Florian
Nach einer Woche Hilfe war Zeit für Helmut zurückzufliegen. In Panama City legten wir noch zwei kurze Zwischenstopps bei ICOM Händler (Funbkgeräte) ein; die Preise für ein neues Kurzwellenfunkgerät sind doch sehr hoch (ICOM 802 ca. 2.400,00 und ICOM 718 ca. USD 1.200,0) und wir wissen noch gar nicht, ob unser Antennentuner überhaupt noch funktioniert.
Weiter gings zum Centro Marino, das größte Schiffszubehörgeschäft an der Pazifikseite. Leider gibt es auch dort nur Landstromladegeräte mit 120 Volt - hoffentlich kann Elctronica Willy in Colon, dem wir unser kaputtes Ladegerät gebracht haben, dieses reparieren.
Dann noch zum Fischmarkt ein Abschiedsfischessen mit Helmut und ab zum Flughafen Tocumen. Dort die angenehme Nachricht: Martinas Führerschein lag noch bei AVIS; warum diese Hiasln uns nicht anrufen weiß niemand. Für den Plotter holen wir uns eine Zollbestätigung, damit wir bei der Wiedereinfuhr keine Probleme bekommen - dem Zollbeamten kommt kein Grinser aus (wir haben ihn beim täglichen Nichtstun gestört).
Und dann zum Check-In. Der Check in Mitarbeiter schaut uns auf einmal ungläubig an; mit dem Ticket stimmt etwas nicht. Wir sind schon verunsichert, da klärt sich das Problem auf. Helmuts Rückflug ist erst am Samstag; wir sind zwei Tage zu früh hier!! Auch unsere Software hat offenbar einen Blitzschaden abbekommen.
Sonntag, 25. Oktober 2015
Mittwoch, 21. Oktober 2015
OJE
Martina
Es ist für uns schon fast unglaublich, aber der heutige Tausch der Wellendichtung war kein Problem. Alles passt, alles dicht, die Schraube ist wieder drauf und das Getriebe läuft ganz rund. Papa ist zufrieden und das ist ein echtes Gütezeichen.
Die Großbaustelle kann geschlossen werden, und ich mache mich an die Arbeit und reinige den Öl versauten Motorraum.
Jetzt bleibt noch Zeit, um gemeinsam mit Papa das neue UKW Radio einzubauen. Es scheint vorerst alles wie am Schnürchen zu laufen und der erste Sprechtest läuft sehr gut. In weiterer Folge sollen noch die GPS Daten vom Plotter mit dem UKW verbunden werden, damit in einem Ernstfall unsere genauen Koordinaten durch drücken einer einzigen Taste automatisch übermittelt werden. Dies stellt sich aber als Problem heraus, weil es nicht und nicht gelingt die GPS Daten in dieses blöde UKW Funkgerät zu bekommen.
Es wird gelötet, gesteckt, umgesteckt, umgelötet, heftigst diskutiert, Hilfe aus dritter Hand in Anspruch genommen und sogar mit Österreich telefoniert. Leider haben wir keinen Erfolg, im Gegenteil. Es erhärtet sich immer mehr der Verdacht, dass unser Plotter doch einen Blitzschaden abbekommen hat. Der NMEA Datenanschluss beim Plotter dürfte defekt sein.
Wir beratschlagen und kommen zu dem Entschluss, dass wir Papa den Plotter mitgeben, er ihn dann weiter zu Raymarine in Vorarlberg (Werner Ober) schickt, wo wir ihn gekauft haben und, da wir mehr Vertrauen in österreichische Qualität der Überprüfung und Reparatur haben.
Es ist für uns schon fast unglaublich, aber der heutige Tausch der Wellendichtung war kein Problem. Alles passt, alles dicht, die Schraube ist wieder drauf und das Getriebe läuft ganz rund. Papa ist zufrieden und das ist ein echtes Gütezeichen.
Die Großbaustelle kann geschlossen werden, und ich mache mich an die Arbeit und reinige den Öl versauten Motorraum.
