Donnerstag, 17. April 2014

GRÜNDONNERSTAG

Florian

Bekanntlich hat Gründonnerstag nichts mit Grün zu tun und daher haben wir heute – auch aus Mangel an Spinat – nichts Grünes, dafür aber Martinas hervorragende Krautsuppe gegessen; und die ALIENs haben wir auch dazu eingeladen, denn die stehen mittlerweile an Land und genießen die kühle ESPEPRANZA im Wasser.

Ich habe beide Eingangstüren abgeschliffen und Martina ist beim Streichen,



da es immer wieder regnet müssen wir die Teile unter unserem Bimini in Sicherheit bringen



Außerdem schrubbt und wäscht Martina unsere Messingteile mit ihrem selbstgemachten Spezialreinigungsmittel und erzielt ganz wunderbare Erfolge damit; sieht fast schon ein bisschen nobel aus – frisch lackiert und mit glänzenden Messingteilen.



Und ich habe in der Nachbarbucht einen Sportplatz gefunden mit einer 400m Achterbahn(!) auf den Rasen gemalt. Da habe ich natürlich gleich einmal ein barfuss Intervalltraining abhalten müssen – das erste seit fast 1 ½ Jahren; macht Spaß endlich wieder einmal die Beine ein wenig „fliegen“ zu lassen (sofern man das bei mir noch so nennen kann). Aber ich habe ja zufällig festgestellt, dass die österreichischen Masters Meisterschaften in nächster Nähe abgehalten werden, wenn ich im Juli in Österreich bin – also schau ma mal…….

Dienstag, 15. April 2014

MESSING

Martina

Wenn man einmal anfängt, dann kommt man ja bekanntlich vom Hundertsten ins Tausendste. So auch bei unsere Luke. Ich war der Meinung, wenn wir schon alles abschleifen, und ich dann das Holz 3x streiche, dann sollten wir auch die Beschläge herunter nehmen.


Als ich dann die Beschläge wiederum in Händen hielt, dachte ich mir, auf eine so schön gestrichene Luke kann ich jetzt wirklich nicht die mit Grünspan überzogenen Beschläge anschrauben. So etwas wiederstrebt mir zutiefst.

Also habe ich mich im Internet schlau gemacht wie man mit Hausmitteln Messing sauber bekommt. Und was lese ich da, man nehme: Salz, Essig ( leicht verdünnte 80% Essigessenz) und Mehl, verrühre dies und man lege die Messingteile in diesen Brei.
Ich war echt skeptisch, aber dann dachte ich mir, probieren geht über studieren. Das sind alles Dinge die man immer an Bord hat, also warum nicht.




Rasch alles zu einem Brei vermengt und die Einzelteile darin versenktNach 1 Stunde habe ich einmal nachgeschaut, und siehe da, das Ganze hat sich zu einem festen Klotz verdichtet. Ich hatte echt Mühe meine Teile wieder aus dem Mehlgatsch zu befreien, aber mit etwas Wasser ließ sich das Ganze wieder aufrühren.
Der Grünspan hat sich zum Großteil mit dem Mehlgatsch verbunden,


und das Messing blinzelte schon durch. Es war aber dann doch noch schrubben mit der Stahlwolle gefragt, aber Alles in Allem hat es sehr gut funktioniert.





Wer es ausprobieren "muss" sollte den Teig von der Konsistenz her gleich so wie Apfelmus anrühren. Wenn das Messing nicht so grün gewesen wäre, hätte möglicherweise nur das einlegen in den Salz, Essig Mehlgatsch gereicht. Jedenfalls werde ich in Zukunft die Teile nicht mehr so grün anlaufen lassen.

Montag, 14. April 2014

MONTAG

Florian

Auch wir halten so in etwa einen Wochenrhythmus ein. Und daher war nach einem geruhsamen Sonntag wieder Arbeit angesagt.

Wir haben die Luke in der Bugkabine abgeschliffen, um sie neu zu lackieren. Die Sonne und das überkommende Meerwasser haben den alten Lack schon fast komplett entfernt. Nach zwei Stunden schleifen waren die Vorbereitungsarbeiten für das morgige Lackieren abgeschlossen.




Martina war in der Spiceland Mall  in "Grand Anse" – das einzige Shopping Center hier auf der Insel, das den Namen auch verdient. Leider gab es dort keine Laufschuhe in meiner Größe. Also kam Plan B zur Ausführung und ich habe die Teile mit Marinekleber 5200 von 3M zusammengeklebt - so gut es halt ging. Bin schon neugierig, ob das hält.


