Donnerstag, 13. März 2014

BADETAG

Martina

Wir verbringen einen Segeltag auf dem gecharterten Kat von Norbert, Hanni, Max und Claudia. Eine Badebucht mit möglichst wenig Schwell ist an Bord gefragt, und das stellte am heutigen Tag eine größere Herausvorderung an. So mussten wir 15 sm zurücklegen, um dann in herrlich klarem und ruhigem Wasser unseren Anker fallen zu lassen.


Wir erreichen die Einfahrt von Le Marin nur noch im Dunkeln, ist aber kein Problem, da wir ja schon Ortskundig sind. Ein letztes gemeinsames Abendessen an Bord, und dann kommt schon eine spührbare Aufbruchstimmung auf.
Wieder bekommen wir viele Köstlichkeiten die zu viel gebunkert wurden, jetzt habe ich schon Mühe das alles gut zu verstauen, aber wer kann schon Parmesan, Speck und Rosé etc….wiederstehen?

Für uns geht es weiter Richtung N, vorbei am 176m hohen Felsen "Rocher du Diamant", der eigentlich wie ein Hundekopf mit Schlappohr ausschaut.


Bis in die Petit Anse d´Arlet wo wir Annemarie und Roland von der Angicamaro wieder sehen. Es war eine große Freude, denn wir haben die Beiden das letzte Mal im November 2013 auf Fuerteventura  gesehen.




Auch die SY Muck mit Doris und Ruedi liegen hier, den Beiden haben wir ja damals in Mindelo nachgewunken, als sie 2 Wochen vor uns den Sprung über den Atlantik gewagt haben.

Es ist soooooooooooo schön unsere Segelfreunde, die auch alle das erste Mal über den Atlantik gesegelt sind, gesund und glücklich wieder zu sehen.

Montag, 10. März 2014

FORT DE FRANCE

Martina

Heute war ein Ausflug mit dem Bus in die Hauptstadt am Programm. Es sind ca 40km um € 7 pro Person, die Straßen herrlich ausgebaut und wenn man in die Nähe von Fort de France kommt gibt es auch einen Stau wie auf der Südost Tangente.
Die Stadt hat eindeutig schon bessere Zeiten erlebt. Die Parkanlagen sind nicht mehr mit Blumen von der ganzen Insel bepflanzt, so wie in unserem alten Reiseführer aus 1987 steht.
Sehr nett ist die alte Bibliotheke aus dem Jahre 1886 "Bibliotheque Schoelcher"





Die Statue von Napoleons Gattin Josephine wurde 1991 geköpft, und sämtliche Köpfe aus dem Krönungsrelief entfernt und die goldene Inschrift heraus gekratzt. Sie wurde aufgrund der neuerlichen Einführung der Sklaverei 1802 unbeliebt.



Sonntag, 9. März 2014

SAINTE - ANNE

Florian

Es war wieder einmal an der Zeit meine alten Läuferbeine zu schmieren. Also wollten wir die Südspitze von Martinique erkunden. Mit dem Klapprad im Dingi zischten wir über die Bucht nach St. Anne. 



Auffällig war die gepflegte Umgebung – europäisch. Es war schwierig den richtigen Weg zu finden, der uns zur "Savanne de Petrifications" bringen sollte – angeblich eine Gegend mit vielen vulkanischen Versteinerungen. Teilweise mussten wir einen abenteuerlichen Steig direkt an der Küste bewältigen – an Radfahren war nicht zu denken, also musste ich das Fahrrad weite Strecken tragen bzw. schieben.



Die Franzosen grillen an diesen schwer zugänglichen Strandabschnitten – und luden uns sogar ein; aber dann hätte ich nicht mehr laufen können, also lehnten wir danken ab.




Schließlich erreichten wir die Südspitze der Insel und die Savanne de Petrifications – von Versteinerungen sahen wir zwar nichts, aber die Landschaft war sehr beeindrucken und ursprünglich.


Leider war es bereits Zeit umzudrehen – oder zum Glück, was meine Beine betrifft – und so gings zurück – diesmal auf der Straße – nach St. Anne. Ziemlich fix und fertig kam ich schließlich wieder zurück zu unserem Dingi. Nach einem kühlen Bad im Meer und einem Bier weilte ich wieder unter den Lebenden. 16 km in 1:48h - alt werd ich.



Samstag, 8. März 2014

ZUFRIEDEN

Martina

Endlich sind wir mit unseren Reparaturen fertig. Der Kühlschrank läuft wie ein Glöckerl, die Ankerwinsch schnurrt wie ein Kätzchen und die Genua schaut wieder aus wie neu. Es war nämlich eine dreifach Naht am Genua Schothorn aufgegangen. Wurde immer ärger, aber es war dauernd zu viel Wind um die Genua an einem Ankerlatz aufzurollen. Es war für meine Hände sehr anstrengend, da das Material an dieser Stelle sehr dick ist. Musste jeden Stich mit einem Ahle vorstechen und dann schnell mit der rießigen Nadel und dem Seemannsfingerhut das Loch finden und die Kreuzstiche nähen.



