Florian
Martina liegt zerstört im Bett. Offenbar war die Pizza gestern beim Rolott nicht in Ordnung. Die ganze Nacht hat sie alles was in ihr war vorne und hinten wieder von sich gegeben; Durchfall und Erbrechen - kleine Lebensmittelvergiftung.
Nach dem ich mich versichert habe, dass sie keine weitere Hilfe braucht, düse ich um neun Uhr mit dem Dingi in die Marina. Ein Lokal hat einen Videobeamer und Leinwand aufgebaut, damit man das Finale der Fussballeuropameisterschaft anschauen kann. Es ist natürlich besonders spannend, da Frankreich gegen Portugal im Finale spielt. Beim Stangenschuss von Frankreich bekommen die Hälfte der französischen Zuschauer fast eine Herzinfarkt und beim Tor der Portugiesen in der Nachspielzeit ist die Enttäuschung groß, die Stimmung ist aber trotz allem sehr angenehm - keinerlei Aggression; die Menschen hier sind entspannt.
Nach einem Frühschoppen mit Franz auf der CINDERELLA widme ich mich meinem großen Projekt - neue Solarstromversorgung. Die alte 50W Paneele kommt vom Träger herunter, die neue 100W Paneele kommt hinauf; die alten Nieten muss ich dazu aufbohren, danach die neuen Halterungen für die neue Paneele bohren und alles vernieten. Ich montiere eine neue Verteilerdose, ziehe neue bessere Kabel ein und verlöte alle Kabelenden.
Die 50W Paneele bekommt eine wasserdichte Steckverbindung, damit wir sie am Ankerplatz auf unser Dach legen und zusätzlich anstecken können.
Bis in die Nacht werke ich. Natürlich gibt es auch wieder unvorhergesehene Schwierigkeiten: bei der neuen Solarpaneele fehlt die Verschlusskappe für ein Anschlusskabel; das muss ich also Morgen besorgen. Und die beiden Hauptkabel (+ und - getrennt) von den Paneelen zur Verteilerdose in der Backskiste sind leider zu kurz, das muss ich Morgen länger kaufen; provisorisch kann ich aber alles einmal anschließen.
Morgen bei Sonnenlicht haben wir dann hoffentlich 250W Solarstrom zur Verfügung - wenn ich alles richtig gemacht habe. Und Martina befindet sich schön langsam wieder unter den Lebenden.
Mittwoch, 13. Juli 2016
Dienstag, 12. Juli 2016
WASSERPARK UND KULTUR
Martina
In der Früh besorgen wir noch rasch einiges von unserer
Einkaufsliste und dann fahren wir Richtung Süden. Wir wollen zum 40 km
entfernten „Bain de Vaima & Vaipahi“, einem Wassergarten mit Wasserfall und
einigen Rundwanderwegen.
Gemeinsam mit Franz und Dagmar starten wir den mittellangen 2,2
km Rundwanderweg. Zuerst geht es zwischen Palmen und Farnen steil bergauf, oben
angekommen stehen wir in einem Föhrenwald wie bei uns im Waldviertel. Florian
sieht die perfekte Laufstrecke vor sich und ich merke wie es ihn in den Beinen
juckt, er möchte laufen. Ich nehme ihm seinen Rucksack ab und entlasse ihn in
sein Glück.
Von hier oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die
vorgelagerte Außenriffkante und das Riffplateau.
Wir erfreuen uns an der Natur
und vor lauter tratschen verpassen wir die Abzweigung unseres Rundganges:
So
sind es dann 5,5 km geworden, Florian ist schon alle Wege abgelaufen und hat
uns gesucht, so ist er auch voll auf seine Rechnung gekommen.
Wir erholen uns im wunderschön angelegten Wasserpark mit
einer saftigen Pomello und waschen uns den Schlamm von den Beinen. Es ist 15 h,
wir müssen uns beeilen, denn um 16 h beginnt die Vorstellung einer
Polynesischen Laientanzgruppe die im Rahmen des Heiva Festivals stattfindet.
