Mittwoch, 8. August 2018

ÜBERFAHRT LEMBATA

7.8./8.8.2018

Martina

Ein nicht vorhergesagter Wind bläßt über die Ankerbucht von Kupang. Wir packen diese Brise beim Schopf und machen uns auf den Weg nach Lembata.

Ganz bewußt lassen wir einige Staionen der Rally aus, denn wir vertreten die Meinung "weniger ist mehr". Extra Meilen machen wir ja sowieso schon lange nicht mehr, also machen wir uns auf direktem Weg nach Norden. Die Rally wird erst am 15.8. dort erwarten und so haben wir viel Zeit für den einen oder anderen schönen Ankerplatz.

Die ersten 66 Meilen haben wir guten Wind und machen schön Strecke. Gegen 1 Uhr Nachts schläft der Wind ein und wir lassen uns treiben. Nicht sehr gemütlich, denn es gibt noch immer genug Schwell, der uns wie einen Sektkorken herum wackeln läßt.


Um 5 Uhr in der Früh übergebe ich die Wache an Florian und er startet Gott sei Dank die Maschine, damit wir die restlichen 40 Meilen bis zu Mittag schaffen. Lichtmaschine funktioniert und unsere Batterien werden in den nächsten 9 Stunden gut geladen.

Kurz bevor wir die Insel Lembata erreichen, taucht ein Wal neben uns auf. Er ist knapp unter der ESPERANZA durchgetaucht. Bis mein Fotoapparat schussbereit ist, versucht Florian ihm auf den Fersen zu bleiben, aber er taucht ab und ward nicht mehr gesehen.
Schade, aber scheinbar sind wir, wie in den Reiseführern zu lesen ist, zu Beginn der Walsaison angekommen. Ich hoffe es war nicht der einzige Wal, den wir zu Gesicht bekommen.


Unser Ankerplatz im Südwesten von Lembata ist gut geschützt und wir sind das einzige Schiff hier. Ich freue mich schon auf Strandspaziergänge, Muscheln und endlich wieder Schwimmen ohne Quallen, Haie und Krokodile - zum ersten Mal seit April.


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