Jetzt bleibt noch Zeit, um gemeinsam mit Papa das neue UKW Radio einzubauen. Es scheint vorerst alles wie am Schnürchen zu laufen und der erste Sprechtest läuft sehr gut. In weiterer Folge sollen noch die GPS Daten vom Plotter mit dem UKW verbunden werden, damit in einem Ernstfall unsere genauen Koordinaten durch drücken einer einzigen Taste automatisch übermittelt werden. Dies stellt sich aber als Problem heraus, weil es nicht und nicht gelingt die GPS Daten in dieses blöde UKW Funkgerät zu bekommen.
Es wird gelötet, gesteckt, umgesteckt, umgelötet, heftigst diskutiert, Hilfe aus dritter Hand in Anspruch genommen und sogar mit Österreich telefoniert. Leider haben wir keinen Erfolg, im Gegenteil. Es erhärtet sich immer mehr der Verdacht, dass unser Plotter doch einen Blitzschaden abbekommen hat. Der NMEA Datenanschluss beim Plotter dürfte defekt sein.
Wir beratschlagen und kommen zu dem Entschluss, dass wir Papa den Plotter mitgeben, er ihn dann weiter zu Raymarine in Vorarlberg (Werner Ober) schickt, wo wir ihn gekauft haben und, da wir mehr Vertrauen in österreichische Qualität der Überprüfung und Reparatur haben.
POSITIVE KATASTROPHE
Martina
Für den heutigen Tag waren 2 Dinge geplant, UKW Funkgerät einbauen und installieren und die Wellendichtung für das Stevenrohr zu tauschen. (Die Abdichtung der Antriebswelle durch den Schiffsrumpf)
Papa meinte, wir sollten mit der Wellendichtung beginnen, da man nie wissen kann, was es für Überraschungen gibt. Gestartet wurde mit dem Abzug des Propellers, damit man die Welle so weit aus dem Getriebe ziehen kann, um dann die Wellendichtung abzuziehen und danach die neue Dichtung wieder drauf schieben zu können. Da es sich wie erwähnt um Teile handelt, die durch den Schiffsrumpf gehen, gilt es natürlich einige Vorbereitungen zu treffen, damit nicht all zuviel Wasser ins Schiff eindringt. Papa bespricht mit Florian ganz genau den Ablauf der einzelnen Arbeitsschritte und dann geht`s los. Dichtungsmassen, Fetzen und alle notwendigen Werkzeuge liegen bereit. Die Schraube lässt sich mit Hilfe eines von Papa selbst kontruiertem Werkzeuges problemlos abziehen, danach schlägt Florian die Welle mit viel Kraft aber doch vorsichtig aus dem Getriebe.
Bevor der nächste Arbeitsschritt erfolgt, stellt Florian die verhängnisvolle Frage: "Darf das Getriebe ein Spiel haben?" (darf das Getriebe wackeln?).
WAS?!?! - tönt es entsetzt aus Papas Mund, WAS TUT ES?
Florian: "Ich kann das Getriebe dreidimensional leicht hin und her bewegen"
Papa: "ganz schlecht, das darf nicht sein, das kann so nicht bleiben. Das Getriebe muss ausgebaut werden und dem muss auf den Grund gegangen werden"
Unsere Köpfe fallen zu Boden, Papa fliegt in zwei Tagen und wir haben einen Getriebeschaden! Ist es jetzt endlich so weit, können wir die Esperanza jetzt endlich versenken, das war Florian´s erste Reaktion.
Wir erholen uns nur langsam von dem Schock, es hilft nichts, das Getriebe muss ausgebaut werden. Florian steckt für 2 Stunden zusammengelegt, verkrümmt und auf allen vieren im 40° heißem Motorraum und baut das Getriebe aus. Schweiß trieft aus allen Poren und Florian stöhnt und flucht bis er endlich das 30 kg schwere Getriebe in die Plicht stemmt.
