Mittwoch, 14. März 2018

GLASSHOUSE MOUNTAINS

13.3.2018

Martina

Unser Standort an der Sunshine Coast ist wirklich bezaubernd, doch Brisbane interessiert mich auch sehr. Die Entscheidung fällt auf Aufbruch nach Brisbane. Wir passieren die Glass Mountains und legen einen kurzen Stop bei einem Aussichtspunkt mit Blick über die Landschaft ein.


Es ist eigentlich eine Beobachtungsplattform für Feuerwehrmänner, die von hier oben einen guten Überblick über die großen Wälder haben und so ein entstehendes Buschfeuer sofort melden und bekämpfen können.



Wir haben es ja nicht weit und erreichen unser letztes Ziel mit unserem Camper schon um 12 Uhr. Der Campingplatz ist sehr gepflegt und die Vögel zwitschern, dass es eine Freude ist.
Nur wenige Meter entfernt liegt eine Busstation, von der aus wir direkt ins Zentrum von Brisbane gelangen. Direkt am Brisbane River steigen wir aus und ich fühle mich sofort sehr wohl. Eine junge, entspannte, frische, moderne und lebendige Stadt breitet sich vor uns aus.


Wir nehmen eine Fähre, die hier zu den öffentlichen Verkehrsmitteln zählt, und lassen uns eine Stunde kreuz und quer über den Brisbane River fahren.


Vorbei an traumhaften Häusern direkt am Fluss, bis zu " Historischen Gebäuden, sind ja maximal 200 Jahre alt" genießen wir die sonnige Fahrt.



Anschließend spazieren wir zum Rathaus und weiter in die Queen Street Mall.


Die Atmosphäre in der Fußgängerzone ist sehr entspannt und eine Bar mitten in der Fußgängerzone verleitet uns zu einem kühlen Bier.

Queen Street Mall


Auf Grund der erwähnten positiven Eindrücke und der angebotenen Theater-, Ballett- und Kunstszene könnte diese Stadt ein Wohnort für mich sein. Nur für den Fall man schmeißt mich aus Österreich raus.

Performing Art Center Brisbane




Dienstag, 13. März 2018

URLAUB AM MEER

12.03.2018

Florian

Herzlichen Dank für die Würdigung unserer Bloggerleistungen im Kommentar - es ist immer schön motivierende Worte zu lesen!

Zum Frühstück genießen wir eine Dragon Fruit - farbig beeindruckend, der Geschmack nicht ganz so farbig.



Wir wollen noch nicht in die Stadt, und so fahren wir von Gold Coast durch Brisbane nach Norden zur Sunshine Coast nach Dicky Beach. Sandstrand, Wellen, trainierende Rettungsschwimmer (deren Badehauben an die Siebziger erinnern),



und farbige Käfer



 - Kurzurlaub am Meer


Sonntag, 11. März 2018

NATURAL BRIDGE

11.3.2018

Martina

Gleich nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Anita und ihren drei Buben.


Unsere heutige Strecke zur Gold Coast führt uns zum Springbrook National Park. Es schüttet während der gesamten 45 minütigen Autofahrt, aber wir entschließen uns dennoch das Schauspiel der "Natural Bridge" anzuschauen.


Am Parkplatz des Nationalparks sehen wir einige durchnässte Besucher und fragen nach, ob es sich auszahlt bei diesen Wetterbedingungen in den Nationalpark zu gehen. Ein eindeutiges "ja" ist die Antwort, also regenfest anziehen.

Nachdem wir aber keine regenfeste Kleidung haben und auch über keinen Regenschirm verfügen, ziehen wir unsere Flip Flops an, und machen uns auf den Weg.


Es regnet ja schon seit Tagen und deshalb bietet uns die Natur ein besonders mächtiges Schauspiel. Ein Wildwasserbach stürzt in ein großes Loch das sich über Millionen von Jahren durch den Felsen gebohrt hat. So etwas haben wir noch nicht gesehen. Die Wassermassen dröhnen in der seitlich entstandenen Höhle, in der Fledermäuse ihre Kreise ziehen.



In der Zwischenzeit hat es aufgehört zu regnen und unsere Bekleidung trieft nicht mehr, als wir zu unserem Auto zurückkommen.

Zu Mittag sind wir noch einmal bei meinen ehemaligen Ballettkollegen Taras und Natalie zum "Aussi BBQ" eingeladen.




Ein netter Tag mit einem weiteren Abschied auf unbestimmte Zeit. Ich hoffe, dass sich auch irgendjemand von unseren Australienfreunden nach Österreich verirren wird.

Samstag, 10. März 2018

DER KREIS SCHLIESST SICH

08./09./10.03.2018

Florian

Am letzten Abend - nach dem Martina und ich an einer Pilatesklasse teilgenommen haben - kocht Martina für Suzannes Familie nochmals Österreichisch. Es gibt Krautfleckerl und Apfelstrudel! Es war eine wunderbare und natürlich zu kurze Zeit bei Suzanne in Coffs Harbour.


Für uns gehts weiter über Grafton, wo wir unsere Schmutzwassertanks entleeren. Zum Glück gibt es überall diese Showgrounds (Areale für die Landwirtschaftsmessen), auf denen Entleerungsstationen kostenlos zu nutzen sind.


Danach fahren wir über Casino nach Lismore. Es regnet häufig und alles ist üppig grün und wir sehen erstmals seit Alice Springs Gemüsefelder.