Kurz vor Beginn erreichen wir die Freiluftstätte Marae Arahurahu in Paea. Das Stück heißt TE
MOE A TAUPAPA und erzählt die Lebensgeschichte eines im Sterben liegenden
Häuptlings. Handgemachte Kostüme, ein Chor, ein Orchester mit Trommeln, Gitarre,
Ukulele und der Nasenpfeife Vivo, Häuptling, König und Königin , knackige
Krieger und atemberaubend mit den Hüften schwingende Damen begeistern uns.
In
der Choreographie sind sie zwar nicht sattelfest, aber sie sind kraftvoll und
mit Begeisterung dabei. Nach einer langen kulturlosen Zeit ein wahres Vergnügen.
Wir hatten auch das Glück, dass die Miss Tahiti 2016
der Vorstellung beiwohnte.
Samstag, 9. Juli 2016
KAUFRAUSCH
Florian
Es ist vier Monate her, dass wir gute Einkaufsmöglichkeiten hatten, und so ist unsere Einkaufsliste lang geworden. Insbesondere für unsere ESPERANZA müssen bzw. wollen wir einiges kaufen. Ich bin auf der suche nach einer größeren Solarpaneele und werde fündig; 100W auf 120 x 54 cm - das passt. Dazu alle Kabel und Verbindungen, hier in Papeete findet man das leicht.
So Kleinigkeiten wie Petroleum, das es hier an der Tankstelle an der Zapfsäule gibt, da die Tahitianer Petroleum für ihre Lampen benötigen - kostet ca. EUR 1,10 und damit wesentlich billiger als die EUR 7,00 pro Liter im Baumarkt. Dafür finden wir im Baumarkt immer Dinge, die wir brauchen.
Wir kaufen uns Eintrittskarten für das Heiva - das ist das große Tanz- und Chorfestival in Papeete, darauf sind wir ganz besonders neugierig.
Mit dem Bus fahren wir um PF 200,00 von der Marina Tahina am Flughafen vorbei ca. 15 Minuten nach Papeete; tour retour kostet es PF 340,00. Papeete ist wirklich nett: wunderschöner Parkbereich am Hafen mit der Stadtmarina, in der wir einige bekannte Schiffe sehen. Gleich am Beginn unseres Einkaufsbummels zerfallen Martinas Schuhe - der Schaumstoff der Sohle zerfällt und die Klebstellen gehen auf. Zum Glück findet sie gleich passende neue Schuhe und muss nicht barfuß gehen.
Von Freitag bis Sonntag mieten wir gemeinsam mit unseren Freunden Dagmar und Franz von der SY CIDERELLA ein Auto. Damit lässt sich alles einfacher transportieren. Wir fahren die Nordküste entlang zum großen Kunsthandwerksmarkt von Tahiti. Aus allen Teilen Französisch Polynesiens gibt es hier Dinge zu kaufen: Holzschnitzereien, Tücher, aus Palmenblättern geflochtene Taschen und Hüte, Schmuck aus Muscheln und Perlmutt, viele Perlen und natürlich auch viele Ukulelen, die ich natürlich ausprobieren muss.
Überall duften auch die Blumenkränze der Damen. Es ist ein Fest fürs Auge und die Nase. Und auch der Gaumen kommt nicht zu kurz. Am besten isst man hier bei einem der vielen Rolottes - wir würden sie als fahrende Würstelstände bezeichnen. An diesen isst man gut, vielfältig und preislich halbwegs normal. Dennoch muss man für eine Hauptspeise mit umgerechnet ca. EUR 12-18 rechnen; dafür bekommt man reichlich.
Nach erfolgreicher Einkaufstour fallen wir bereits ein wenig müde in der Gasthausbrauerei am Hafen von Papeete ein und danach gibts bei den vielen Rollots am Hafen noch Crepes als Nachspeise.