Gleich zu Beginn der Zerlegung fallen die Teile des Kugellagers auch schon heraus. Metallspäne haben sich schon im Getriebe verteilt und verklemmt. Wir hatten riesen Glück, dass wir diesen Schaden durch Zufall entdeckt haben. Unser kaputtes Kugellager ist Gott sei Dank ein sehr gebräuchliches, und wir bekommen es auf Anhieb bei einem Mechaniker in Sabanitas nur eine Autostunde entfernt.
Um 15:30 beginnen die Reparaturarbeiten und der Wiedereinbau des Getriebes. Um 20 h zischen erleichtert und glücklich die Bierdosen. Die Wellendichtung und das UKW kommen morgen dran!
Möglicherweise ist das auch ein Blitzschaden, man kann es nicht sagen!
Für den heutigen Tag waren 2 Dinge geplant, UKW Funkgerät einbauen und installieren und die Wellendichtung für das Stevenrohr zu tauschen. (Die Abdichtung der Antriebswelle durch den Schiffsrumpf)
Papa meinte, wir sollten mit der Wellendichtung beginnen, da man nie wissen kann, was es für Überraschungen gibt. Gestartet wurde mit dem Abzug des Propellers, damit man die Welle so weit aus dem Getriebe ziehen kann, um dann die Wellendichtung abzuziehen und danach die neue Dichtung wieder drauf schieben zu können. Da es sich wie erwähnt um Teile handelt, die durch den Schiffsrumpf gehen, gilt es natürlich einige Vorbereitungen zu treffen, damit nicht all zuviel Wasser ins Schiff eindringt. Papa bespricht mit Florian ganz genau den Ablauf der einzelnen Arbeitsschritte und dann geht`s los. Dichtungsmassen, Fetzen und alle notwendigen Werkzeuge liegen bereit. Die Schraube lässt sich mit Hilfe eines von Papa selbst kontruiertem Werkzeuges problemlos abziehen, danach schlägt Florian die Welle mit viel Kraft aber doch vorsichtig aus dem Getriebe.
Bevor der nächste Arbeitsschritt erfolgt, stellt Florian die verhängnisvolle Frage: "Darf das Getriebe ein Spiel haben?" (darf das Getriebe wackeln?).
WAS?!?! - tönt es entsetzt aus Papas Mund, WAS TUT ES?
Florian: "Ich kann das Getriebe dreidimensional leicht hin und her bewegen"
Papa: "ganz schlecht, das darf nicht sein, das kann so nicht bleiben. Das Getriebe muss ausgebaut werden und dem muss auf den Grund gegangen werden"
Unsere Köpfe fallen zu Boden, Papa fliegt in zwei Tagen und wir haben einen Getriebeschaden! Ist es jetzt endlich so weit, können wir die Esperanza jetzt endlich versenken, das war Florian´s erste Reaktion.
Wir erholen uns nur langsam von dem Schock, es hilft nichts, das Getriebe muss ausgebaut werden. Florian steckt für 2 Stunden zusammengelegt, verkrümmt und auf allen vieren im 40° heißem Motorraum und baut das Getriebe aus. Schweiß trieft aus allen Poren und Florian stöhnt und flucht bis er endlich das 30 kg schwere Getriebe in die Plicht stemmt.
Gleich zu Beginn der Zerlegung fallen die Teile des Kugellagers auch schon heraus. Metallspäne haben sich schon im Getriebe verteilt und verklemmt. Wir hatten riesen Glück, dass wir diesen Schaden durch Zufall entdeckt haben. Unser kaputtes Kugellager ist Gott sei Dank ein sehr gebräuchliches, und wir bekommen es auf Anhieb bei einem Mechaniker in Sabanitas nur eine Autostunde entfernt.
Möglicherweise ist das auch ein Blitzschaden, man kann es nicht sagen!