Na wirklich?
Vor Lismore müssen wir unter einer niedrigen Brücke (3,5 m) durch; und unsere Fahrzeughöhe ist 3,5 m - es war knapp!



Am Showground die Nacht verbringen...


...und heute Morgen den dortigen Farmersmarket besuchen. Martina ersteht Macademianüsse und die beiden Farmer freuen sich, ihr alles über diese erklären zu können.


Zu Mittag sind wir in Byron Bay - die Hippie Hauptstadt von Australien. Wir besichtigen den berühmten Leuchtturm am östlichsten Punkt von Australien.




Und schließlich führt uns unsere Reise zurück nach Uki zu Anita, meiner AFS Gastschwester, wo wir unsere Weihnachstgeschenke zwischengelagert haben und diese nunmehr abholen. Damit hat sich unser Kreis um Südaustralien geschlossen.

Donnerstag, 8. März 2018

WIEDERSEHEN NACH 20 JAHREN

6.3./8.3.2018

Martina

Wir erreichen Coffs Harbour um 10 Uhr Vormittags und fahren direkt zur Werkstätte, die uns von Apollo vorgegeben wurde. Unser Kühlschrank springt unter Gasbetrieb leider nicht mehr an. Nach einer kurzen Inspektion ist klar, dass diese Werkstätte das Problem nicht lösen kann. Jetzt ist Florian wieder am Zug und beharrt auf eine rasche und Zufriedenstellende Lösung. Ein weiterer Werkstättenbesuch oder der Kauf einer Kühlbox, die wir täglich mit Eiswürfeln frisch befüllen sollen, schmettert Florian mit ein paar wenigen Argumenten ab.
Nach 2 Stunden verspricht man uns einen Austauschcamper. Der wird von Brisban geliefert und soll gegen 19 Uhr in Coffs Harbour eintreffen.
Um 20:30 Uhr ist das Auto dann auch wirklich da, und siehe da es ist ein viel jüngeres Baujahr, gepflegter und moderner. Bei strömendem Regen räumen wir unsere Sachen von einem Camper in den anderen und versuchen mögliche Mängel mit der Taschenlampe zu entdecken. Bis auf Kleinigkeiten wie einem fehlenden Innenrückspiegel, gebrochenem Kübel und abgeschlagenen Ecken und Kanten schaut alles gut aus. Wir dokumentieren alles und  schicken die Mängelliste per Mail an Apollo. Sicher ist sicher, denn man hört ja so einiges von Autovermietungsfirmen bei der Rückgabe eines Fahrzeuges.



Schon vor einem Jahr, als die Entscheidung gefallen ist, dass wir nach Australienen segeln werden,  habe ich Kontakt mit meiner ehemaligen Ballettkollegin Suzanne aus Brisbane aufgenommen. Sie ist 1989 von Australien nach Wien gekommen und hat 9 Jahre an der Volksoper getanzt. Danach hat sie ein 4 jähriges Engagement an der Staatsoper bekommen und im Anschluss an ihre Ballettkarriere machte sie eine Ausbildung für Pilates und Gyrotonic. Sie ist nach Australien zurück gegangen und lebt jetzt in Coffs Harbour.

Jetzt war es endlich so weit, ein herzliches Wiedersehen nach über 20 Jahren. Suzanne spricht noch immer ein unglaublich gutes Deutsch und ich muss über ihre wienerischen Ausdrücke lachen. Es gibt so viel über unsere gemeinsame Ballettzeit zu tratschen und es fließen so manche Tränen bei Suzanne, denn sie vermisst Wien mit unserer Kultur und unseren Traditionen. Sie wünscht sich von mir Käsespäzle, und ich erfülle ihr den Wunsch natürlich sehr gerne und so verbringen wir einen schönen und teilweise auch melancholischen ersten Abend bei ihr im Haus.

Während Suzanne arbeitet, erkunden wir Coffs Harbour. Sie haben einen massiven Anleger, denn Coffs Habour war ein großer Hafen für Holzverschiffung. Die beiden vorgelagerten Inseln Muttonbird und Corambirrer Point wurden durch massive Dämme mit dem Festland verbunden und ein langer Wellenbrecher ist gegen Osten errichtet.



Nachdem Sydney ihre Hafenanlagen errichteten, ging der Holztransport von Coffs Harbour stark zurück, bis er schlussendlich eingestellt wurde.
Jetzt liegt eine kleine Marina in der geschützten Bucht und die Bewohner von Coffs Harbour erfreuen sich an einem ruhigen Strandabschnitt.





Denn wenn man nördlich und südlich dieses Hafens schaut, dann sieht man mit welcher Wucht die Wellen die Ostküste Australiens treffen.



Am zweiten Tag schau ich mir ihr Studio - Suzannes Hara Studio - an.





Ich besuche natürlich auch eine Trainingsstunde von ihr - es ist eine Kombination aus Ballettstunde, Pilates und Gyrotonic Bewegungen. Gemeinsam an einer Ballettstange zu stehen erweckt weitere Erinnerungen an unsere Volksopernzeit und wieder fließen Tränen der Wehmut bei Suzanne. Sie sagt selbst, dass sie das Tanzen vermisst. Ist für mich nachzuvollziehen, denn sie hat mit 30 die Bühne verlassen, ein Alter in dem man am Zenit einer Ballettkarriere ist, und sie war eine sehr gute Tänzerin.


Wir werden noch einen Tag hier bleiben, denn bis jetzt hatten wir noch gar keine Zeit, um all die Fragen über unser Abenteuer zu beantworten.