Sonntag, 13. April 2014

TRAUMHAFT

Martina

Ein Sonntag mit Sonntagsspaziergang, das ist sehr selten. Denn wer Florian kennt, der weiß, es wird gelaufen, spazieren gehen wir dann wenn wir 70 sind.

Gleich hinter der Marina führt eine kleine Straße zu der schicksalsträchtigen Hotelanlage "Bel air Plantation"! Ein englisches Ehepaar hat sich hier vor Jahren einen Traum erfüllt, und mit viel Liebe zum Detail ein kleines Paradies geschaffen. Das Restaurant in der Hotelanlage war auf der gesamten Insel durch seine besonders gute Küche bekannt. Doch das Schicksal hat erbarmungslos zugeschlagen. Der Mann ist ganz plötzlich gestorben, der Vater wurde etwas später tot im Swimmingpool gefunden, und ein Jahr später hat sich die Besitzerin dann das Leben genommen. Nun steht dieses Paradies verwaist und wartet auf einen neuen Besitzer.



Unser 30 minütiger Fußmarsch führt quer über die Halbinsel


in die nächste Bucht zum traumhaften Strand " La Sagesse". Bei einem kühlen Bier waren wir uns einig, wir sollten öfter spazieren gehen und nicht so viel reparieren, und jetzt lasse ich lieber die Photos sprechen!







Samstag, 12. April 2014

FLORIANS 2. HASH

Florian

Meinen zweiten Hash wollte ich gewinnen. Und so habe ich diesmal die leichten Schuhe ausgepackt und hab mich vor dem Start auch entsprechend aufgewärmt. Der Hash war diesmal im Grand Etang Nationalpark, dem wunderschönen Dschungelpark in den Bergen im Zentrum von Grenada.


Eine Schwierigkeit beim Hash ist, dass man nicht weiß in welche Richtung die Strecke geht. Man steht vor dem Hash Master, der kurz die Hash Regeln erklärt – keine Früchte pflücken, am Ende in der Liste, in die man sich eingetragen hat wieder austragen, damit niemand im Dschungel verloren geht, dass es mehrere Sackgassen (also absichtlich markierte Irrwege) gibt, etc. – und irgendwann deutet er in eine Richtung und ruft OnOn; dann geht’s los.

270 Hasher waren am Start des 822. Hashes. Ich hatte die Startrichtung nicht erraten, habe mich aber strategisch sinnvoll in der Mitte hingestellt, sodass alle Richtungen gleich gut/schlecht waren. Ich kam daher doch ganz gut weg und war nach 200 Metern in Führung. Es ging einen Weg hinunter in den Dschungel, links ein Abzweigung, vor der man mich zuvor gewarnt hatte – ein Irrweg; also geradeaus, rechts Abzweigung mit Markierung, geradeaus Markierungen den nächsten Hügel hinauf – ich in Führung. Es war sehr steil, teilweise Stufen aber sehr rutschig. Als ich oben am Hügel war – ein großes weißes Kreuz am Boden aus Papierschnitzel – Irrweg!! Na super – 150 m für nix. Umdrehen und den Hügel wieder hinunter, hätte ich doch die Abzweigung nach rechts nehmen sollen.

Also der ganzen Horde hinterher und auf den engen Dschungelpfaden und durch den Gatsch überholen. Auf einmal ein Schmerz am rechten Zeigefinger. Ich hatte ein berüchtigtes Razor Gras (wirklich scharf wie Rasierklingen) gestreift und es hat mir eine tiefe Schnittwunde zugefügt.


Das Blut ließ nicht lange auf sich warten und tropfte bald von meiner rechten Hand. Läufer um Läufer konnte ich überholen und war schließlich bei „Grand Daddy“ (Hasher Spitzname), der immer weit vorne läuft. Nach einiger Zeit konnte ich auch ihn überholen. Dann sah ich niemanden mehr vor mir.

Ich kam auf einen Weg – rechts oder links? – ich lief links dort sah ich einige Personen bei ihren Autos warten. Die Markierung führte mich zu ihnen. Als ich dort war sah ich ihr breites Grinsen – und ein großes weißes Kreuz aus Papierschnitzeln – Irrweg…Sch……!!