Dienstag, 20. Oktober 2015
EINKAUFEN
Martina
Unser Wecker läutet um 6:15 denn wir wollen zeitig nach Colon fahren, da heute ein 3 tägiges Wahlfahrts Fest in Portobelo beginnt, und angeblich unzählige Polizeikontrollen und viel Verkehr sein soll. Ich bin die Chauffeurin. Planmäßig verlassen wir die Marina und kommen nach einer halben Stunde Fahrzeit gut durch Portobelo durch. In dem kleinen Örtchen Maria Chiquita werde ich zu einer Kontrolle gestoppt. Pass und Führerschein bitte; kein Problem; ich greife zielstrebig in meine Handtasche - doch da ist kein Führerschein.
Der Polizist hat kein Erbarmen. Ich muss das Mietauto am Straßenrand abstellen, mit dem Bus wieder zurück aufs Schiff den Führerschein holen, erst dann dürfen wir weiter fahren. Mittels telefonischer Hilfe eines hier lebenden Österreichers schafft Florian es nach 1 Stunde und etwas ortsüblicher Nachhilfe, dass er mit dem Auto weiter fahren darf. Wir sind erleichtert!
Unsere Einkaufsliste ist lange. Wir fahren wieder zum Electronic Willi und geben unser kaputtes Bordladegerät ab. Am Samstag erfahren wir angeblich, ob er es reparieren kann oder nicht.
Danach geht es noch zu weiteren Geschäfte in Colon und wir erstehen 4 x 60 Ampere Sicherungen, ein UKW Funkgerät, einen Kompressor und ein Ventil für unseren Kühlschrank, Elektrosteckverbindungen, Öldrucklämpchen und danach noch den normalen Einkauf. In der Freihandelszone von Colon sollte es ein ICOM Fachgeschäft geben, aber als Florian dort ankam stand er vor "verschlossener Türe". Wie sich später herausstellt, wird das Geschäft gerade errichtet, aber laut Internet sollte es bereits existieren. Leere Kilometer!
Um 15 h kamen wir mit unseren Schätzen zurück an Bord. Die positive Nachricht des Tages ist, dass wir entgegen der gestrigen Befürchtung, dass die Solarpanelen kaputt sind, heute festgestellt haben, dass sie doch einwandfrei funktionieren. Bordstromversorgung abgeschlossen, Kompressoreinbau für Petroliumherd abgeschlossen, Kühlschrankreparatur abgeschlossen, Solarreglermontage abgeschlossen.
Wir sind auf einem guten Weg!
Jetzt fehlt nur noch mein Führerschein - ich kann ihn nicht finden!
Unser Wecker läutet um 6:15 denn wir wollen zeitig nach Colon fahren, da heute ein 3 tägiges Wahlfahrts Fest in Portobelo beginnt, und angeblich unzählige Polizeikontrollen und viel Verkehr sein soll. Ich bin die Chauffeurin. Planmäßig verlassen wir die Marina und kommen nach einer halben Stunde Fahrzeit gut durch Portobelo durch. In dem kleinen Örtchen Maria Chiquita werde ich zu einer Kontrolle gestoppt. Pass und Führerschein bitte; kein Problem; ich greife zielstrebig in meine Handtasche - doch da ist kein Führerschein.
Der Polizist hat kein Erbarmen. Ich muss das Mietauto am Straßenrand abstellen, mit dem Bus wieder zurück aufs Schiff den Führerschein holen, erst dann dürfen wir weiter fahren. Mittels telefonischer Hilfe eines hier lebenden Österreichers schafft Florian es nach 1 Stunde und etwas ortsüblicher Nachhilfe, dass er mit dem Auto weiter fahren darf. Wir sind erleichtert!
Unsere Einkaufsliste ist lange. Wir fahren wieder zum Electronic Willi und geben unser kaputtes Bordladegerät ab. Am Samstag erfahren wir angeblich, ob er es reparieren kann oder nicht.
Danach geht es noch zu weiteren Geschäfte in Colon und wir erstehen 4 x 60 Ampere Sicherungen, ein UKW Funkgerät, einen Kompressor und ein Ventil für unseren Kühlschrank, Elektrosteckverbindungen, Öldrucklämpchen und danach noch den normalen Einkauf. In der Freihandelszone von Colon sollte es ein ICOM Fachgeschäft geben, aber als Florian dort ankam stand er vor "verschlossener Türe". Wie sich später herausstellt, wird das Geschäft gerade errichtet, aber laut Internet sollte es bereits existieren. Leere Kilometer!
