Samstag, 9. Februar 2019

SRI LANKA - ÄGYPTEN, 16. TAG

09.02.2019

Florian

Tanja hat mich gestern zur Rede gestellt, warum ich die Probleme mit ihr auf meinen Blog stelle. Also eigentlich hat sie zunächst ja nicht mir Vorwürfe gemacht, sondern die Frage in den Raum gestellt: "Warum stellt jemand etwas ins Netz, das das Fortkommen eines anderen gefährdet?". Ich dachte nur: "Achtung Fangfrage?". Weiß sie eigentlich, dass ich Rechtsanwalt bin? Für wie blöd hält sie mich, dass ich ihre Frage nicht durchschaue? Natürlich hat sich daraus wieder eine Diskussion entsponnen. Also: Warum stelle ich all das auf meinen Blog?: 1. Weil es mein Tagebuch ist und die Sachen, über die ich schreibe, tatsächlich passiert sind. 2. Weil es der Beweissicherung dient. Falls irgendetwas Ungewöhnliches an Bord passieren solte, dann hat das aller Voraussicht nach mit Tanja zu tun. Das soll und muss mein Umfeld wissen.

Im Übrigen bin ich sehr bemüht die Situation ruhig zu halten und das ist sie derzeit auch. Wir segeln gut dahin, müssen diesmal aber auf unsere Freunde vom Katamaran SANGANEB2 warten, da ihr Grossegel beschädigt ist und sie nur mit dem 3. Reff segeln können. Ich nehme an, das wird im Bab el Mandeb eh passen. Wir sind jedenfalls mit dem 2. Reff im Groß und mit einer gerefften Genua unterwegs - mit gut 6 Knoten.

Heute Morgen haben wir noch 37 sm bis zum Ende des Korridors, wo wir uns von unseren französischen Freunden, unserem Teamleader von BICHE DU VENT und den Schiffen ORION und L´ETOILE verabschieden werden, die nach Djibouti segeln. Für uns gehts dann hinauf zum Bab el Mandeb, der Einfahrt ins Rote Meer, wo wir irgendwann in den frühen Morgenstunden des Sonntag ankommen sollten. Morgen ist also Starkwindtag.

Kommentare:

  1. Toi, toi, toi..... Weiter alles Gute und friedlichere Bordstimmung!!

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  2. Für uns warst Du und Martina das Traumpaar, Martina war perfekt was sie alles am Schiff geleistet hat. Gute Planung, beste Küche, sie hat alles gemacht auch schmutzige Arbeiten,usw. dann war plötzlich kein Platz für zwei? Und jetzt? Hilde

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  3. Es ist doch klar, dass in solch einem Segelrevier die Nerven bloß liegen. Passt gut auf euch auf und bleibt stark und habt Verständnis füreinander!!!

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  4. Herr Rechtsanwalt wie behandeln Sie Tanja? Es wirkt als wäre Tanja eine Sklavin!

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  5. Ich bin dankbar für alle Informationen im Blog, seien sie gut oder auch mal weniger gut. Viel wichtiger ist aber das erfolgreiche Durchkommen im Piraten-Korridor. Hoffe dass auch das letzte Stück gut klappt und alle gesund Ägypten erreichen. Toi toi toi.... LG Peter

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  6. … und 3. ist es "Majestätsbeleidigung", wenn nicht sogar "Gotteslästerung"!

