14.
Garden hat zwar auch eine GLOBE 38 entworfen, die unserer ESPERANZA auch sehr ähnlich sieht und insbesondere ihre Größe hat, allerdings ist die GLOBE 38 eine Ketsch und die SEAL ist eine Slup, wie eben unsere ESPERANZA. Wir haben also eine "aufgeblasene" SEAL 37.
Die gesamte Sammlung von William Garden ist in einem Museum in Connecticut zu besichtigen http://www.mysticseaport.org/. Und wir haben bereits Kontakt mit dem Eigentümer einer GLOBE 38 ("VIGAH") aus Kentucky/USA, der diese derzeit renoviert und den wir im Juni besuchen werden.
Bei all den Recherchen rund um unseren Motor haben wir endlich die Wurzeln unseres Schiffes gefunden. Die ESPERANZA basiert auf einem Entwurf von William Garden (1918-2011), einem in Kanada geborenen durchaus prominenten Schiffskonstrukteur in den USA. Sie ist eine SEAL 37, die 1977 von der GLOBE-Yacht Company in Taiwan gebaut wurde.
http://sailboatdata.com/view_designer.asp?designer_id=14.
Garden hat zwar auch eine GLOBE 38 entworfen, die unserer ESPERANZA auch sehr ähnlich sieht und insbesondere ihre Größe hat, allerdings ist die GLOBE 38 eine Ketsch und die SEAL ist eine Slup, wie eben unsere ESPERANZA. Wir haben also eine "aufgeblasene" SEAL 37.
Die gesamte Sammlung von William Garden ist in einem Museum in Connecticut zu besichtigen http://www.mysticseaport.org/. Und wir haben bereits Kontakt mit dem Eigentümer einer GLOBE 38 ("VIGAH") aus Kentucky/USA, der diese derzeit renoviert und den wir im Juni besuchen werden.
Standort:
Tyrell Bay Beach, Grenada
AB IN DEN SÜDEN
Florian
Heut war´s also soweit – ab zurück nach
Grenada, um dort den Motor sanieren zu lassen. Marina bezahlen, ab noch zur
Tankstelle und die Tanks steuerfrei auffüllen. Um 12:45 Uhr legen wir von der
Tankstelle ab den Motor behandeln wir mit Glaceehandschuhen. Wir wollen mit einer Nachtfahrt dann morgen
in der Tyrell Bay auf Carriacou/Grenada Zwischenstopp machen – ca. 110 sm.
Der Wind ist optimal und unsere ESPERANZA
pflügt gemächlich mit 4,5 Knoten raumschot durch die Wellen. Wir versuchen von
der Küste wegzukommen, um nicht in den Windschatten der Insel zu gelangen. Bei
den Pitons am Südende hilft das alles nichts. Die knapp 1000m sind zu hoch und
der Wind ist weg - die Segel beginnen zu schlagen, aber bald sind wir aus dem
Windschattten und im St. Lucia Kanal, der für seine Strömungen berüchtigt ist.
Der Wind ist stark genug und so versetzt es
uns nicht zu sehr nach Westen bzw. kommen wir doch ganz gut (teilweise nur mit
3 Kn) nach Süden. Als Martina ihre 2. Wache – von 01:00 – 04:00 Uhr beginnt
sind wir diesmal im Windschatten von St. Vincent (dort sind die Berge über
1000m). Also Motor starten und zittern, dass dieser nicht überhitzt.
Um 02:00 Uhr hören wir seit langem wieder
einmal das Morgenjournal von Ö1 auf 6155 MHz am Kurzwellenfunkgerät. Mir ist
das zu diesem Zeitpunkt egal – ich will lieber schlafen. Um 04:00 Uhr ist meine
2. Wache und der Motor läuft noch immer auf 1250 U/Min - Temperatur knapp 80°C
– alles im grünen Bereich. Als der Wind nicht und nicht kommen will, nehme ich
Kurs auf Bequia, doch 5 sm vor der Buchteinfahrt – bei Tagesanbruch - frischt
der Wind wieder auf und ich ziehe die Segel auf.
Es ist ein super Segeltag – wie aus dem
Bilderbuch. Welle gering, Wind 10-15 Knoten raumschot, wir segeln mit Vollzeug
(Groß, Genua und Fock) mit ca. 5 Knoten gemütlich dahin und lassen schließlich
auch St.Vincent und die Grenadinen hinter uns. Unsere beiden Angeln sind
ausgebracht und wir haben auch unsere Köder neu bemalt
– die Fische lassen sich
aber leider nicht täuschen. Nur Delphine begleiten uns und surfen in der
Bugwelle.
Um 15:00 Uhr laufen wir nach 112 sm in die
Tyrell Bay auf Carriacou unserem Etappenziel ein – es ist angenehm und beruhigend
einmal in eine schon bekannte Bucht einzulaufen.