Um 15 h kamen wir mit unseren Schätzen zurück an Bord. Die positive Nachricht des Tages ist, dass wir entgegen der gestrigen Befürchtung, dass die Solarpanelen kaputt sind, heute festgestellt haben, dass sie doch einwandfrei funktionieren. Bordstromversorgung abgeschlossen, Kompressoreinbau für Petroliumherd abgeschlossen, Kühlschrankreparatur abgeschlossen, Solarreglermontage abgeschlossen.
Wir sind auf einem guten Weg!
Jetzt fehlt nur noch mein Führerschein - ich kann ihn nicht finden!
Sonntag, 18. Oktober 2015
STIMMUNGSSCHWANKUNGEN
Florian
Meine Stimmungsschwankungen sind schon enorm.
In der Früh habe ich in die Bilge geschaut - voll Wasser. Auch stellen wir fest, dass das Ladegerät, das 220 Volt Landstrom zu 12 Volt Bordstrom umwandelt kaputt ist. Meine Stimmung war dementsprechend bedrückt und deprimiert. Das Wasserproblem ist natürlich besonders unangenehm. Sinken wir nun tatsächlich endlich?
Findet man die Ursache für ein Problem, dann ist das Problem schon zu 70 % gelöst; also Ursachenforschung beim Wassereintritt. Dieser entsteht nur, wenn der Motor läuft - und es ist Salzwasser; also von draußen. Bei laufendem Motor krieche ich in den heißen Motorraum und suche nach dem Wassereintritt - und finde ihn unter dem Impeller. Irgendwas ist da undicht. Ich baue den Teil aus und Helmut weiß zum Glück gleich die Ursache - undichte Simmerringe. Nachdem diese getauscht und ich im Motorraum zurück unter Verrenkungen das ganze wieder eingebaut habe, ist die Sache dicht.
Helmut hat in der Zwischenzeit die Verkabelung für das neue Trennrelais gebaut und schließlich können wir einen Testlauf starten - Sache funktioniert!!
Und zum Drüberstreuen repariert Helmut den Wechselschalter für unser Ankerlicht/Dreifarbenlaterne, und ich darf das Ding einlöten - und man staune - es funktioniert.
Am Abend ist meine Stimmung um ein Vielfaches besser als noch am Morgen. Ich schätze ich bin im Wechsel.
Meine Stimmungsschwankungen sind schon enorm.
In der Früh habe ich in die Bilge geschaut - voll Wasser. Auch stellen wir fest, dass das Ladegerät, das 220 Volt Landstrom zu 12 Volt Bordstrom umwandelt kaputt ist. Meine Stimmung war dementsprechend bedrückt und deprimiert. Das Wasserproblem ist natürlich besonders unangenehm. Sinken wir nun tatsächlich endlich?
Findet man die Ursache für ein Problem, dann ist das Problem schon zu 70 % gelöst; also Ursachenforschung beim Wassereintritt. Dieser entsteht nur, wenn der Motor läuft - und es ist Salzwasser; also von draußen. Bei laufendem Motor krieche ich in den heißen Motorraum und suche nach dem Wassereintritt - und finde ihn unter dem Impeller. Irgendwas ist da undicht. Ich baue den Teil aus und Helmut weiß zum Glück gleich die Ursache - undichte Simmerringe. Nachdem diese getauscht und ich im Motorraum zurück unter Verrenkungen das ganze wieder eingebaut habe, ist die Sache dicht.
Helmut hat in der Zwischenzeit die Verkabelung für das neue Trennrelais gebaut und schließlich können wir einen Testlauf starten - Sache funktioniert!!