Zurück dafür endlich auf einem Weg, da konnte ich meine langen Beine ausstrecken. Über Straßen, dann wieder Wege und stufen, und schließlich an einem See entlang kam ich schließlich zurück zum Start – zweiter; wie letztes Mal, der erste war 5 Sekunden vor mir gewesen. Meine Schuhe waren zerfetzt und meine Hand blutüberströmt – ein erfolgreicher Hash eben!!


Martina

Viele Hasher laufen mit ihren Hunden, und einer ist sogar mit seinem Affen gelaufen, der Herrgott hat einen Tiergarten!!


Ich habe mich in der Zwischenzeit um die "wesentlichen Dinge des Lebens" gekümmert, die Natur bewundern, exotische Blüten photographieren, Mann verarzten, Bier und Henderl besorgen und Mann bewundern!



GRENVILLE

Martina

Heute war ein netter Ausflug nach Grenville am Plan. Mit dem Fahrrad und den Laufschuhen bis zur Main road, dort in den Sammelbus, und dann ca. 20km an der traumhaft zerklüfteten und rauen Ostküste Richtung Norden. Die 30 minütige Fahrt führt uns vorbei an Klippen, Dschungel und Fischerdörfern und schlussendlich bis ins Zentrum von Grenville.


Hier steht das frisch renovierte Gerichtsgebäude, eine anglikanische Kirche direkt am Meer. Der offene Fleischmarkt, wo man ungekühltes Schweine - und Rindfleisch bei 30° kaufen könnte, nein Danke!


Uns zieht es wieder Richtung Fischmarkt, hier liegen die Fische auf Crasheis, ich schlage wieder bei den Thunfischfilets zum unglaublichen Preis von umgerechnet 4 Euro das Kilo. Der Sonntagsschmaus ist wieder gesichert.



Dann weiter zum Obst und Gemüsemarkt, wir kosten uns bei den verschiedensten selbstgemachten Säften in Plastiksackerl durch. Man beißt ein winziges Eckerl vom Sackerl ab, und zuzelt ( Rudi für dich) den Saft dann aus. Zb. ein Saft aus aufgekochten Meeresalgen mit diversen Gewürzen und Kondensmilch verfeinert. Leider gibt es im Moment sehr wenig Früchte, aber wir haben das Glück noch 8 Stück herrlichste Passionfrüchte zu ergattern. Die gehörten eigentlich der Safttante für ihre Säfteküche. Sie war aber so nett und hat uns 8 Stück verkauft.
Gestärkt haben wir uns mit einem "Double", das ist eine Spezialität aus Trinidad. Werde versuchen das Rezept heraus zu finden, und es kommt dann auf den Blog!




Freitag, 11. April 2014

DER KREISLAUF DER WIRTSCHAFT

Florian

Die Arbeit am Gräting vom Bugspriet hat 2 Tage gedauert. Allerdings nur, weil das Polyester, das ich zum Verkleben verwendet habe nicht hart geworden ist und ich alles wieder abkratzen und mit Aceton reinigen musste. Jetzt ist alles mit Epoxy verklebt, getrocknet und wieder montiert. 2 Tage Arbeit – USD 500,00 gespart. Wenn man das hochrechnet sind das pro Monat USD 15.000,00 – das ist ein tadelloser Monatsverdienst – so werden wir reich!!



Und wir können das Geld auch gut brauchen, denn der Volvo Mechaniker in der Wiener Kuchelau hat mir einen tadellosen Schock versetzt. Ich habe ihn angerufen, ob die Abwicklung meiner Bestellung eh funktioniert. Da teilt er mir mit, dass sie die Teile nicht verschicken – Ufff – Magenkrampf!! Er erklärt mir, dass sie sich nicht auskennen mit Versendungen ins Ausland und das mit der umsatzsteuerfreien Exportrechnung immer Probleme bereitet und sie auch nicht wissen, wie man per UPS oder DHL, etc. versendet. … und das bei einem Volvo Händler?!? Die Lösung hatte ich schnell parat: mein lieber Freund Roland holt die Ersatzteile in der Kuchelau ab und schickt sie mir per Expressbotendienst – das Verschicken kostet ca. USD 500,00 – und damit ist das Geld, das ich mir soeben gespart habe auch schon wieder ausgegeben – so ist das halt mit dem Kreislauf der Wirtschaft oder wie gewonnen so zerronnen.