Der Motor versieht problemlos seinen Dienst,
der Kühlschrank schnurrt zufrieden …und mangels erfolgreichem Fischfang gibt’s
im Strandlokal eine Pizza. Segeln von der schönen Seite.
| so sehen herrlich reife Passionsfrüchte aus |
Samstag, 22. März 2014
ST.LUCIA RUNDFAHRT
Martina
Nach der Motorentscheidung ist es mir nicht gut gegangen, ich habe mich schon so sehr auf ein Wiedersehen mit meiner Trauzeugin Sabine auf den BVI gefreut.
Da waren einige Aufmunterungsversuche von Florian notwendig, einer davon war der Vorschlag ein Mietauto für einen Tag zu nehmen und auf Entdeckungsreise zu gehen. Gesagt, gebucht und getan.
Um 8h konnten wir den fast neue Daewoo Terios übernehmen und dann ging es gleich Richtung Süden los. Ein kurzer Abstecher durch die schmutzige und heruntergekommene Hauptstadt "Castries", kurzer Photostopp an der Marigot Bay, in der wir damals um 1h Nachts den Anker fallen ließen, dann weiter durch Anse La Raye, Canaries und Soufrière. Von der Ferne können wir die beiden "Pitons" Vulkankegeln sehen, sie gelten als Wahrzeichen der Karibik.
Die Namen klingen alle sehr französisch, es wird aber englisch ausgesprochen. Die Herrschaft über die Insel hat 14 x zwischen Frankreich und England gewechselt. St.Lucia ist seit 22.2.1979 unabhängig.
Etwas südlich von Soufrière machten wir einen ausgiebigen Stopp bei den heißen Schwefelquellen inmitten eines Vulkankraters. Zuerst ins heiße Schwefelbecken, dann mit hellem oder dunklem Schlamm einreiben, und warten bis er eingetrocknet ist.
Geduld braucht man allerdings um sich von dem Zeug wieder zu befreien. Wir stinken noch immer nach Schwefel, aber unsere Haut ist jetzt so glatt wie ein Babypopo!!
Im Süden von St.Lucia liegt der Ort "Vieux Fort" mit seinem internationalem Flughafen und dem zweit höchst gelegenen Leuchtturm der Welt.
Eine liebe Freundin hat gemeint, dass sie in letzter Zeit schon länger nicht mehr unseren Blog gelesen hat. Zum einem sicher aus Zeitgründen und zum anderen weil sie vielleicht nicht immer so traumhafte Karibikphotos im Winter sehen wollte. Deshalb gibt es heute auch nicht so schöne Bilder der Karibik zu sehen, und davon gäbe es noch viel mehr!
Nach der Motorentscheidung ist es mir nicht gut gegangen, ich habe mich schon so sehr auf ein Wiedersehen mit meiner Trauzeugin Sabine auf den BVI gefreut.
Da waren einige Aufmunterungsversuche von Florian notwendig, einer davon war der Vorschlag ein Mietauto für einen Tag zu nehmen und auf Entdeckungsreise zu gehen. Gesagt, gebucht und getan.
Um 8h konnten wir den fast neue Daewoo Terios übernehmen und dann ging es gleich Richtung Süden los. Ein kurzer Abstecher durch die schmutzige und heruntergekommene Hauptstadt "Castries", kurzer Photostopp an der Marigot Bay, in der wir damals um 1h Nachts den Anker fallen ließen, dann weiter durch Anse La Raye, Canaries und Soufrière. Von der Ferne können wir die beiden "Pitons" Vulkankegeln sehen, sie gelten als Wahrzeichen der Karibik.
Die Namen klingen alle sehr französisch, es wird aber englisch ausgesprochen. Die Herrschaft über die Insel hat 14 x zwischen Frankreich und England gewechselt. St.Lucia ist seit 22.2.1979 unabhängig.
Etwas südlich von Soufrière machten wir einen ausgiebigen Stopp bei den heißen Schwefelquellen inmitten eines Vulkankraters. Zuerst ins heiße Schwefelbecken, dann mit hellem oder dunklem Schlamm einreiben, und warten bis er eingetrocknet ist.
Geduld braucht man allerdings um sich von dem Zeug wieder zu befreien. Wir stinken noch immer nach Schwefel, aber unsere Haut ist jetzt so glatt wie ein Babypopo!!
Im Süden von St.Lucia liegt der Ort "Vieux Fort" mit seinem internationalem Flughafen und dem zweit höchst gelegenen Leuchtturm der Welt.
Eine liebe Freundin hat gemeint, dass sie in letzter Zeit schon länger nicht mehr unseren Blog gelesen hat. Zum einem sicher aus Zeitgründen und zum anderen weil sie vielleicht nicht immer so traumhafte Karibikphotos im Winter sehen wollte. Deshalb gibt es heute auch nicht so schöne Bilder der Karibik zu sehen, und davon gäbe es noch viel mehr!
Standort:
Soufrière, Sankt Lucia
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