Und zum Drüberstreuen repariert Helmut den Wechselschalter für unser Ankerlicht/Dreifarbenlaterne, und ich darf das Ding einlöten - und man staune - es funktioniert.
Am Abend ist meine Stimmung um ein Vielfaches besser als noch am Morgen. Ich schätze ich bin im Wechsel.
WAS JETZT?
Martina
Gleich nach dem Frühstück wird das Schiff wieder zum Gesamtarbeitsplatz. Das heutige Ziel sollte sein, die aufwendigen Arbeiten für eine funktionierende Stromversorgung abschließen zu können. Auf Hochdruck wird geschraubt, gemessen, getestet und improvisiert. Um 13 h stehen wir aber an, Papa braucht unbedingt 3 Hochleistunsgdioden mit einer Stärke von mindestens 50 Ampere und einen Transistor.
Ich versuche übers Internet Informationen zu bekommen, wo wir diese elektronischen Teile erhalten. Leider finde ich nur eine Adresse in Panama City, das wären dann gute 3 Stunden Fahrzeit in eine Richtung. Ich rufe eine Österreicherin an, die schon seit 14 Jahren hier lebt, und bekomme die angenehme Auskunft, dass es einen Chinesen in Colon gibt, der Dioden hat. Wir machen uns voller Hoffnung auf den Weg und erreichen nach 2 Stunden Colon.
Dank der guten Wegbeschreibung von Silvia ist der "Electronic Willi" leicht zu finden und auch sehr kompetent. Nach wenigen Minuten haben wir eine Diode, aber leider nur eine. Der Verkäufer ist sehr bemüht und es wird sogar für uns herumtelefoniert. Die niederschmetternde Auskunft ist: in ganz Panama gibt es keine weiteren Schottkydioden zu kaufen.
Was jetzt?
Papa überlegt hin und her, sucht angestrengt nach einer anderen Lösung des Problemes. Dann die zündende Idee: wenn wir ein Trennrelais in einem Marinazubehörgeschäft bekämen, dann könnte er mit einigen Umbauten eine andere Lösung erarbeiten.
Und wirklich, bei Abernathy in der Einkaufsmall bekommen wir so ein Trennrelais.
Zufrieden kehren wir um 18 h wieder auf die Esperanza zurück. Heute wird nicht mehr viel erledigt, aber morgen sollte dann das Lichtmaschinen - Stromthema fertig werden.
Ich suche mir Arbeiten, bei denen ich jederzeit für Hilfsdienste unterbrechen und jederzeit meinen Standort verlegen kann. Manchmal wäre es gut, wenn ich mich in Luft auflösen könnte.
So habe ich heute etwa ca 50 verrostete Angelhaken entrostet.
Florian entdeckt neue beunruhigende Probleme: wir haben auffällig viel Salzwasser in der Bilge. Er hat noch keine Ahnung, woher das Wasser kommt und das macht ihn dementsprechend unruhig!
Gleich nach dem Frühstück wird das Schiff wieder zum Gesamtarbeitsplatz. Das heutige Ziel sollte sein, die aufwendigen Arbeiten für eine funktionierende Stromversorgung abschließen zu können. Auf Hochdruck wird geschraubt, gemessen, getestet und improvisiert. Um 13 h stehen wir aber an, Papa braucht unbedingt 3 Hochleistunsgdioden mit einer Stärke von mindestens 50 Ampere und einen Transistor.
Ich versuche übers Internet Informationen zu bekommen, wo wir diese elektronischen Teile erhalten. Leider finde ich nur eine Adresse in Panama City, das wären dann gute 3 Stunden Fahrzeit in eine Richtung. Ich rufe eine Österreicherin an, die schon seit 14 Jahren hier lebt, und bekomme die angenehme Auskunft, dass es einen Chinesen in Colon gibt, der Dioden hat. Wir machen uns voller Hoffnung auf den Weg und erreichen nach 2 Stunden Colon.