Am Nachmittag haben wir noch den Supermarkt geplündert und unsere Proviantbestände um 70% verbessert. Jetzt kann es beruhigt Richtung BVI gehen, in schönen Buchten vor ankern, und wir werden nicht verhungern. Ganz wichtig, denn Florian ist nach dem Laufen immer sehr hungrig.

Freitag, 7. März 2014

MÄNNERSTIMMEN

Martina

Gestern am Abend bin ich aufgebrochen um duschen zu gehen und eine Pizza zu holen. Schon fast am Ziel angekommen höre ich eindeutig österreichische Männerstimmen. Zwei Schritte zurück, ein Blick nach rechts, und ich schaue in 16 fremde Männeraugen. Egal dachte ich mir, ich frag sie einfach ob sie aus Österreich sind, und es kam mir ein sehr freundliches "ja" entgegen. Nach ein paar Worten wurde ich auf ein Bier an Bord des Katamaran gebeten. Die Herren hatten 14 Tage einen großen Kat gechartert und sind das traumhafte Segelrevier rund um die Tobago Cays abgesegelt.
Sie waren von unserer Reise fasziniert, und so gab es viel zu erzählen. Wir holten Florian von unserer Esperanza, denn der Arme saß bei der Reparatur der Ankerwinsch an Bord und wartete auf die Pizza die noch nicht ein Mal bestellt war.
Schließlich haben wir dann für alle Pizza bestellt, und es blieb nicht nur bei einem Bier. Es war ein besonders netter Abend, und ich habe es genossen in der Mitte von 9 Männern zu sitzen ;-))
Am nächsten Morgen wurden wir mit den restlichen Köstlichkeiten ihres Törns beschenkt, und das war wie Weihnachten für uns. Barilla Nudeln gab`s ja schon lange keine mehr, Basilikumöl und vieles mehr, wir danken und werden bei all diese Leckereien an diesen netten Abend an Bord der Hully Gully Truppe denken.


LAPIN DE MARIN

Mein erstes Haserl   :-((

4 Kaninchen Haxerl mit einer Marinade aus: Chilliöl, Senf, Honig und Sojasauce einstreichen.
1ne große Zwiebel in grobe Würfel schneiden, 3 Karotten in große Stücke schneiden und beides in Olivenöl anrösten. Dann ein Stück geschnittenen Lauch und 3 Knoblauchzehen kurz mitrösten. Alles heraus nehmen und die Kaninchenteile gut anrösten. Mit einem Suppenwürfel etwas Salz und Pfeffer würzen und mit Rotwein und Wasser aufgießen bis die Kaninchenteile bedeckt sind. Das angeröstete Gemüse wieder dazu, und dann verschiedenes grob geschnittenes Gemüse oben drauf legen; Zucchini, Melanzani, Kraut, geviertelte große Kartoffeln ganz oben drauf legen.
Deckel drauf und ca. 45 Minuten kochen lassen. Köstlich!!


Donnerstag, 6. März 2014

VERSUNKENE TRÄUME

Florian

Es ist schon erstaunlich, welche Lebenskünstler man gelegentlich auf Schiffen sieht. Und manchmal versinken die Träume von einem Leben am Schiff buchstäblich in den Fluten. Auffällig ist, dass hier auf Martinique in der Bucht von Le Marin besonders viele solcher untergegangener Träume sichtbar sind.






Manche haben natürlich auch schwerere Probleme, etwa wenn sich das Rigg in einem Squal verabschiedet, wie bei diesem Schiff aus Deutschland.  Dagegen sind unsere Reparaturen ja der reinste "Kindergarten".


Wir werken daher fleißig an unserem Schiff, damit wir nicht auch so enden. Die Arbeiten gehen gut voran aber davon in Kürze - wir müssen ja nicht immer vom Arbeiten berichten. Auf Martinique ist die Versorgungssituation - verglichen mit dem, was wir in den letzten 4 Monaten gesehen haben - perfekt. Und so sind auch wir schwer bepackt aus den diversen Supermärkten gekommen. "Tante Visa" glüht - aber dafür habe ich endlich wieder meine Nutella und Martina ihre französischen Pasteten gefunden. Kurz gesagt - es geht uns derzeit nicht schlecht. Und auf Grund der gesteigerten, zivilisationsbedingten Kalorienzufuhr haben wir ein tägliches vorfrühstückliches Fitnesprogram begonnen.