Es ist vier Monate her, dass wir gute Einkaufsmöglichkeiten hatten, und so ist unsere Einkaufsliste lang geworden. Insbesondere für unsere ESPERANZA müssen bzw. wollen wir einiges kaufen. Ich bin auf der suche nach einer größeren Solarpaneele und werde fündig; 100W auf 120 x 54 cm - das passt. Dazu alle Kabel und Verbindungen, hier in Papeete findet man das leicht.
So Kleinigkeiten wie Petroleum, das es hier an der Tankstelle an der Zapfsäule gibt, da die Tahitianer Petroleum für ihre Lampen benötigen - kostet ca. EUR 1,10 und damit wesentlich billiger als die EUR 7,00 pro Liter im Baumarkt. Dafür finden wir im Baumarkt immer Dinge, die wir brauchen.
Wir kaufen uns Eintrittskarten für das Heiva - das ist das große Tanz- und Chorfestival in Papeete, darauf sind wir ganz besonders neugierig.
Mit dem Bus fahren wir um PF 200,00 von der Marina Tahina am Flughafen vorbei ca. 15 Minuten nach Papeete; tour retour kostet es PF 340,00. Papeete ist wirklich nett: wunderschöner Parkbereich am Hafen mit der Stadtmarina, in der wir einige bekannte Schiffe sehen. Gleich am Beginn unseres Einkaufsbummels zerfallen Martinas Schuhe - der Schaumstoff der Sohle zerfällt und die Klebstellen gehen auf. Zum Glück findet sie gleich passende neue Schuhe und muss nicht barfuß gehen.
Von Freitag bis Sonntag mieten wir gemeinsam mit unseren Freunden Dagmar und Franz von der SY CIDERELLA ein Auto. Damit lässt sich alles einfacher transportieren. Wir fahren die Nordküste entlang zum großen Kunsthandwerksmarkt von Tahiti. Aus allen Teilen Französisch Polynesiens gibt es hier Dinge zu kaufen: Holzschnitzereien, Tücher, aus Palmenblättern geflochtene Taschen und Hüte, Schmuck aus Muscheln und Perlmutt, viele Perlen und natürlich auch viele Ukulelen, die ich natürlich ausprobieren muss.
Überall duften auch die Blumenkränze der Damen. Es ist ein Fest fürs Auge und die Nase. Und auch der Gaumen kommt nicht zu kurz. Am besten isst man hier bei einem der vielen Rolottes - wir würden sie als fahrende Würstelstände bezeichnen. An diesen isst man gut, vielfältig und preislich halbwegs normal. Dennoch muss man für eine Hauptspeise mit umgerechnet ca. EUR 12-18 rechnen; dafür bekommt man reichlich.
Nach erfolgreicher Einkaufstour fallen wir bereits ein wenig müde in der Gasthausbrauerei am Hafen von Papeete ein und danach gibts bei den vielen Rollots am Hafen noch Crepes als Nachspeise.
Freitag, 8. Juli 2016
NACHTRAG
Martina
Der Blogeintrag "Meine Nerven" ist irgendwo verloren gegangen, habe ihn jetzt wieder eingestellt und Fotos zu allen Blogeinträgen ab den Tuamotus reingestellt.
Unsere "to do" Liste ist schon recht lange geworden uns wir haben bereits begonnen daran zu arbeiten. Alles weitere etwas später.
Wir haben ab heute ein Mietauto und werden euch natürlich von unseren Ausflügen berichten.
Der Blogeintrag "Meine Nerven" ist irgendwo verloren gegangen, habe ihn jetzt wieder eingestellt und Fotos zu allen Blogeinträgen ab den Tuamotus reingestellt.
Unsere "to do" Liste ist schon recht lange geworden uns wir haben bereits begonnen daran zu arbeiten. Alles weitere etwas später.
Wir haben ab heute ein Mietauto und werden euch natürlich von unseren Ausflügen berichten.