Dank der guten Wegbeschreibung von Silvia ist der "Electronic Willi" leicht zu finden und auch sehr kompetent. Nach wenigen Minuten haben wir eine Diode, aber leider nur eine. Der Verkäufer ist sehr bemüht und es wird sogar für uns herumtelefoniert. Die niederschmetternde Auskunft ist: in ganz Panama gibt es keine weiteren Schottkydioden zu kaufen.
Was jetzt?
Papa überlegt hin und her, sucht angestrengt nach einer anderen Lösung des Problemes. Dann die zündende Idee: wenn wir ein Trennrelais in einem Marinazubehörgeschäft bekämen, dann könnte er mit einigen Umbauten eine andere Lösung erarbeiten.
Und wirklich, bei Abernathy in der Einkaufsmall bekommen wir so ein Trennrelais.
Zufrieden kehren wir um 18 h wieder auf die Esperanza zurück. Heute wird nicht mehr viel erledigt, aber morgen sollte dann das Lichtmaschinen - Stromthema fertig werden.
Ich suche mir Arbeiten, bei denen ich jederzeit für Hilfsdienste unterbrechen und jederzeit meinen Standort verlegen kann. Manchmal wäre es gut, wenn ich mich in Luft auflösen könnte.
So habe ich heute etwa ca 50 verrostete Angelhaken entrostet.
Florian entdeckt neue beunruhigende Probleme: wir haben auffällig viel Salzwasser in der Bilge. Er hat noch keine Ahnung, woher das Wasser kommt und das macht ihn dementsprechend unruhig!
Samstag, 17. Oktober 2015
AN DIE ARBEIT
Florian
Um 6:00 Uhr war Tagwache - Helmut (der Schwiegerpapa) hat eh Jetlag. Die ersten Diagnosen - Starterbatterie, Amperemeter hinüber; die Bordbatterien sind o.k.. Also ab nach Colon neue Teile kaufen. In der Zwischenzeit dringt Helmut in die Tiefen der Bordelektrik vor. Im Schiff herrscht Großbaustelle - Martina verzupft sich auf das Nachbarschiff; auf der ESPERANZA kann sie nicht einmal in Spitzenschuhen stehen.
Helmut bringt den Motor wieder in Gang; die Lichtmaschine gehört noch gebändigt und der Laderegler benötigt Aufmerksamkeit. Noch einiges ungelöst.
Ich montiere das neue Amperemeter und vernichte dabei eine Sicherung (man soll nicht + mit - verbinden); schließlich funktioniert die neue Anzeige. Danach erklimme ich den Mast und montiere die neue UKW Antenne - die passt. Das gebastelte Ankerlicht baue ich ab - wir haben eine neue Dreifarbenlaterne samt Ankerlicht bekommen. Also morgen wieder in den Mast.
Um 19:00 Uhr machen wir Schluss - ist eh schon dunkel - und Martina verwöhnt uns mit einem hervorragenden Abendessen. Morgen geht´s weiter - die Nacht wird kurz.
Um 6:00 Uhr war Tagwache - Helmut (der Schwiegerpapa) hat eh Jetlag. Die ersten Diagnosen - Starterbatterie, Amperemeter hinüber; die Bordbatterien sind o.k.. Also ab nach Colon neue Teile kaufen. In der Zwischenzeit dringt Helmut in die Tiefen der Bordelektrik vor. Im Schiff herrscht Großbaustelle - Martina verzupft sich auf das Nachbarschiff; auf der ESPERANZA kann sie nicht einmal in Spitzenschuhen stehen.
Helmut bringt den Motor wieder in Gang; die Lichtmaschine gehört noch gebändigt und der Laderegler benötigt Aufmerksamkeit. Noch einiges ungelöst.
Ich montiere das neue Amperemeter und vernichte dabei eine Sicherung (man soll nicht + mit - verbinden); schließlich funktioniert die neue Anzeige. Danach erklimme ich den Mast und montiere die neue UKW Antenne - die passt. Das gebastelte Ankerlicht baue ich ab - wir haben eine neue Dreifarbenlaterne samt Ankerlicht bekommen. Also morgen wieder in den Mast.
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