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  7. Gut, dass du deinen Blog als Tagebuch zur „Beweissicherung“ führst. Da kann nämlich jeder nachlesen, dass dir seit Beginn deiner Weltumseglung 2013 die Esperanza langsam aber sicher unterm H…… wegrostet. Wie sonst ist es zu erklären, dass sie Anfang August 2018 – also vor einem halben Jahr – einen Wert von EUR 70.000 repräsentierte (Blogeintrag am 6. August 2018), aber mittlerweile der Wunschpreis nur noch läppische EUR 38.000 beträgt (siehe Kopfzeile). Das bedeutet einen Wertverlust innerhalb nur eines halben Jahres von fast 46 %!!!!! Wenn du sie im Juni in der Adria „auslieferst“, musst du wahrscheinlich einige Scheinchen fürs „Abwracken“ locker machen.
    Wie man als Skipper eines so desolaten Schiffs durch „das gefährliche Meeresgebiet vor Somalia“ (Blogeintrag am 19. Januar 2019) andere Menschen mit an Bord nimmt und deren Gesundheit und Leben gefährdet, ist und bleibt schleierhaft. Außerdem im Blog nachzulesen: Zu wenig Diesel, zu wenig Verpflegung, keine Kühlmöglichkeit auf Grund von Einsparungsmaßnahmen (Eiskasten wird mit Diesel betrieben), langsam vergammelnde Lebensmittel, zu wenig Trinkwasser, mangelhaft funktionierender Motor, mangelhaft funktionierender Laptop, somit zeitweise OHNE Internetzugang).
    Kaum zu glauben, dass dir als Rechtsanwalt (deine Profession erwähnst du ja ausdrücklich) nicht die Tragweite deines Handelns bewusst ist. Gut, dass alles durch eine detaillierte Auflistung der seit Beginn deiner Reise immer wieder auftretenden Gebrechen der Esperanza – vor allem jene des Motors – untermauert ist. Wie wir uns alle vorstellen können, ist ein starker funktionstüchtiger Motor und genügend Treibstoff mehr als lebensnotwendig bei einer etwaigen „Flucht“ vor Piraten. Tanja wird daher – „falls irgendetwas Ungewöhnliches an Bord passieren sollte“ – aus deinem Blog mehr Nutzen ziehen als du.
    Hoffentlich seid ihr gut und gesund durch den Korridor gekommen!

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    1. Vor allem dir ist mein heutiges post gewidmet. Wer nicht´s weiß soll auch nicht´s sagen. lg Michael Orner

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  8. Wir warten ungeduldig auf ein Lebenszeichen von der Ersperanza und lesen die Blogeinträge. Da kann ja jeder seine freie Meinung äussern... aber Anonym, das geht gar nicht - schäme Dich!
    Quo Vadis, Benu und Silvia

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    1. Für Florian bin ich nicht anonym. Das reicht!

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  9. Ist etwas Ungewöhnliches passiert, dass hier keine neuen Blogeinträge mehr kommen???

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  10. die Frage stelle ich mir auch mittlerweile, hoffentlich ist alles o.k.

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  11. Hier ist Peter Hosek aus Wien - für alle, die sich wundern, warum Florian nichts mehr blogt ... es geht ihm gut - sein Laptop ist kaputt und deshalb kann er nicht schreiben ! er segelt entlang der Küste des Sundans ...

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  12. Lieber Florian, schön zu hören, dass es dir gut geht, wir waren schon sehr beunruhigt...diese garstigen Kommentare sind unerhört!! kauf einen Computer und schreib wieder weiter....viele liebe Grüße vom Annaberg, Veronika

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  13. An all jene die sich da unwissender Weise wichtig machen. Bei einer Weltumseglung ist es vollkommen normal, dass es immer wieder zu Schäden am Schiff kommt. Das man sich bei der Bevorratung von Treibstoff und Lebensmitteln verschätzen kann ist unangenehm aber auch nicht immer zu verhindern. Als langjähriger Bootsfahrer und Eigner weiß ich natürlich, dass man anfangs natürlich soviel als möglich für sein Schiff kriegen möchte, den Preis aber dann eben dem Markt anpassen muss. Der liegt eben jetzt halt am Boden. Viel mehr Sorgen hat mir das Ausbleiben von Blogeinträgen gemacht. Insofern beruhigt mich das post von Peter Hosek. Alles Gute weiterhin für Florian und seine Crew. Ein nicht so anonymer Michael Orner aus Berndorf

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