Freitag, 17. März 2017

GARTEN EDEN

12.3. und 13.3.2017

Martina

Wir verlassen nach dem Frühstück unseren Ankerplatz und segeln Richtung Garten Eden. Der Wind bläst uns wieder einmal auf die Nase und Florian entscheidet, dass wir Segel setzen und aufkreuzen.
Die Sicht ist gut und so sitze ich wieder am Bugsprit und halte nach diversen Untiefen Ausschau. Unser Anker fällt auf weißem Sandboden mit einigen Korallenköpfen. Heute sollten wir keine Windüberraschungen erleben und nach zwei Nächten wieder ruhig und entspannt schlafen.

Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Dingi zum Garten Eden. Es erwartet uns ein sehr gepflegter langer Bootsanleger mit einigen Wasserbungalows. Große Plakate werben für diesen Garten Eden der von Taiwanesen bewirtschaftet wird.


Die Sekte „Prophet of all nations“ wurde 1993 von Eljah Hong aus Taiwan gegründet. Kernbotschaft dieser Sekte ist natürlich zu leben, wie es im Garten Eden der Fall war – also vor allem biologische Landwirtschaft betreiben. Elijah Hong eröffnete den ersten Garten Eden hier in Tikehau. Wenn man sich die Räumlichkeiten vor Ort anschaut, sieht man, dass hier früher viele Menschen gelebt haben. Es wurde auch eine Perlenzucht betrieben (die gab es im Garten Eden aber sicher nicht). Heute leben nur noch zwei Familien dieser Sekte auf Tikehau. Die Kinder werden selbst unterrichtet und bis auf Kleinigkeiten wie Benzin und Gartengeräte leben sie sehr ursprünglich.


Wir werden herzlich begrüßt und durch ihren Garten geführt. Hier wachsen: Feigen, Papaya, Salat, Mangold, Bananen, Kürbis, Kokospalmen, diverse Kräuter und sie stellen ihr eigenes Salz her.



Neben etlichen Hühnern halten sie sich auch Schweine. Diese werden in kleinen Stallungen gehalten und meine Vorstellung von ursprünglicher Tierhaltung sieht anders aus. (Bei meiner Oma ist das Schwein noch im Garten herum gelaufen und wir sind als Kinder darauf geritten.




Ein schöner grüner Salat, Spinat, eine reife Papaya und Salz aus Tikehau kaufen wir ein, einen reifen Kürbis bekommen wir geschenkt. Einem gesunden Abendessen steht jetzt nichts mehr im Weg.

1 Kommentar:

  1. Florian wollte als Kind sicher auch immer auf den Schweindln reiten aber schon damals waren seine Haxn einfach zu lang.....
    Helmut

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