Dienstag, 5. Juli 2016
EIN SPEZIELLER TAG
Florian
Heute vor 3 Jahren haben wir Österreich verlassen, sind mit
unserem Auto samt Anhänger mit unseren Habseligkeiten über die österreichische
Grenze nach Italien, um unsere Weltumsegelung anzutreten.
Nach 3 Jahren unseres Abenteuers und vielen interessanten
Gesprächen mit anderen Langzeitseglern, warum wir uns in dieses Abenteuer
wagen, hat sich eine Antwort herausgebildet, die auch von vielen anderen
Seglern bestätigt wird: Man lebt wesentlich intensiver als Langzeitsegler. Die
Höhen und Tiefen des Lebens werden extremer empfunden, da man extrem der Natur
ausgesetzt ist und man permanent auf neue Herausforderungen stößt, Situationen,
auf die man nicht vorbereitet ist bzw. die man nicht erwartet hätte. Das macht
aufmerksamer und wachsamer und man nimmt die Dinge des Lebens intensiver auf.
Schwierig zu erklären – das muss man schätze ich selbst empfunden haben, um es
nachvollziehen zu können.
Außerdem ist heute mein 49. Geburtstag! Und wie haben wir
diesen gefeiert? – siehe vorstehenden Absatz – sehr intensiv. Um 03:30 Uhr weckt
mich Martina während meiner Freiwache. Der Wind spinnt und der Autopilot setzt
dauernd aus. Draußen haben sich dicke Wolken zusammengebraut und der Wind hat
ordentlich aufgefrischt und auf Ost gedreht, sodass wir zu sehr nach Süd
segeln. Wir unternehmen einem Versuch Butterfly zu segeln und scheitern
kläglich. Die Welle ist zu stark, und die ESPERANZA kann den Kurs nicht halten.
Martina kämpft am Ruder und ich mit dem 2. Reff des Großsegels – dabei haut es
uns ordentlich herum. Irgendwie schaffen wir es aber und wir wechseln auf den
starken – Schwiegervater-Autopilot und haben das 2. Reff im Großsegel. Um 06:00
Uhr erreichen wir die Südspitze von Tahiti-Iti, dem kleiner Ostteil von Tahiti.
Tahiti hat die Form einer liegenden 8, Tahiti-Nui ist der westliche Teil.
Da wir nicht direkt Kurs auf das Südwesteck von Tahiti
nehmen können (Vorwind geht nicht, s.o.) müssen wir vor dem Wind abkreuzen.
Martina ist streichfähig und hat sich in ihre Koje verzogen und hofft
aufzuwachen, wenn wir angekommen sind. Die Wellen werden immer größer je näher
wir zum Eck kommen. Dort trifft offenbar Strömung auf Wind und es baut sich
eine bedrohlich große Welle von 4-5 Metern auf. Der Wind hat mittlerweile auf
20-25 Knoten zugelegt. Martina steckt die Nase aus der Luke. „Bring dich in
Sicherheit!“, meine ich zu ihr, denn die ESPERANZA kämpft schwer mit Wind und
Welle. Ich starte den Motor, um zusätzlichen Schub zu haben. Wenn uns eine
Riesenwelle quer schlägt, holt uns der starke Autopilot, die voll ausgerollte
Genua und der Motor wieder auf Kurs. Womöglich „spielt“ sich die ESPERANZA ja
mit diesem Kurs, für mich ist es jedenfalls sehr aufregend.
Irgendwann kommen wir aber in die Landabdeckung, die Welle
nimmt ab und dann ist der Wind weg, wir sind im Windschatten von Tahiti mit
seinen über 2000m hohen Bergen. Tahiti ist von einem Saumriff umgeben, sodass
zwischen Insel und Riff eine ca. 1/2 km breite Lagune besteht.
Nur durchs Riff hineinkommen muss man – das kennen wir ja schon von den Atollen der Tuamotus. Die Riffeinfahrt ist gut betonnt, doch 3 kn auslaufende Strömung und Wirbel, die uns herumdrehen machen uns das Leben schwer. Doch dann sind wir drinnen und – ENTENTEICH!! Schwer zu glauben, dass wir noch vor einer Stunde in haushohen Wellen und Sturm gekämpft haben.
Nur durchs Riff hineinkommen muss man – das kennen wir ja schon von den Atollen der Tuamotus. Die Riffeinfahrt ist gut betonnt, doch 3 kn auslaufende Strömung und Wirbel, die uns herumdrehen machen uns das Leben schwer. Doch dann sind wir drinnen und – ENTENTEICH!! Schwer zu glauben, dass wir noch vor einer Stunde in haushohen Wellen und Sturm gekämpft haben.
Wir tuckern durch die Lagune und finden auch einen
geeigneten Ankerplatz gleich nördlich der Marina Tahina. Und wer lieg vor uns?
– die SY ALIEN; unser Freund Martin, der mir vor 2 Jahren in Grenada mit dem
Motor geholfen hat und den wir vor einem Jahr durch den Panamakanal begleitet
haben.
Nachdem wir sicher liegen fahren wir mit dem Dingi in die
Zivilisation, zum Carefour-Hypermarkt. WHOW! Erstmals seit Februar – Panama
City – hat uns die Zivilisation wieder. Wir genießen ein üppiges
Geburtstagsessen (teuer aber seeehr gut!) und fahren schließlich in strömendem
Regen wieder zurück auf unsere EPSERANZA.
Es war ein höchst intensiver Geburtstag. Für andere reicht
die Aufregung für einen ganzen Monat; ich habe das alles an einem Tag
„geschenkt“ bekommen. Man kann sich die Geschenke leider nicht immer aussuchen.
Aber wie heißt es so schön. „Einem geschenkten Hund schaut man nicht in den
Mund“. Alles Gute zum Geburtstag!!
Montag, 4. Juli 2016
WARTEN AUF WIND
Florian
Es ist ja ganz gemütlich so mit 2-3 Knoten auf flachem Wasser dahinzuschaukeln - aber weiter kommt man dabei nicht. Zum Glück ist keine Welle und die Segel schlagen nicht zu sehr. Bei 4-6 Knoten Wind geht aber nicht mehr. Am Himmel keine Wolken und wir haben unser übliches Programm: Frühstück, Blog schreiben, kleine Bordarbeiten, Französischkurs, Lesen, Abendessen, Schiff fertig machen für die Nachtwache, Nacht.
Wir schlafen gut, denn die ESPERANZA gleitet ohne Schaukeln durch das glatte Meer. So geht auch die zweite Nacht ohne Schwierigkeiten und angenehm vorbei. Am Morgen haben wir dann wieder Wolken am Himmel und am Vormittag kommt Wind auf, so dass wir mit 5-6 Knoten unserem Ziel rasch näher kommen. Wir werden Tahiti vom Süden aus anfahren und den Pass zur Marina Taina nehmen, dann ersparen wir uns Motoren im Lee der gut 2000m hohen Insel und müssen auch keine Genehmigung zum Passieren des Flughafen einholen.
Wenn alles klappt, sollten wir morgen Vormittag vor Anker gehen und dann können wir ordentlich meinen letzten Geburtstag in meinem 1. halben Jahrhundert feiern. Aber noch sind wir nicht dort...
Position 04.06.2016, 19:30 UTC, 17°15´S 147°26´W, noch 107sm bis zur Südspitze von Tahiti-Iti WIND
Florian
Es ist ja ganz gemütlich so mit 2-3 Knoten auf flachem Wasser dahinzuschaukeln - aber weiter kommt man dabei nicht. Zum Glück ist keine Welle und die Segel schlagen nicht zu sehr. Bei 4-6 Knoten Wind geht aber nicht mehr. Am Himmel keine Wolken und wir haben unser übliches Programm: Frühstück, Blog schreiben, kleine Bordarbeiten, Martina schleift und schmirgelt an ihren Kokosnusschalen, Französischkurs, Lesen, Abendessen, Schiff fertig machen für die Nachtwache, Nacht.
Wir schlafen gut, denn die ESPERANZA gleitet ohne Schaukeln durch das glatte Meer. So geht auch die zweite Nacht ohne Schwierigkeiten und angenehm vorbei.
Am Morgen haben wir dann wieder Wolken am Himmel und am Vormittag kommt Wind auf, so dass wir mit 5-6 Knoten unserem Ziel rasch näher kommen. Wir werden Tahiti vom Süden aus anfahren und den Pass zur Marina Taina nehmen, dann ersparen wir uns Motoren im Lee der gut 2000m hohen Insel und müssen auch keine Genehmigung zum Passieren des Flughafen einholen.
Wenn alles klappt, sollten wir morgen Vormittag vor Anker gehen und dann können wir ordentlich meinen letzten Geburtstag in meinem 1. halben Jahrhundert feiern. Aber noch sind wir nicht dort...
Position 04.06.2016, 19:30 UTC, 17°15´S 147°26´W, noch 107sm bis zur Südspitze von Tahiti-Iti
Es ist ja ganz gemütlich so mit 2-3 Knoten auf flachem Wasser dahinzuschaukeln - aber weiter kommt man dabei nicht. Zum Glück ist keine Welle und die Segel schlagen nicht zu sehr. Bei 4-6 Knoten Wind geht aber nicht mehr. Am Himmel keine Wolken und wir haben unser übliches Programm: Frühstück, Blog schreiben, kleine Bordarbeiten, Französischkurs, Lesen, Abendessen, Schiff fertig machen für die Nachtwache, Nacht.
Wir schlafen gut, denn die ESPERANZA gleitet ohne Schaukeln durch das glatte Meer. So geht auch die zweite Nacht ohne Schwierigkeiten und angenehm vorbei. Am Morgen haben wir dann wieder Wolken am Himmel und am Vormittag kommt Wind auf, so dass wir mit 5-6 Knoten unserem Ziel rasch näher kommen. Wir werden Tahiti vom Süden aus anfahren und den Pass zur Marina Taina nehmen, dann ersparen wir uns Motoren im Lee der gut 2000m hohen Insel und müssen auch keine Genehmigung zum Passieren des Flughafen einholen.
Wenn alles klappt, sollten wir morgen Vormittag vor Anker gehen und dann können wir ordentlich meinen letzten Geburtstag in meinem 1. halben Jahrhundert feiern. Aber noch sind wir nicht dort...
Position 04.06.2016, 19:30 UTC, 17°15´S 147°26´W, noch 107sm bis zur Südspitze von Tahiti-Iti WIND
Florian
Es ist ja ganz gemütlich so mit 2-3 Knoten auf flachem Wasser dahinzuschaukeln - aber weiter kommt man dabei nicht. Zum Glück ist keine Welle und die Segel schlagen nicht zu sehr. Bei 4-6 Knoten Wind geht aber nicht mehr. Am Himmel keine Wolken und wir haben unser übliches Programm: Frühstück, Blog schreiben, kleine Bordarbeiten, Martina schleift und schmirgelt an ihren Kokosnusschalen, Französischkurs, Lesen, Abendessen, Schiff fertig machen für die Nachtwache, Nacht.
Wir schlafen gut, denn die ESPERANZA gleitet ohne Schaukeln durch das glatte Meer. So geht auch die zweite Nacht ohne Schwierigkeiten und angenehm vorbei.
Am Morgen haben wir dann wieder Wolken am Himmel und am Vormittag kommt Wind auf, so dass wir mit 5-6 Knoten unserem Ziel rasch näher kommen. Wir werden Tahiti vom Süden aus anfahren und den Pass zur Marina Taina nehmen, dann ersparen wir uns Motoren im Lee der gut 2000m hohen Insel und müssen auch keine Genehmigung zum Passieren des Flughafen einholen.
Wenn alles klappt, sollten wir morgen Vormittag vor Anker gehen und dann können wir ordentlich meinen letzten Geburtstag in meinem 1. halben Jahrhundert feiern. Aber noch sind wir nicht dort...
Position 04.06.2016, 19:30 UTC, 17°15´S 147°26´W, noch 107sm bis zur Südspitze von Tahiti-Iti
Samstag, 2. Juli 2016
HAIALARM
Martina
Wir verlegen uns zur nördlichen Passeinfahrt von Tahanea. Geplant ist für den 2.7. ein schöner Drifttauchgang bei einfließender Tide im Pass, danach Esperanza segelfertig zu machen und danach bei auslaufender Tide Tahanea zu verlassen.
Ich stehe wieder am Bugsprit und halte Ausschau, dass wir ja auf kein Korallenriff auflaufen. Wir fahren zwar unserer Spur nach, aber die extra Meilen die wir bei unserer mühsamen Ankunft durch Aufkreuzen zurücklegen mussten sparen wir uns natürlich. Mit Genuaunterstützung legen wir die Strecke in 2 ½ Stunden zurück, und Florian fängt sogar einen prächtigen Fisch.
Am Ankerplatz angekommen, beginne ich den Fisch zu filetieren. Das spricht sich auch unter Wasser schnell herum, und kaum sind die Reste im Wasser gesellen sich auch schon 5 Schwarzspitzenhaie um uns herum. Ich bitte Florian den Ankerkontrolltauchgang heute entfallen zu lassen. Ohne jeglichem Widerspruch stimmt er mir zu, lieber programmieren wir einen 25 m Ankeralarm auf unserem Plotter, das sollte reichen. An die Ankerkette haben wir bei 40m unseren großen Kugelender montiert, damit die Kette nicht zur Gänze am Meeresboden liegt und sich womöglich um eine der vielen Korallen wickelt.
Ein kurzer Landgang mit dem Dingi verschafft uns die Möglichkeit bei einer zur Zeit unbewohnten Hütte unseren Mist zu verbrennen. Ich entdecke eine aus Palmwedeln geflochtene Tasche und versuche diese - leider erfolglos - nachzumachen.
Zurück am Schiff zerlegt, reinigt und schmiert Florian unsere großen Winschen. Diese haben in letzter Zeit schon seltsame quietschende Geräusche von sich gegeben.
Ich koche uns eine herrliche Fischsuppe und danach Fischfilet auf Serbische Art. Kaum ist der Fisch im Begriff verdaut zu werden schläft Florian auf der Bank ein. Es ist erst 19:30 und ich hoffe es lag nicht am Fisch, dass Florian schon so früh die Patschen gestreckt hat!
Unser Ankeralarm schlägt zwei Mal an, aber der Grund ist, dass der Wind etwas mehr nach Ost gedreht und unsere Esperanza sich natürlich gleich brav mitgedreht hat. Den Radius von 25 m hat sie dabei überschritten. So ein Alarm lässt uns natürlich gleich aus dem Bett springen, aber auf der anderen Seite ist man beruhigt, dass er so gut funktioniert.
Den Drifttauchgang am nächsten Morgen haben wir gestrichen. Zu kühl, zu viele Haie und die Überfahrt gleich im Anschluss nach Tahiti lassen bei mir keinen Wunsch nach Tauchen aufkommen.
Die Wind- und Wettervorhersage für die nächsten Tage schaut ganz gut aus, und so passieren wir die Passausfahrt mit Genuaunterstützung und 3 Knoten Gegenströmung trotzdem ohne Probleme. Der Wind und die Welle sind wie angekündigt sanft, ich habe ein Seekrankheits-Pflaster hinters Ohr geklebt, denn man weiss ja nie. Wir genießen die leichte Brise und langsam kommen wir auch so nach Papeete. Schön wäre, wenn wir den 5.7.schaffen, dann könnten wir Florians Geburtstag in einem netten Restaurant feiern.
03.07.2016 Position 1900 UTC: 16°50´S 145°58´W Noch 200 Seemeilen bis nach Tahiti/Papeete
Wir verlegen uns zur nördlichen Passeinfahrt von Tahanea. Geplant ist für den 2.7. ein schöner Drifttauchgang bei einfließender Tide im Pass, danach Esperanza segelfertig zu machen und danach bei auslaufender Tide Tahanea zu verlassen.
Ich stehe wieder am Bugsprit und halte Ausschau, dass wir ja auf kein Korallenriff auflaufen. Wir fahren zwar unserer Spur nach, aber die extra Meilen die wir bei unserer mühsamen Ankunft durch Aufkreuzen zurücklegen mussten sparen wir uns natürlich. Mit Genuaunterstützung legen wir die Strecke in 2 ½ Stunden zurück, und Florian fängt sogar einen prächtigen Fisch.
Am Ankerplatz angekommen, beginne ich den Fisch zu filetieren. Das spricht sich auch unter Wasser schnell herum, und kaum sind die Reste im Wasser gesellen sich auch schon 5 Schwarzspitzenhaie um uns herum. Ich bitte Florian den Ankerkontrolltauchgang heute entfallen zu lassen. Ohne jeglichem Widerspruch stimmt er mir zu, lieber programmieren wir einen 25 m Ankeralarm auf unserem Plotter, das sollte reichen. An die Ankerkette haben wir bei 40m unseren großen Kugelender montiert, damit die Kette nicht zur Gänze am Meeresboden liegt und sich womöglich um eine der vielen Korallen wickelt.
Ein kurzer Landgang mit dem Dingi verschafft uns die Möglichkeit bei einer zur Zeit unbewohnten Hütte unseren Mist zu verbrennen. Ich entdecke eine aus Palmwedeln geflochtene Tasche und versuche diese - leider erfolglos - nachzumachen.
Zurück am Schiff zerlegt, reinigt und schmiert Florian unsere großen Winschen. Diese haben in letzter Zeit schon seltsame quietschende Geräusche von sich gegeben.
Ich koche uns eine herrliche Fischsuppe und danach Fischfilet auf Serbische Art. Kaum ist der Fisch im Begriff verdaut zu werden schläft Florian auf der Bank ein. Es ist erst 19:30 und ich hoffe es lag nicht am Fisch, dass Florian schon so früh die Patschen gestreckt hat!
Unser Ankeralarm schlägt zwei Mal an, aber der Grund ist, dass der Wind etwas mehr nach Ost gedreht und unsere Esperanza sich natürlich gleich brav mitgedreht hat. Den Radius von 25 m hat sie dabei überschritten. So ein Alarm lässt uns natürlich gleich aus dem Bett springen, aber auf der anderen Seite ist man beruhigt, dass er so gut funktioniert.
Den Drifttauchgang am nächsten Morgen haben wir gestrichen. Zu kühl, zu viele Haie und die Überfahrt gleich im Anschluss nach Tahiti lassen bei mir keinen Wunsch nach Tauchen aufkommen.
Die Wind- und Wettervorhersage für die nächsten Tage schaut ganz gut aus, und so passieren wir die Passausfahrt mit Genuaunterstützung und 3 Knoten Gegenströmung trotzdem ohne Probleme. Der Wind und die Welle sind wie angekündigt sanft, ich habe ein Seekrankheits-Pflaster hinters Ohr geklebt, denn man weiss ja nie. Wir genießen die leichte Brise und langsam kommen wir auch so nach Papeete. Schön wäre, wenn wir den 5.7.schaffen, dann könnten wir Florians Geburtstag in einem netten Restaurant feiern.
03.07.2016 Position 1900 UTC: 16°50´S 145°58´W Noch 200 Seemeilen bis nach Tahiti/Papeete
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